[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 22.10.2012] Bundeslandwirtschaftsministerium fördert Innovationen in der Nutztierhaltung mit 62 Millionen Euro
Um die hohen Tierschutzstandards in Deutschland weiterzuentwickeln, stellt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt 62 Millionen Euro für Forschung und Innovationen sowie Modell- und Demonstrationsverfahren zur Verfügung. Im Vordergrund stehen dabei Tierschutz und Umweltschutz.
Mit 30 Millionen Euro wird der größte Teil für die Erforschung von Verbesserungsmöglichkeiten bei den Haltungsbedingungen insbesondere bei Rindern, Schweinen und Geflügel zur Verfügung gestellt. In Modell- und Demonstrationsvorhaben fließen 21 Millionen Euro, Projekte zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung werden mit zehn Millionen Euro unterstützt. Für die länderübergreifende Erforschung von Indikatoren zum Tierwohl im Rahmen des europäischen ERA-Net AniHWa (Animal Health and Welfare) stellt das Bundeslandwirtschaftsministerium eine Million Euro zur Verfügung, das Bundesforschungsministerium steuert im Rahmen seiner Aktivitäten zur Tierforschung weitere 1,5 Millionen Euro bei. Ziel der Maßnahmen ist die Entwicklung und Förderung praxisbezogener Projekte, die den Tierschutz und das Wohlbefinden der Tiere in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung weiter verbessern und die Haltungsbedingungen noch stärker an die Bedürfnisse der Tiere anpassen können. Außerdem geht es darum, Emissionen und den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren. Vor diesem Hintergrund werden Unternehmen bei der Entwicklung konkreter Projektideen von der Wissenschaft begleitet und unterstützt.
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Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)

Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.
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