08.09.2014 10:02 Uhr in Kultur & Kunst von Universität Leipzig

Bauchfett zeigt mehr Genveränderungen als andere Fettdepots

Kurzfassung: Bauchfett zeigt mehr Genveränderungen als andere FettdepotsDie chemischen Veränderungen der Methylierung wirken auf die DNA-Struktur der Gene ein und nicht auf die Reihenfolge der DNA-Bausteine. Des ...
[Universität Leipzig - 08.09.2014] Bauchfett zeigt mehr Genveränderungen als andere Fettdepots
Die chemischen Veränderungen der Methylierung wirken auf die DNA-Struktur der Gene ein und nicht auf die Reihenfolge der DNA-Bausteine. Deshalb werden sie als epigenetisch, das heißt zusätzlich zu den Genen, bezeichnet. Die Methylierung kommt natürlich vor und bewirkt, dass bestimmte Gene aus- oder angeschaltet sind und ihre Wirkung entfalten können. Obwohl alle Körperzellen mit denselben Genen ausgestattet sind, können so zum Beispiel Hautzellen andere Funktionen erfüllen als Leberzellen. Die Gen-Methylierung als epigenetische Veränderung ist nicht zu verwechseln mit krankhaften Genmutationen.
Das Team um Dr. Yvonne Böttcher konnte erstmals zeigen, dass Bauchfett- und Unterhautfettgewebe epigenetisch unterschiedlicher sind als bisher angenommen. Der höhere Grad der chemischen Genveränderung im Bauchfettgewebe deutet darauf hin, dass dort mehr Gene ausgeschaltet oder weniger aktiv sind. Bei beiden Fettgeweben besteht eine Wechselbeziehung zwischen dem Grad der Methylierung und dem Bauchumfang sowie dem Verhältnis von Hüft- zu Bauchumfang. Mehr Bauchfettgewebe scheint mit mehr Methylierung einherzugehen.
Die chemische Genveränderung im Unterhautfettgewebe steht außerdem in Beziehung zu einem wichtigen Blutwert, der den Blutzuckergehalt mit anzeigt und auf einen Typ-2-Diabetes hindeuten kann. Böttcher, Leiterin der IFB-Nachwuchsforschungsgruppe "Funktionale Genetik", betont, dass "die natürlichen Prozesse der epigenetischen Genveränderungen durch Methylierung unter anderem auch durch Umweltfaktoren wie Sport oder Ernährung beeinflusst werden." Allerdings sind noch weitere Untersuchungen notwendig, um sich ein vollständiges Bild von diesen Gen-Umwelt-Interaktionen in Zellen zu machen und ihre Bedeutung für Erkrankungen zu verstehen.
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