08.08.2013 10:49 Uhr in Medien & Presse von Deutscher Journalisten-Verband (DJV)
Projekt "Welt für alle würde Qualität und Jobs kosten
Kurzfassung: Projekt "Welt für alle" würde Qualität und Jobs kostenDer Deutsche Journalisten-Verband hat sich gegen mögliche Text- und Bildlieferungen der Springer-Zeitung "Die Welt" an Zeitungen der Funke-Med ...
[Deutscher Journalisten-Verband (DJV) - 08.08.2013] Projekt "Welt für alle" würde Qualität und Jobs kosten
Der Deutsche Journalisten-Verband hat sich gegen mögliche Text- und Bildlieferungen der Springer-Zeitung "Die Welt" an Zeitungen der Funke-Mediengruppe ausgesprochen. "Das würde der Meinungsvielfalt schaden und journalistische Arbeitsplätze in den Mantelredaktionen der Funke-Zeitungen vernichten", befürchtet DJV- Bundesvorsitzender Michael Konken. Bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen des Springer-Konzerns am gestrigen Mittwoch hatte sich Vorstandschef Mathias Döpfner zu Überlegungen geäußert, Inhalte der Welt-Redaktion künftig an andere Zeitungen zu vermarkten. Medien berichten, den Anfang könnten die Titel der Funke-Mediengruppe machen, an die Springer neben zahlreichen Magazinen die Berliner Morgenpost und das Hamburger Abendblatt verkaufen will.
"Der Nutzen des Projekts ,Welt für alle für Springer liegt auf der Hand: Die wirtschaftliche Basis der Welt würde spürbar gestärkt", sagte der DJV-Vorsitzende. "Der Schaden für Titel wie WAZ, Thüringer Allgemeine oder Braunschweiger Zeitung aber wäre immens. Statt Meinungsvielfalt gäbe es Einheitskost und in den Redaktionen würden Arbeitsplätze wegfallen." Die Funke-Mediengruppe sei für ihre rabiate Sparpolitik auf Kosten journalistischer Arbeitsplätze berüchtigt.
Meinungspluralität und Qualität im Journalismus dürften nicht weiter beschädigt werden.
Deutscher Journalisten-Verband (DJV)
Charlottenstr. 17
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: +49 (0)30/72 62 79 20
Telefax: +49 (0)30/726 27 92 13
Mail: djv(at)djv.de
URL: www.djv.de
Der Deutsche Journalisten-Verband hat sich gegen mögliche Text- und Bildlieferungen der Springer-Zeitung "Die Welt" an Zeitungen der Funke-Mediengruppe ausgesprochen. "Das würde der Meinungsvielfalt schaden und journalistische Arbeitsplätze in den Mantelredaktionen der Funke-Zeitungen vernichten", befürchtet DJV- Bundesvorsitzender Michael Konken. Bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen des Springer-Konzerns am gestrigen Mittwoch hatte sich Vorstandschef Mathias Döpfner zu Überlegungen geäußert, Inhalte der Welt-Redaktion künftig an andere Zeitungen zu vermarkten. Medien berichten, den Anfang könnten die Titel der Funke-Mediengruppe machen, an die Springer neben zahlreichen Magazinen die Berliner Morgenpost und das Hamburger Abendblatt verkaufen will.
"Der Nutzen des Projekts ,Welt für alle für Springer liegt auf der Hand: Die wirtschaftliche Basis der Welt würde spürbar gestärkt", sagte der DJV-Vorsitzende. "Der Schaden für Titel wie WAZ, Thüringer Allgemeine oder Braunschweiger Zeitung aber wäre immens. Statt Meinungsvielfalt gäbe es Einheitskost und in den Redaktionen würden Arbeitsplätze wegfallen." Die Funke-Mediengruppe sei für ihre rabiate Sparpolitik auf Kosten journalistischer Arbeitsplätze berüchtigt.
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Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), 1949 gegründet, vertritt die berufs- und medienpolitischen Ziele und Forderungen der hauptberuflichen Journalistinnen und Journalisten aller Medien. Er ist politisch wie finanziell unabhängig und handelt ohne sachfremde Rücksichtnahmen. Der DJV achtet und fördert die publizistische Unabhängigkeit seiner Mitglieder. In seiner Kombination aus Gewerkschaft und Berufsverband befindet er sich auf deutlichem Erfolgskurs. Die Entwicklung der Mitgliedszahlen belegt dies: Allein in den letzten zehn Jahren wuchs die Zahl der Mitglieder von 16.592 (12/88) auf 36.150 (5/00). Dies ist nicht zuletzt auf das umfangreiche Leistungspaket des DJV zurückzuführen: Tarife:Der DJV schließt als Tarifpartei seit 1950 in allen Medien Tarifverträge und überwacht deren Einhaltung.Rechtsschutz:Der DJV und seine Landesverbände beraten in beruflichen Konfliktfällen und bieten freien wie angestellten Journalistinnen und Journalisten Rechtsschutz, vor allem bei arbeits-, steuer- oder urheberrechtlichen Angelegenheiten.Beratung:Der DJV berät und informiert seine Mitglieder beim Abschluss von (Arbeits-)Verträgen, in Ausbildungs- und in Steuerfragen.
