Neue Tankstelle für Wasserstoff trägt zur Energiewende bei

Kurzfassung: Neue Tankstelle für Wasserstoff trägt zur Energiewende beiMit der Eröffnung einer neuen Wasserstoff-Tankstelle in Hamburg bekennt sich Shell zum Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland ...
[Deutsche Shell Holding GmbH - 16.03.2015] Neue Tankstelle für Wasserstoff trägt zur Energiewende bei

Mit der Eröffnung einer neuen Wasserstoff-Tankstelle in Hamburg bekennt sich Shell zum Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland und weltweit.
Für Shell ist die Tankstelle an der Schnackenburgallee in Hamburg die bundesweit dritte Station für Wasserstoff (H2) und die erste, an der das H2 vor Ort produziert wird. Weitere Shell H2-Stationen in Frankfurt, Wuppertal, Geisingen und Wendingen sollen alsbald folgen.
"Aber unsere Pläne reichen weiter", kündigte Dr. Peter Blauwhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung, Shell Deutschland Oil GmbH, in Hamburg an. Denn Shell wird in der neu gestarteten H2Mobility Initiative - zusammen mit Air Liquide, Daimler, Linde, OMV und TOTAL - die heute 17 Tankstellen umfassende, öffentliche Wasserstoff-Infrastruktur massiv ausbauen. Ziel ist ein Netz mit rund 400 H2-Tankstellen bis zum Jahr 2023. Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzellen können dann in ganz Deutschland auftanken.
Enak Ferlemann (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur), Frank Horch (Senator der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Hamburg) und Patrick Schnell (Vorsitzender der Clean Energy Partnership) eröffneten gemeinsam mit Blauwhoff die Tankstelle. Die Station wird mit Förderung durch die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) unterstützt und ist Bestandteil der Clean Energy Partnership (CEP).
Shell Hydrogen Station Germany 2015
"Elektrofahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle fahren ohne schädliche Emissionen. Sie besitzen zudem eine hohe Reichweite und können innerhalb weniger Minuten auftanken. Um die Markteinführung von Wasserstofffahrzeugen zu ermöglichen, brauchen wir ein Tankstellennetz, das die wichtigsten Ballungsgebiete abdeckt und miteinander verbindet.
Bis Ende 2015 sollen insgesamt 50 Tankstellen in den Metropolregionen sowie entlang der Hauptautobahnen im Bundesgebiet der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Damit wird Deutschland weltweit das erste Land sein, das ein flächendeckendes Grundversorgungsnetz an Wasserstofftankstellen vorhält. Die Wasserstofftankstelle in der Schnackenburgallee fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit rund 1,4 Millionen Euro - das ist gut investiertes Geld in die Mobilität der Zukunft", erklärte Enak Ferlemann bei der Eröffnung der Station in Hamburg.
"Die Erzeugung von Wasserstoff und dessen Speicherung und Nutzung unter anderem im Verkehr trägt zur Verbesserung der Effizienz erneuerbarer Energien bei und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende. Am Standort Hamburg stehen Politik und Wirtschaft beim Thema umweltfreundliche Mobilität Seite an Seite und bündeln bei diesem zukunftsweisenden Thema die Kräfte. Das ist ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Zukunft", ergänzte Frank Horch für den Hamburger Senat.
"Die Hamburger Landespolitik demonstriert mit ihrer breiten Unterstützung der Wasserstofftechnologie, beispielsweise durch den Einsatz von Wasserstoffbussen bei der Hochbahn oder mit Incentives für Pkw-Kunden, dass sie es mit dem Umweltschutz und den neuen Mobilitätskonzepten ernst meint", so Patrick Schnell von der CEP.
In der neuen Station in Hamburg wird Wasserstoff vor Ort per Elekrolyse gewonnen. Mit einem hocheffektiven und weitgehend wartungsfreien PEM-Elektrolyseur will Shell ein innovatives Verfahren zur Erzeugung von Wasserstoff erforschen. Die dazu benötigte Energie stammt zu 50% aus zertifiziertem erneuerbaren Strom, die weiteren 50% aus Regelenergie.
Durch die Speicherung elektrischer Energie in Form von Wasserstoff leistet Shell einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende in Deutschland. Gerade die Speicherung volatiler Energiemengen aus Wind- und Solaranlagen gilt als eine der ungelösten Herausforderungen.
"Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle können einen erheblichen Beitrag leisten, um Deutschland zum Leitmarkt für nachhaltige Mobilität zu machen", so Peter Blauwhoff. Ihr Vorteil liegt in der deutlichen Minderung von CO2-Emissionen; der Betrieb eines Brennstoffzellenfahrzeugs gilt sogar als lokal emissionsfrei.
Blauwhoff betonte zugleich, dass H2Mobility auf die Unterstützung durch die Politik angewiesen bleibe: "Nur so können wir erreichen, dass die Vorreiter-Unternehmen auf diesem Gebiet nicht benachteiligt werden und die Wasserstoffwirtschaft schon bald Realität wird. Wir begrüßen daher ausdrücklich das Engagement der Bundesregierung."
Shell sieht in Wasserstoff eine Möglichkeit, um das Kraftstoffangebot zu diversifizieren. Nötig sind allerdings eine kritische Masse Fahrzeuge und - damit die Autofahrer ihre Wasserstoff-Fahrzeuge betanken können - die Schaffung von genügend H2-Tankstellen.
Mit dem neuen und innovativen Angebot bietet die Shell Tankstelle an der Schnackenburgallee übrigens für Kraftfahrzeuge fast aller Antriebsarten den richtigen Kraftstoff, sei es Benzin und Diesel, Autogas (LPG), Erdgas (CNG) oder nun auch Wasserstoff. Die Tankstelle liegt an der stark befahrenen Ausfallstraße Schnackenburgallee in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A7.
Die Clean Energy Partnership - ein Zusammenschluss von neunzehn führenden Unternehmen - hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wasserstoff als "Kraftstoff der Zukunft" zu etablieren. Mit Air Liquide, den Berliner Verkehrsbetrieben BVG, BMW, Bohlen
Doyen, Daimler, EnBW, Ford, GM/Opel, der Hamburger Hochbahn, Honda, Hyundai, Linde, Shell, Siemens, den Stuttgarter Straßenbahnen SSB, TOTAL, Toyota und Volkswagen beteiligen sich Technologie-, Mineralöl- und Energiekonzerne sowie die Mehrzahl der größten Automobilhersteller und führende Betriebe des öffentlichen Nahverkehrs an dem wegweisenden Zukunftsprojekt. Seit 2008 wird die CEP durch das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) gefördert.

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