19.06.2013 11:09 Uhr in Gesellschaft & Familie von Kindernothilfe e.V.

Die Kindernothilfe mahnt angesichts der Unruhen in Brasilien: Die Ärmsten bei Sportereignissen nicht vergessen

Kurzfassung: Die Kindernothilfe mahnt angesichts der Unruhen in Brasilien: Die Ärmsten bei Sportereignissen nicht vergessenMassenproteste in Brasilien: Hunderttausende machen ihren Unmut über die Politik öffent ...
[Kindernothilfe e.V. - 19.06.2013] Die Kindernothilfe mahnt angesichts der Unruhen in Brasilien: Die Ärmsten bei Sportereignissen nicht vergessen

Massenproteste in Brasilien: Hunderttausende machen ihren Unmut über die Politik öffentlich. Die ärmsten Bewohner des Landes leiden unter den sich verschlimmernden Verhältnissen - und fürchten noch weitere Nachteile durch die Fußball-WM und die Olympischen Spiele. Viel Geld wird in Sportstätten und Infrastruktur gesteckt, während Krankenhäuser und Schulen verfallen. Die Menschen in den Armensiedlungen sehen sich Preissteigerungen und Kriminalität ausgesetzt. An der Seite der Armen wird die Kindernothilfe mit ihrem Engagement dort auf keinen Fall nachlassen.
"Es scheint, dass alle verfügbaren Ressourcen in die Fertigstellung prestigeträchtiger Sportstätten und in die Infrastruktur gesteckt wurden und noch immer werden", beklagt Rolf-Robert Heringer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe. "Hingegen wird an anderen, dringend notwendigen Projekten - wie Schulgebäuden und Gesundheitszentren in Armenvierteln - praktisch nicht mehr weitergebaut. In Rio de Janeiro gibt es zahlreiche halbfertige öffentliche Bauvorhaben, die mit dem Recht auf Bildung und Gesundheit zu tun haben, aber nicht fertig gestellt werden können, weil die Mittel anderswo eingesetzt werden", so Rolf-Robert Heringer. Darüber hinaus berichten örtliche Nichtregierungsorganisationen von deutlich zugenommenen Korruptionsproblemen rund um die Infrastruktur-Großvorhaben.
Die Menschen in den Armensiedlungen, den so genannten Favelas, klagen seit Monaten über dramatische Preissteigerungen: Grundnahrungsmittel, Baumaterialen und Mieten für extrem einfache Unterkünfte haben massiv angezogen. Dabei benötigen gerade Familien mit niedrigem Einkommen Zement, Backsteine oder Eisenarmierungen zu bezahlbaren Preisen, um ihre Wohn- und Lebensbedingungen durch eigene Anstrengungen etwas zu verbessern.
Gewalt und Drogenhandel bekämpfen die politisch Verantwortlichen in den Stadtvierteln, in denen die Sportereignisse stattfinden werden, mit intensiven Polizeioperationen. Doch diese "Befriedung" findet nicht flächendeckend statt. Die Folge: Gewalttätige Banden und Drogenhändler ziehen verstärkt in jene Armenviertel, die sich fernab der Sportstätten befinden. Dort steigt dann das Risiko, Opfer von Gewalt zu werden, dramatisch. So berichtet eine Mutter, deren Kind in einem Favela-Projekt der Kindernothilfe am Stadtrand von Rio de Janeiro Unterstützung findet: "Wir alle hier haben das Gefühl, dass es Brasiliens Arme sind, die diese WM und die Olympischen Spiele bezahlen."

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