Lüders zum Internationalen Tag der Roma: Mit Zahlen keine Stimmung machen

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[Antidiskriminierungsstelle des Bundes - 05.04.2013] Lüders zum Internationalen Tag der Roma: Mit Zahlen keine Stimmung machen

Internationaler Tag der Roma
Antidiskriminierungsstelle warnt vor Stigmatisierung / Lüders: Mit Zahlen keine Stimmung machen
Vor dem "Internationalen Tag der Roma" am Montag (8. April) hat die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, vor einer Stigmatisierung gewarnt. "Sinti und Roma sind die größte ethnische Minderheit in Europa. Viele von ihnen leben seit Jahrhunderten in Deutschland und sie gehören zu uns. Bis heute sind aber Ausgrenzung und Benachteiligungen wegen Vorurteilen europäische und deutsche Realität".
Lüders rief dazu auf, sich insbesondere in der Debatte um Einwanderung aus Südosteuropa an die Fakten zu halten. "Es ist wenig hilfreich, hier Menschen mit willkürlich interpretierten Zahlen zu verunsichern. Panikmache und Ausgrenzung ist hier der falsche Weg, Anerkennung und Integration bringen uns weiter." So war in den vergangenen Wochen etwa davon die Rede, im Jahr 2012 seien 180 000 Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien nach Deutschland gekommen. Diese Menschen wurden häufig pauschal als Armutszuwanderer beschrieben " Aber, dass 2011 mehr als 90 000 wieder abgewandert sind, weil es sich in der Mehrzahl um Studierende oder Saisonarbeitende handelt, wurde leider nicht deutlich genug kommuniziert", sagte Lüders. Zudem seien etwa vier Fünftel der zwischen 2007 und 2010 zugewanderten Bulgaren und Rumänen sozialversicherungspflichtig auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt.
Lüders lobte das Land Schleswig-Holstein, das den Schutz der Minderheit der deutschen Sinti und Roma kürzlich in der Landesverfassung verankert hat. Baden-Württemberg bereitet wiederum derzeit einen Staatsvertrag vor, um die Minderheitenrechte von Sinti und Roma festzuschreiben. "Ich wünschte mir, dass weitere Länder diesen guten Beispielen folgen", sagte Lüders.
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes wird in diesem Jahr einen Forschungsschwerpunkt auf Sinti und Roma legen. In einer umfassenden Studie werden darin Bevölkerungseinstellungen gegenüber Sinti und Roma erforscht. Die Studie wird im kommenden Jahr veröffentlicht.
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ist mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im August 2006 gegründet worden. Ziel des Gesetzes ist es, Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.
www.antidiskriminerungsstelle.de.

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