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Pressemitteilung zu Wirtschaft & Finanzen


Energiewende erfordert Notstrom

Energiewende erfordert Notstrom

Unwirtschaftlich und unsicher
Kurzfassung: Mit dem EEG werden die Stromkosten maximal in die Höhe getrieben.

Energiewende erfordert Notstrom
Wachsende Stromkosten in Deutschland
[NAEB Stromverbraucherschutz e.V. - 06.03.2016] Je mehr von dem ständig schwankenden Windstrom und Solarstrom in das Netz gespeist wird, umso wahrscheinlicher finden Stromausfälle statt. Nur Notstromgeräte können dann helfen. Somit bezahlt jeder für Strom von dreierlei Erzeugern: konventionelle Kraftwerke, Ökostromanlagen und Notstromgeräte. Vor der Energiewende haben die konventionellen Kraftwerke allein ausreichend sicher mit Strom versorgt. Deutschland war dafür weltweit bekannt.

Stromerzeugung in Deutschland
In Deutschland sind Kohlekraftwerke, Kernkraftwerke und Gaskraftwerke konventionelle Kraftwerke mit einer Leistung von ca. 100.000 Megawatt (MW). Sie können im Jahr rund 800 Millionen Megawattstunden (MWh) erzeugen. Mit der Energiewende wurden bisher mehr als 25.000 Windgeneratoren und viele Solaranlagen auf Dächern und Feldern installiert mit einer Leistung von mehr als 80.000 MW. Diese Ökostromanlagen haben wetterbedingt eine stark schwankende Leistung zwischen Null und fast dem Maximalwert. Im Jahresmittel erbringen sie nur 16 Prozent der installierten Leistung. Obwohl ihre installierte Leistung mehr als 80 Prozent der konventionellen Kraftwerke erreicht hat, können sie nur 15 Prozent des Stromes der konventionellen Kraftwerke erzeugen. In Deutschland schwankt der Strombedarf zwischen 45.000 MW und 70.000 MW je nach Tages-, Wochen- und Jahreszeit. Im Jahr werden rund 600 Millionen MWh verbraucht.

Die Ökostrom-Probleme
Die vorhandenen bei Flaute und nachts benötigten konventionellen Kraftwerke können also allein die Stromnachfrage in Deutschland voll befriedigen. Die zusätzlichen teuren und wetterwendischen Ökostromanlagen sind unwirtschaftlich. Darüberhinaus stören sie eine sichere Stromversorgung, denn nach dem planwirtschaftlichen und unsozialen Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) muss Ökostrom bevorzugt in das Netz eingespeist werden. Die Betreiber erhalten dafür lukrative und für 20 Jahre gesetzlich garantierte Einspeisevergütungen, die von uns Stromverbrauchern als EEG-Umlage bezahlt werden müssen.

Der nicht planbare wetterwendische Ökostrom, der oft in kurzer Zeit bis auf Null zurückgeht und genauso schnell bei einer Wetterfront ansteigt, muss durch die konventionellen Kraftwerke bis zur Nachfrage aufgefüllt werden. So entstehen zwei Probleme. Je mehr Ökostrom produziert wird, umso geringer sind konventionelle Kraftwerke ausgelastet. Deren Stromerzeugungskosten steigen, denn die Finanzierung und die Personalkosten bleiben gleich. Kohle- und Kernkraftwerke müssen auf Betriebstemperatur gehalten werden, wenn sie schnell Strom liefern sollen, denn ihre Regelgeschwindigkeit ist gering.

Daher wird bei Sonnenschein und Starkwind immer häufiger mehr Strom produziert, als gebraucht wird. Das Netz ist überlastet und Stromerzeuger müssen abgeschaltet werden, wenn der Stromverbraucher fehlen. Mit jeder zusätzlichen Ökostromanlage verstärkt sich diese Problematik. Stromausfälle geschehen mit dem Vorantreiben der unsinnigen Energiewende immer wahrscheinlicher und häufiger. Die höchsten Regelgeschwindigkeiten haben Kernkraftwerke. Ausgerechnet die sollen in Kürze alle abgeschaltet werden.


Stromausfall - Zurück in die Steinzeit
Jeder sollte vorbereitet sein. Die Stadt Nauen im Havelland hat übungsweise ermittelt, was bei einem Stromausfall von Stunden und von Tagen geschieht. Das Ergebnis ist erschreckend. Es kommt kein Wasser mehr aus der Leitung. Das Abwasser wird nicht mehr abgepumpt. Die Gasheizung läuft nicht mehr. Alle Elektrogeräte fallen aus. Die tiefgekühlten Vorräte verderben. Rundfunk und Internet, Festnetztelefon und Mobilfunk funktionieren nicht mehr. Es gibt keinen Treibstoff mehr, denn die Pumpen der Tankstellen sind stromlos. Das Leben wird nahezu in die Steinzeit zurückversetzt.

Nach dieser Erfahrung will die Stadt Nauen weitere Notstromaggregate anschaffen, um zumindest eine Nothilfe aufrechtzuerhalten. Das ist kostenaufwändig. Dies gilt aber auch für Haushalte. Die müssen sich aufgrund der deutschen Energiepolitik auf Stromausfälle einstellen. Bei der fast hundertprozentigen Elektrifizierung des zivilisierten Lebens hilft nur die Anschaffung eines eigenen Notstromerzeugers mit ausreichend Treibstoff. Die Abgase des Antriebsmotors müssen über einen Abgaskanal ins Freie geleitet werden, sonst droht eine Gasvergiftung. Auch das kostet Geld.

Kosten für drei Stromerzeuger
Mit der deutschen Energiepolitik werden Stromkunden gezwungen, ihre Stromversorgung dreifach abzusichern und zu bezahlen: für konventionelle Kraftwerke, für Ökostromanlagen und für Notstromgeräte. Die Investitionskosten pro Megawatt installierter Leistung für konventionelle Kraftwerke und für Ökostrom liegen bei einer Million Euro. Die Finanzierungskosten von Ökostrom sind allerdings siebenfach höher als für konventionellen Strom, weil die mittlere Leistung nur ein Siebentel der installierten Leistung beträgt. Die deutsche Politik zwingt alle durch das EEG, diesen teuren Ökostrom zu bezahlen. Darüber hinaus wird die Installation von Notstromanlagen notwendig, um eine Grundversorgung zu sichern, die es erlaubt, in einer Wohnung zu bleiben.

Smart Meter
Doch der Stromkunde soll noch mehr leiden. Politikern fordern den Einbau sogenannter Smart Meter für jede Wohnung. Mit diesen Geräten soll der Stromverbrauch in den Wohnungen der schwankenden Erzeugung von Ökostrom angepasst werden. Gibt es wenig Strom, schaltet das Gerät große Verbraucher wie Waschmaschine oder Geschirrspüler ab. Bei ganz geringem Stromangebot wird nur noch die Beleuchtung und Zündung der Heizung eingeschaltet. Umgekehrt kann bei Stromüberschuss auch die Waschmaschine im Leerlauf eingeschaltet werden, um den überschüssigen Strom los zu werden, obwohl nicht gewaschen wird. Die Kosten soll der Stromkunde tragen.

Schluss mit der Energiewende
"Die deutsche Energiepolitik verfolgt weiter die Energiewende ohne Rücksicht auf die Kosten und eine sichere Stromversorgung", sagt der Vorsitzende vom Stromverbraucherschutz NAEB e.V. , Heinrich Duepmann. "Technische und wirtschaftliche Grenzen werden ignoriert. Zu jeder Fehlentwicklung gibt es neue Gesetze, die nur die Kosten erhöhen, aber keine Abhilfe schaffen. Deutschland muss dringend weg von der planwirtschaftlichen und unsozialen Energiepolitik."

Prof. Dr. Hans-Günter Appel
Pressesprecher NAEB e.V. Stromverbraucherschutz

Dieser Pressetext ist mit Quellenangabe frei verwendbar, wenn der Text unverändert und vollständig enthalten ist. Es werden keine Lizenzbeträge beansprucht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsschutzrecht_für_Presseverleger
Weitere Informationen
NAEB Stromverbraucherschutz e.V.
NAEB Stromverbraucherschutz e.V. Elektrischer Strom ist nach den Personalkosten von Unternehmen ein ebenfalls großer Kostenbestandteil der deutschen Volkswirtschaft. Das EEG Erneuerbare Energien Gesetz zur Einspeisung erneuerbarer Energien hat die direkten und indirekten Stromkosten wesentlich erhöht. Strom aus Windenergie oder Voltaik ins Stromnetz einzuspeisen, ist physikalisch und wirtschaftlich unsinnig. Die Netzstabilität leidet dramatisch und eine finanzielle Umverteilung auf Kosten von Stromkunden findet zugunsten der Renditen in Windkraft und Voltaik statt. Die NAEB e.V. klärt über die per Gesetz geschaffenen Strukturen auf.
NAEB Stromverbraucherschutz e.V., Herr Heinrich Duepmann
Forststr. 15, 14163 Berlin, Deutschland
Tel.: 05241 70 2908; http://www.NAEB.de


Die Pressemeldung "Energiewende erfordert Notstrom" unterliegt dem Urheberrecht. Jegliche Verwendung dieses Textes, auch auszugsweise, erfordert die vorherige schriftliche Erlaubnis des Autors. Autor der Pressemeldung "Energiewende erfordert Notstrom" ist NAEB Stromverbraucherschutz e.V., vertreten durch Heinrich Duepmann.
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