Syrien-Flüchtlinge: Oxfam fordert verstärkte Aufnahme in reichen Ländern

Kurzfassung: Syrien-Flüchtlinge: Oxfam fordert verstärkte Aufnahme in reichen LändernNach drei Jahren Bürgerkrieg über die Hälfte der Gesamtbevölkerung auf der FluchtOxfam hat westliche und andere reiche Là ...
[Oxfam Deutschland e.V. - 29.08.2014] Syrien-Flüchtlinge: Oxfam fordert verstärkte Aufnahme in reichen Ländern

Nach drei Jahren Bürgerkrieg über die Hälfte der Gesamtbevölkerung auf der Flucht
Oxfam hat westliche und andere reiche Länder aufgefordert, verstärkt syrische Flüchtlinge aufzunehmen. Die Entwicklungsorganisation reagierte damit auf die Überschreitung der Marke von drei Millionen syrischer Flüchtlinge, die nun offiziell beim Hilfswerk UNHCR registriert sind. Neben den 3 Millionen beim UNHCR registrierten Flüchtlingen gibt es über 10 Millionen Binnenvertriebene, damit ist über die Hälfte der syrischen Gesamtbevölkerung auf der Flucht.
Zunehmende Vertreibung, unzureichende Hilfe und die Überlastung der Infrastruktur in den Nachbarländern hätten zu einer wachsenden regionalen Krise geführt, der Oxfam zufolge dringend begegnet werden muss. Nachbarstaaten wie Jordanien, Libanon und die Türkei haben sich bisher ausgesprochen großzügig gezeigt, sind aber auf Dauer überfordert mit der Hauptlast der stetig steigenden Zahl von Flüchtlingen. Die internationale Gemeinschaft muss ihren Teil zur Aufnahme und zum Schutz der Flüchtlinge beitragen, damit die Anrainerstaaten ihre Grenzen für Flüchtlinge geöffnet lassen können.
Andy Baker, Oxfam-Nothilfekoordinator für Syrien, erklärt: "Die Flüchtlingszahlen nehmen zu, die Hilfe erweist sich als unzureichend und die Nachbarländer kommen an die Grenze des Leistbaren. Die Anzahl der Flüchtlinge, die mittlerweile drei Jahren Bürgerkrieg in reichen Ländern Zuflucht gefunden haben, ist schockierend niedrig."
"Die Internationale Gemeinschaft muss ihre Hilfszusagen aufstocken und den besonders stark betroffenen Familien Zuflucht bieten. Die Flüchtlinge, mit denen wir arbeiten, wollen verzweifelt zurück in ihre Heimat, um ihr früheres Leben wieder aufzunehmen - aber dafür ist eine politische Lösung des Konfliktsnötig, und die ist derzeit nicht absehbar."
"Die drei Millionen Flüchtlinge sind nur ein Teil des Problems: Innerhalb Syriens brauchen weitere 10,8 Millionen Menschen Unterstützung. Angriffe auf Zivilisten nehmen zu, Ersparnisse schwinden, Arbeitsmöglichkeiten in den Nachbarländern sind rar. Ohne eine gesicherte Finanzierung der massiv ausgeweiteten Hilfsprogramme und ohne Aufnahmezusagen für die am stärksten betroffenen Flüchtlinge sehen diese Menschen einer sehr düsteren Zukunft entgegen."
Die Flüchtlingshilfe ist dramatisch unterfinanziert, von den 3,74 Milliarden US-Dollar, die das UNHCR als Bedarf nennt, sind bisher nur 1,6 Milliarden durch Zusagen gedeckt. Angesichts mangelnder finanzieller Mittel mussten humanitäre Organisationen bereits Hilfsprogramme kürzen. Oxfam sah sich in Jordanien gezwungen, direkte Hilfszahlungen für 6500 Flüchtlinge auszusetzen.

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