02.10.2012 17:45 Uhr in Kultur & Kunst von Universität Hildesheim

Richtig ausbilden oder die Richtigen auswählen? Der Lehrerberuf zwischen Eignung und Anspruch / Mehr Praxis im Studium gefordert

Kurzfassung: Richtig ausbilden oder die Richtigen auswählen? Der Lehrerberuf zwischen Eignung und Anspruch / Mehr Praxis im Studium gefordert"Lehrerbildung national - international. Der Lehrerberuf zwischen Eignu ...
[Universität Hildesheim - 02.10.2012] Richtig ausbilden oder die Richtigen auswählen? Der Lehrerberuf zwischen Eignung und Anspruch / Mehr Praxis im Studium gefordert

"Lehrerbildung national - international. Der Lehrerberuf zwischen Eignung und Anspruch" / Tagung der Universität Hildesheim und des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) am 9. Oktober 2012
Lehrerinnen und Lehrer müssen heute Multitasking-Talente sein. Der Lehrberuf geht weit über das Vermitteln von Fachinhalten und kognitiven Fähigkeiten hinaus. Lehrkräfte stehen vor Kindern, die in unterschiedlichen Umfeldern, mit anderen Erziehungsmethoden, in neuen Familienformen und in einer anderen Gesellschaft aufwachsen. Beraten, beurteilen, erziehen und unterrichten - diese beruflichen Aufgaben sollen sie in einer Gesellschaft einlösen, die immer stärker geprägt ist von Vielfalt.
Wie reagieren die Lehrerbildungssysteme in Europa und in Deutschland auf die Herausforderungen? Können Basiskompetenzen ermittelt werden, die eine besondere Eignung für diesen Beruf belegen? Die Tagung richtet den Fokus auf die Lage der Lehrerbildung in Deutschland, Norwegen, Österreich und der Schweiz.
"Bilden wir richtig aus oder wählen wir die Richtigen aus? Jedes Bundesland, jede Hochschule verfährt bei der Auswahl von Lehramtsstudierenden anders. Es fehlt ein Kanon an sinnvollen Auswahlmöglichkeiten zur Feststellung der Eignung", unterstreicht Dr. Margitta Rudolph, Direktorin des Weiterbildungszentrums der Universität Hildesheim. "Viele Hochschulen entscheiden über den Zugang zum Lehramtsstudium allein anhand der Abi-Note. Dabei sagt diese wenig aus über die Eignung für pädagogische Berufe."
Zudem müssen Hochschulen prüfen, ob ihre derzeitigen Curricula den künftigen Anforderungen im Lehrerberuf gerecht werden. Die Universität Hildesheim reagiert auf die Einwanderungsgesellschaft mit neuen Professuren für Vielfalt in der Lehrerbildung, Kulturelle Bildung und Deutsch als Zweitsprache. Zu den Herausforderungen zählt, Lehrkräfte auf das "inklusive Unterrichten" vorzubereiten. Die Universität Hildesheim kann auf Erfahrungen im Weiterbildungsstudiengang "Inklusive Pädagogik und Kommunikation" aufbauen.
"Ob Norwegen, Österreich oder Deutschland - allen ist klar, dass wir eine höhere Theorie-Praxis-Verzahnung in der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer benötigen", sagt Margitta Rudolph. An der Universität Hildesheim dient das erste Studienjahr der möglichst frühen Berufswahlüberprüfung - ein bundesweit einmaliges Modell, das seit 40 Jahren besteht: Lehramtsstudentin Anastasiya Walterowicz hat im ersten und zweiten Semester jeden Freitagvormittag in der Schule verbracht. 250 Partnerschulen aus Niedersachsen öffnen ihre Türen für 2400 Lehramtsstudierende (Grund-, Haupt-, Realschule) und Bildungsforscher. "Ich erlebe den Schulunterricht nicht mehr aus der Schülerperspektive, sondern beobachte und analysiere Unterricht mit Wissenschaftlern und Mitstudierenden. Das ist es, was wir Studenten brauchen, Theorie verbunden mit einem engen Bezug zum künftigen Berufsfeld", sagt die 23-jährige gebürtige Ukrainerin. An der Uni Hildesheim möchte sie Schüler mit Zuwanderungsgeschichte für den Lehrerberuf begeistern und engagiert sich in einem Sprachförderprojekt. "Die frühen Praxiserfahrungen kann kein Lehrbuch ersetzen. Ich lerne die Anforderungen an den Beruf kennen und wie ich mit den unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen der Schüler umgehen muss. Dadurch weiß ich, dass der Lehrerberuf für mich geeignet ist", so Anastasiya Walterowicz.
Lehrerbildungstagung am 9. Oktober 2012 in Hildesheim
Die 1. Lehrerbildungstagung richtet sich an interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Lehrkräfte, Pädagogisches Personal, Referendare und Studierende. Veranstaltungsort ist die Universität Hildesheim (Hauptcampus, Marienburger Platz 22, 31141 Hildesheim). Eine Teilnahme ist kostenfrei.
Mit dieser Tagungsserie des NLQ soll eine wissenschaftliche und anwendungsorientierte Diskussion aller Beteiligten institutionalisiert werden.
Programm und Online-Anmeldung im Internet:
www.uni-hildesheim.de/lehrerbildungstagung2012

Kontakt:
Dr. Margitta Rudolph
Direktorin des Weiterbildungszentrums
Stiftung Universität Hildesheim
Tel. 05121.883-436 (oder Pressestelle 0177.8605905)
E-Mail: rudolph@uni-hildesheim.de
Weitere Informationen
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Weitere Informationen finden sich auf unserer Homepage
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, 31141 Hildesheim, Deutschland
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