Oxfam: Soziale Ungleichheit ist Kernproblem des 21. Jahrhunderts

Kurzfassung: Oxfam: Soziale Ungleichheit ist Kernproblem des 21. JahrhundertsOxfam-Bericht beschreibt Ausmaß und Folgen sozialer Ungleichheit 10-Punkte-Aktionsplan zeigt konkrete Schritte aufEntschiedene Maßnahm ...
[Oxfam Deutschland e.V. - 30.10.2014] Oxfam: Soziale Ungleichheit ist Kernproblem des 21. Jahrhunderts

Oxfam-Bericht beschreibt Ausmaß und Folgen sozialer Ungleichheit 10-Punkte-Aktionsplan zeigt konkrete Schritte auf
Entschiedene Maßnahmen zur Bekämpfung der weltweiten sozialen Ungleichheit fordert die Entwicklungsorganisation Oxfam. Mit dem aktuellen Bericht "Even It Up - Time To End Extreme Inequality" legt Oxfam erstmals eine weltweite Bestandsaufnahme sozialer Ungleichheit vor und weist auf dramatische Folgen hin:
70 Prozent der Weltbevölkerung leben in Ländern, in denen die Kluft zwischen Arm und Reich in den vergangenen 30 Jahren größer geworden ist. Gleichzeitig hat sich seit 2008 die Zahl der Milliardäre weltweit verdoppelt, ihr Vermögen entspricht den Bruttoinlandsprodukten Deutschlands und Kanadas zusammen. Am anderen Ende der Skala arbeitet die Hälfte der weltweiten Erwerbsbevölkerung in prekären Jobs, oft im informellen Sektor. 70 Prozent der Weltbevölkerung sind nicht angemessen sozial abgesichert.
Die Reichen schaffen sich ihre Regeln: Finanzinstitutionen geben allein für Lobbyarbeit auf EU-Ebene 120 Millionen US-Dollar pro Jahr aus. 70 Prozent der 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt haben Niederlassungen in Steuerparadiesen, durch Steuervermeidung reicher Einzelpersonen entgingen den Staatshaushalten im Jahr 2013 nach Oxfam-Schätzungen 156 Milliarden US-Dollar. Den Staatskassen entgeht so Geld für öffentliche Aufgaben. Das jetzt von Ebola geplagte Sierra Leone hat sechs Unternehmen Steuererleichterungen gewährt, die in der Summe dem Achtfachen des staatlichen Gesundheitsetats entsprechen.
Jörn Kalinski, Kampagnendirektor bei Oxfam Deutschland, kommentiert: "Soziale Ungleichheit ist das Kernproblem des 21. Jahrhunderts. Extreme Ungleichheit hat extreme Konsequenzen: Gewalt und Armut, Geschlechterungerechtigkeit, mangelnder Zugang zu Bildung und Gesundheitsfürsorge sowie der Klimawandel sind eng mit sozialer Ungleichheit verknüpft. Diese Probleme lassen sich nur lösen, wenn die soziale Ungleichheit abgebaut wird."
Im Rahmen einer weltweiten Kampagne zur Bekämpfung sozialer Ungleichheit legt Oxfam daher ein 10-Punkte-Programm vor. Der Aktionsplan "10 Schritte gegen soziale Ungleichheit" sieht als drängendste Maßnahmen unter anderem vor, seitens der Regierungen und internationalen Institutionen bindende Verpflichtungen zur Reduzierung sozialer Ungleichheit einzugehen, international und national gerechte Steuersysteme zu errichten, Steuerschlupflöcher zu schließen, soziale Sicherungsnetze zu schaffen und die Entwicklungsfinanzierung neu auszurichten.
Jörn Kalinski: "Das Problem ist bekannt. Mit dem Aktionsplan setzen wir die Bestandsaufnahme in konkrete Politikempfehlungen um. Regierungen, Organisationen und Unternehmen haben die Pflicht, sich dem drängenden Problem der Ungleichheit zu stellen. Wir zeigen auf, was politisch nötig ist, um eine gerechtere Verteilung von Geld, Ressourcen und Macht zu erreichen."
Der Oxfam-Aktionsplan "10 Schritte gegen soziale Ungleichheit" steht zum Download bereit unter http://www.oxfam.de/files/20141029-10-schritte-gegen-soziale-ungleichheit.pdf
Der Bericht "Even It Up - Time To End Extreme Inequality" steht zum Download bereit unter http://www.oxfam.de/publikationen/even-it-up.

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