14.06.2011 12:21 Uhr in Wirtschaft & Finanzen von KLARTEXT ONLINE

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Jeden Tag greifen Langfinger in Deutschland 100.000mal zu - und verursachen einen Schaden von 3,7 Milliarden Euro im Jahr.
Kurzfassung: Ladendiebe verursachen in Deutschland einen jährlichen Schaden von 3,7 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Inventurdifferenzen 2011" des EHI Retail Instituts. Auf den ersten Blick erfreulich: Die Anzahl der Delikte ist um fünf Prozent zurückgegangen.
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[KLARTEXT ONLINE - 14.06.2011] Berlin/Nottingham, 14. Juni 2011- Ladendiebe verursachen in Deutschland einen jährlichen Schaden von 3,7 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Inventurdifferenzen 2011" des EHI Retail Instituts. Auf den ersten Blick erfreulich: Die Anzahl der Delikte ist um fünf Prozent zurückgegangen. Das deckt sich auch mit einer aktuellen Kriminalstatistik der Polizei, welche 1,6 Prozent weniger Fälle registriert hat. Doch bleiben jeden Tag rund 100.000 Delikte unentdeckt. Und diese Delikte führen zu einem Verlust von 6 Millionen Euro. Tag für Tag.

Kleine und teure Waren stehen dabei auf der Einkaufsliste der Diebe ganz oben: Am liebsten klauen sie Rasierklingen, Kosmetik, Tabakwaren und Spirituosen. Diese Hitliste deckt sich auch mit der Erhebung des britischen Centre for Retail Research. Das Institut hat letztes Jahr das Global Retail Theft Barometer veröffentlicht, und vergleicht, wie sich der Ladendiebstahl international entwickelt. Besonders populär seien in den meisten Ländern derzeit hochprozentige Spirituosen: Whisky, Vodka und Rum. Direkt danach folgen Kosmetikartikel. Doch ganz so einfach ist das Klauen nicht. Insgesamt ließen sich im Jahr 2010 6,2 Millionen Ladendiebe erwischen. Erfreulich: Das entspricht einem Rückgang von 5,6 Prozent. Die mögliche Ursache: Im Durchschnitt stecken die Händler 10 Prozent mehr Budget in die Diebstahlprävention.

Doch zurück nach Deutschland: Hier beträgt die durchschnittliche Inventurdifferenz 0,6 Prozent. Das steckten die meisten Unternehmen bei ihrer Kalkulation locker weg, sagt das EHI. Trotzdem dürften sie jetzt nicht den Fehler begehen, an den Sicherungsmaßnahmen zu sparen. Es sei wie ein Wettrüsten, schreibt das Handelsblatt: Ladendiebe denken sich immer neue Tricks aus, und die Händler kontern mit neuen Diebstahlsicherungen.

Ein Beispiel: Um den Händlern im Kampf gegen ihre steigenden Inventurdifferenzen zu helfen, hat das Unternehmen Bizerba ein elektronisches Funkt-Etikett entwickelt, das sich unauffällig unter dem Schmucketikett von Flaschen anbringen lässt. Verlässt ein Dieb das Geschäft, löst der Chip Alarm aus. "Viele Händler sind dazu übergegangen, die Spirituosen in Vitrinen zu verschließen oder mit elektronischen Kapseln am Flaschenhals zu sichern. Besonders letztere Lösung verursacht nicht nur Mehrarbeit, sondern stört auch den Marketingauftritt des Produktes erheblich", sagt Marc Büttgenbach, Sales Director Labels and Consumables bei Bizerba. Entsprechend steigend sei derzeit die Nachfrage nach den Diebstahlschutz-Etiketten mit RF-Technik.

Stefan Genth ist Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE). Er kommentiert die EHI-Studie wie folgt: "Die Studie hat ergeben, dass vor allem Ladendiebstähle in ihren unterschiedlichen Formen wie Gelegenheitsdiebstähle, Beschaffungskriminalität, Diebstahl auf Bestellung und Bandendiebstähle mit Abstand das größte Problem darstellen. Der Handel investiert daher jährlich rund 1,2 Milliarden Euro, um Ladendiebstähle zu begrenzen". Zunehmend wichtiger sei es, Detektive einzusetzen, Kameras zu installieren, Waren zu sichern und das Personal zu schulen. An Sicherungsmaßnahmen dürfen nicht gespart werden, denn Diebe lernen schnell.
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