Herausforderung - Prävention und Gesundheitsförderung für Männer braucht eigene Strategien

Kurzfassung: Herausforderung - Prävention und Gesundheitsförderung für Männer braucht eigene StrategienErster Männergesundheitskongress am 29. Januar 2013 in BerlinBerlin/Köln, 29. Januar 2013. Viele Männer ...
[Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) - 29.01.2013] Herausforderung - Prävention und Gesundheitsförderung für Männer braucht eigene Strategien

Erster Männergesundheitskongress am 29. Januar 2013 in Berlin
Berlin/Köln, 29. Januar 2013. Viele Männer beschäftigen sich im Alltag kaum mit dem Thema Gesundheit. Sie achten weniger auf das eigene körperliche und seelische Wohlbefinden und leben ungesünder als Frauen.
Wie kommt es dazu, dass Männer seltener Angebote zur Vorbeugung von Krankheiten oder Gesundheitsförderung wahrnehmen? Welche Herausforderungen stellt das Thema Männergesundheit an die Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung? Wie können Zugangswege und Gesundheitskonzepte für Männer aussehen, mit denen sie auch erreicht werden?
Diesen Fragen geht der 1. Männergesundheitskongress nach, der heute in Berlin stattfindet. Unter dem Motto "Männergesundheit als Herausforderung für Prävention und Gesundheitsversorgung" laden das Bundesministerium für Gesundheit und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Fachleute aus den Bereichen der Männergesundheit und Gesundheitsförderung ein. Auf dem Kongress sollen Zukunftsperspektiven zur Männergesundheit diskutiert und die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam gemacht werden.
Zur Eröffnung des Kongresses erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit Ulrike Flach: "Unser Ziel ist es, die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten von Jungen und Männern noch stärker in den Fokus unserer Arbeit zu rücken. Bereits die um fünf Jahre geringere Lebenserwartung von Männern gegenüber Frauen zeigt uns, dass großer Handlungsbedarf besteht. Ich freue mich, dass wir mit diesem Kongress auf die spezifischen Belange von Männern bei der Prävention und Gesundheitsförderung aufmerksam machen."
Vergleicht man Verhaltensweisen von Männern und Frauen, zeigt sich deutlich, dass Männer weniger gesundheitsorientiert und mit höherer Risikobereitschaft handeln als Frauen. Studien belegen, dass Männer fettreichere Lebensmittel bevorzugen, mehr Alkohol trinken, häufiger rauchen und öfter Unfallverletzungen davontragen. Drei Viertel aller Selbsttötungen werden von Männern begangen. Hinzu kommt, dass Männer mit Krankheitssymptomen häufig erst spät einen Arzt aufsuchen und seltener Präventionsangebote in Anspruch nehmen, die geeignet sind, die Entstehung von Krankheiten zu verhindern.
Hierzu erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA:
"Traditionelle Männerrollen verhindern nach wie vor Achtsamkeit für den eigenen Körper. Männer erwarten von ihrem Körper, dass er wie eine Maschine funktioniert. Erst bei Störungen wird eine ‚Werkstatt
aufgesucht. Vorher auftretende Warnzeichen und Risiken werden bagatellisiert und ignoriert. Angesichts dieses traditionellen Rollenverständnisses besteht nach wie vor eine große Notwendigkeit, Männer über Nutzen und Vorteile von Angeboten zur Gesundheitsförderung und Prävention zu informieren und zur Inanspruchnahme zu motivieren. Deshalb müssen wir unsere Strategien und Maßnahmen stärker geschlechtersensibel und an den unterschiedlichen Interessen von Männern und Frauen ausrichten, wenn wir sie mit unseren Botschaften erreichen wollen. Dazu gehört entscheidend das Internet, da über 80 Prozent der Männer im Internet surfen." Seit einem Jahr ist die Internetseite http:// www.maennergesundheitsportal.de, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu verschiedenen Themen der Männergesundheit entwickelt hat, online. Sie stellt aktuelle männerspezifische Gesundheitsinformationen sowie Termine, Tipps und Anregungen zu den Themen Ernährung, Fitness und Sport, Psychische Erkrankungen, Alkoholkonsum und (Nicht-)Rauchen bereit. Zugriffszahlen und Rückmeldungen der Nutzerinnen und Nutzer des Portals zeigen, dass das Informationsangebot von Männern gut angenommen wird.
Der jetzt stattfindende Kongress will Fachleute aus den Bereichen Gesundheitsversorgung, Sozialversicherungen, öffentlichem Gesundheitsdienst, Selbsthilfeeinrichtungen und Präventionsanbieter ansprechen und mit ihnen Konzepte von Männern und für Männer vorstellen, diskutieren und weiterentwickeln.
Das Tagungsprogramm steht zum Download unter http://www.maennergesundheitsportal.de bereit.

Kontakt:
Dr. Marita Völker-Albert
Pressesprecherin der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
51101 Köln
Tel. 0221-8992280
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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist seit 1967 zum gesundheitlichen Wohle der Bürgerinnen und Bürger tätig. In dieser Zeit haben sich die Themen der gesundheitlichen Aufklärung erweitert, ihre Methoden geändert, und neue Aufgaben sind hinzugekommen. Gleichzeitig sind auch die Anforderungen an eine erfolgreiche Gesundheitsförderung gestiegen. Diesen Veränderungen haben wir Rechnung getragen und auf der Grundlage unseres Gründungsauftrags aus dem Jahre 1967 eine Neubestimmung vorgenommen. In diesem Sinne räumen wir in Zukunft der Erarbeitung von wissenschaftlichen Grundlagen und von Qualitätssicherungsverfahren noch mehr Raum ein. Durch nationale und internationale Kooperation fördern wir verstärkt ein arbeitsteiliges Vorgehen, denn erst durch die konsequente Nutzung der Stärken vieler Partner können Synergieeffekte entstehen. Mittelfristig streben wir den Aufbau als Clearingstelle an, damit Aktivitäten und Ressourcen auf zentrale Gesundheitsprobleme konzentriert und die Effektivität und Effizienz der gesundheitlichen Aufklärung gestärkt werden.Unsere Aufklärungsmaßnahmen konzentrieren wir auf ausgewählte Teile der Bevölkerung. In der nächsten Zeit ist dies vor allem die Zielgruppe "Kinder und Jugendliche". Unsere Kompetenz sehen wir in der Entwicklung, Umsetzung und wissenschaftlichen Überprüfung von Aufklärungsstrategien zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Dazu bedarf es auch der Beteiligung zentraler Kooperationspartner. Gleichzeitig wollen wir mehr als bisher Bürgerinnen und Bürger über aktuelle gesundheitliche Themen von bundesweiter Bedeutung informieren. Unverändert wichtig bleibt die langfristige Umsetzung der gesetzlichen und bundespolitischen Aufträge in der Sucht- und Aids-Prävention wie auch in der Sexualaufklärung und Familienplanung.
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