Digital Economy im Rhein-Main-Gebiet

Strategien und Visionen auf dem "5. Frankfurter Symposium für Digitale Infrastruktur"
Kurzfassung: Frankfurt, 7. Oktober 2013 - Mit etwa 300 geladenen Gästen aus führenden Positionen in Politik und Wirtschaft des Rhein-Main-Gebiets fand heute das "5. Frankfurter Symposium für Digitale Infrastruktur" statt. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der IHK Frankfurt von INTERXION Deutschland GmbH ausgerichtet, einem führenden europäischen Anbieter von Carrier- und Cloud-neutralen Rechenzentrumsdienstleistungen für Colocation. Das Symposium, das bereits zum fünften Mal stattfand, stellte Trends rund um die "Digital Economy" vor. Dabei wurden unter anderem folgende Fragen adressiert: Was bedeutet die Digital Economy für den Konsumenten und für die Märkte? Und wie reagieren Unternehmen auf die Veränderungen, die mit der Digital Economy einhergehen?
[Interxion Deutschland GmbH - 07.10.2013] Frankfurt, 7. Oktober 2013 - Mit etwa 300 geladenen Gästen aus führenden Positionen in Politik und Wirtschaft des Rhein-Main-Gebiets fand heute das "5. Frankfurter Symposium für Digitale Infrastruktur" statt. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der IHK Frankfurt von INTERXION Deutschland GmbH ausgerichtet, einem führenden europäischen Anbieter von Carrier- und Cloud-neutralen Rechenzentrumsdienstleistungen für Colocation. Das Symposium, das bereits zum fünften Mal stattfand, stellte Trends rund um die "Digital Economy" vor. Dabei wurden unter anderem folgende Fragen adressiert: Was bedeutet die Digital Economy für den Konsumenten und für die Märkte? Und wie reagieren Unternehmen auf die Veränderungen, die mit der Digital Economy einhergehen?

Eröffnet wurde das Symposium durch die Veranstalter Peter Knapp, Geschäftsführer der Interxion Deutschland GmbH, und Dr. Roland Gerschermann, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main. Beide Redner stellten die Herausforderungen der Digital Economy in den Vordergrund.
Peter Knapp: "Laut einer aktuellen Prognose von Gartner sind es Ende 2013 nicht mehr PCs, sondern Smartphones, Tablets und Co, mit denen am häufigsten auf das Internet zugegriffen wird. Diese Entwicklung führt zu massiven Veränderungen im Alltag, sowohl beruflich als auch privat. Damit einhergehend steigen auch die Anforderungen an die IT-Infrastruktur und die Leistungsfähigkeit der Datenübertragung. Lösungen in Echtzeit und die Anbindung an Carrier und Internetaustauschknoten nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Hier werden die Vorteile der digitalen Infrastruktur moderner Rechenzentren sichtbar: Sie ermöglichen den einwandfreien Ablauf aller verbundenen Prozesse."

Dr. Gerschermann ergänzte den Vortrag und warb für Netzneutralität und Sicherheit: "Das Netz muss für jedermann offen und gleich bleiben. Es darf nicht zum Wilden Westen des 21. Jahrhunderts werden. Sicherheit im Netz ist nicht nur eine Sache von Virenschutz, Password-Verwaltung, Datenverschlüsselung und ordnungsgemäßen Impressumangaben. Sicherheit im Netz ist inzwischen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe geworden."

An dieses Thema lehnte sich Dr. Birgit Grundmann, Staatssekretärin des Bundesministeriums der Justiz, in ihrem Vortrag über den rechtssicheren Umgang mit Big Data an. "Das wirtschaftliche Potenzial von Big Data ist enorm. Die Anwendungen liefern ungeahnte Erkenntnisse. Damit Big Data aber nicht zu Big Brother wird, müssen solche Anwendungen auch rechtlich eingehend analysiert und bewertet werden. Denn auch für Big Data gilt: Nicht alles, was technisch machbar ist, ist auch rechtlich zulässig. Und zunächst einmal ist es auch die Aufgabe der die Daten verarbeitenden Wirtschaft, durch Entwicklung und Einsatz innovativer technischer Lösungen für einen effektiven Datenschutz zu sorgen. Wir müssen den Unternehmen hierfür moderne rechtliche Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen. Ein aktuelles Beispiel ist die Datenschutz-Grundverordnung, die derzeit in Brüssel beraten wird. Die Bundesregierung setzt sich aktiv für diese Verordnung ein, da die Reform die Chance bietet, das Datenschutzrecht an die technischen Entwicklungen der letzten Jahre anzupassen. Um ein erfolgreiches Zusammenspiel von klassischen Rechtsregeln und technischen Funktionsbedingungen für einen in der Praxis effektiven Datenschutz zu erreichen, bedarf es letztlich einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit von Juristen und Informationstechnikern."

Lutz Kohler, Enterprise Industry Leader EMEA Google, gab einen Einblick in die Innovationskraft der digitalen Welt. Wie müssen Unternehmen vorgehen, um digitale Innovationen zu nutzen? "Google gilt seit Jahren als eine der innovativsten Firmen der Welt, weil Google seine Plattform als Grundlage versteht, auf der Menschen mit ihren einzigartigen Fähigkeiten und Leidenschaften neue Produkte und Anwendungen schaffen können. Das geht nur mit offenen Technologien und dem Mut, Fehler zuzulassen. Generell ist es für Firmen vor allem wichtig, sich an den Bedürfnissen ihrer Kunden zu orientieren und schneller zu sein als die Konkurrenz. Wir bei Google stellen uns zum Beispiel vor jeder Produkteinführung die Frage 'Ist das Produkt auch wirklich interessant für eine Milliarde Nutzer?'"

Das Potenzial der Digital Economy sieht auch Joachim Schreiner, Area Vice-President EMEA Central bei salesforce.com, und setzt auf den Kundenfokus in der digitalen Welt. Was sind die Anforderungen der Kunden? Was verändert sich für die Unternehmen? Joachim Schreiner gab klare Antworten auf diese Fragen: "Die Kunden fordern Vernetzung, sie wollen keinen fest definierten Kanal benutzen, um mit den Unternehmen in Kontakt zu treten. Tablets, Smartphones und weitere mobile Geräte eröffnen so viele neue Möglichkeiten. Und sie wollen vertrauen können. In der Digital Economy tritt der Kunde in den Mittelpunkt. Unternehmen müssen sich mit ihren Kunden vernetzen und Inhalte und Services gerätespezifisch aufbereiten und bereitstellen."

Wie ein solcher Endkundenfokus aussehen kann, präsentierte Dr. Florian Stadlbauer, Executive Director bei Deck 13 Interactive. Als Spieleentwickler wagte er einen Blick über den Tellerrand: Digital Economy im Hinblick auf die Übertragung von Technologien und Ansätze der Spieleentwicklung. Unter dem Schlagwort Gamification werden professionelle Anwendungen mit spielerischen Elementen gefasst, die in spielefremden Kontexten eingesetzt werden. Was bedeuten solche Ansätze konkret für die Digital Economy? Von der Spielentwicklung geprägte Anwendungen gliedern sich zunehmend in Unternehmen ein, mit dem Ziel, Abläufe zu optimieren und Mitarbeiter oder potenzielle Kunden zu motivieren. Dies erfolgt etwa mittels Marketinganwendungen, bei denen durch die Schaffung von Emotionen in virtuellen Welten Kaufanreize gesetzt werden. Game Development ist nicht nur reines Spielvergnügen, es dreht sich um konkrete Maßnahmen, die letztlich den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen beeinflussen."


Das "5. Frankfurter Symposium für Digitale Infrastruktur" eröffnete dank der einschlägigen Vorträge neue Perspektiven auf die Digital Economy, die sowohl für Unternehmen als auch für Kunden einen Blick in die digitale Welt der Zukunft zeigten. Partner der Veranstaltung waren die KAEFER Construction GmbH, die LÜCK Gruppe, die MJS Air Klima GmbH & Co. KG, die Planen & Bauen GmbH und die QualityHosting AG.


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