07.05.2014 09:31 Uhr in Wirtschaft & Finanzen von -

Relaxdays erobert den virtuellen Marktplatz

Kurzfassung: (Mynewsdesk) Der 28-jährige Martin Menz aus Halle/Saale betreibt erfolgreich Internethandel. Immer mehr Menschen bevorzugen das entspannte Einkaufen vom heimischen Sofa aus. Der Internethandel boomt. Martin Menz aus Halle ist es gelungen, sein vergleichsweise junges Unternehmen „Relaxdays – einfach glücklich shoppen“ erfolgreich auf dem virtuellen Markt zu platzieren. Der Hallenser „Beschäftigungspakt Jahresringe“ gibt dem Existenzgründer Unterstützung bei dessen ...
[- - 07.05.2014] (Mynewsdesk) Der 28-jährige Martin Menz aus Halle/Saale betreibt erfolgreich Internethandel. Immer mehr Menschen bevorzugen das entspannte Einkaufen vom heimischen Sofa aus. Der Internethandel boomt. Martin Menz aus Halle ist es gelungen, sein vergleichsweise junges Unternehmen „Relaxdays – einfach glücklich shoppen“ erfolgreich auf dem virtuellen Markt zu platzieren. Der Hallenser „Beschäftigungspakt Jahresringe“ gibt dem Existenzgründer Unterstützung bei dessen Personalaufstellung. Der erst 28 Jahre alte Jungunternehmer aus Halle verkauft alles, was Trend ist auf dem Markt der Kleinartikel für Haushalt, Garten und Freizeit. „Relaxdays – einfach glücklich shoppen“ – damit das Firmenversprechen bezüglich des glückvollen Einkaufens auch bei steigender Nachfrage zuverlässig eingelöst werden kann, wuchs seine Firma innerhalb weniger Jahre vom Ein-Mann-Unternehmen auf 70 Mitarbeiter an. Und sie soll weiter wachsen. Relaxdays hat Jobs ausgeschrieben und fordert auf seiner Internetseite ausdrücklich zu Initiativbewerbungen auf. Über die ersten Stellengesuche der Relaxdays GmbH war auch der Kontakt zum Hallenser „Beschäftigungspakt Jahresringe“ zustande gekommen. Der ist 2005 aus der Bundesinitiative „Perspektive 50plus“ hervorgegangen und verfolgt das Ziel, Frauen und Männer, die über 50 Jahre alt und lange Zeit ohne Job sind, neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Gemeinsam mit den Projektpartnern wird ihnen geholfen, wieder Fuß zu fassen in der Arbeitswelt. Ebenso finden Unternehmen Beratung beim Projekt – in der Hinsicht, dass ein gesunder Belegschafts-Mix aus Jung und Alt mit darüber entscheidet, ob das Unternehmen die demografischen Veränderungen und den damit verbundenen Fachkräftemangel gut abfedern kann. (Weitere Informationen finden Sie unter www.jahresringe-halle.de) So lernte Firmengründer Martin Menz vor einigen Jahren Manfred Boide von der Akademie der Euro-Schulen kennen und Elke Weise vom IHK Bildungszentrum in Halle. Beide Einrichtungen sind ein gemeinschaftlicher Partner im „Beschäftigungspakt Jahresringe“ und setzen dessen Vorhaben in der Praxis um. „Zum einen sollen die wertvollen Lebenserfahrung und Kompetenzen, über die man mit mehr als 50 Lebensjahren verfügt, Verwendung finden, zum anderen wollen wir diesen Menschen helfen, vielleicht auch ganz neue Potenziale in sich zu entdecken“, sagt Boide. „Wir öffnen Türen. Hindurchgehen muss jeder selbst.“ Durch eine dieser Türen ist u.a. ein Ingenieur, der viele Jahre arbeitslos war, zu Martin Menz gekommen. Hier konnte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur absolvieren. „Bei der Vermittlung“, sagt Elke Weise vom IHK Bildungszentrum, „gehen wir sorgfältig vor und achten darauf, dass der von uns zu vermittelnde Langzeitarbeitslose zu den Anforderungen des Arbeitsplatzes passt; bzw. wir bereiten ihn in Trainings auf die neuen Aufgaben vor. Schließlich ginge es am Ende immer darum, den Arbeitssuchenden in ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis zu bringen – und zwar auf Dauer, sagt Elke Weise. Darum hätten beide Seiten auch bis zu zehn Tag Zeit, im Berufsalltag zu testen, ob sie zueinander passen. Sowohl von dieser Unterstützung bei der Personalaufstellung als auch von der in Sachsen-Anhalt gut aufgestellten Förderlandschaft, sagt Existenzgründer Martin Menz, würden er und seine Mitarbeiter profitieren. Der Jungunternehmer selbst erweitert gerade sein Business-Englisch. Denn die ca. 4.000 Artikel, die von seiner Internethandelsfirma angeboten werden, kommen unter anderem von Lieferanten aus Großbritannien, Italien, Frankreich und Spanien – dort ist die Verhandlungssprache Englisch. So richtig sprachbegabt sei er eigentlich nicht, meint Menz und dass er eher Freude daran habe, Zahlen und Statistiken zu verstehen. Was ja auch ein Vorteil sei, wenn man die Geschäfte einer Handelsfirma führt. Der Platz an der Spitze seines Unternehmens ist gleichsam sein Studienplatz. Was ihm das BWL-Studium vermittelt hätte, muss er sich hier aus der Praxis heraus erarbeiten. Ein Jahr lang hatte Menz versucht, Studium und Firma parallel zu führen. E-Commerce sei aber ein sehr schnelles Geschäft, in dem man hart am Ball bleiben müsse, so seine Erfahrung. 2007 entschied sich Martin Menz für sein Unternehmen. Das hatte zunächst seinen Sitz im Familienkeller. Am Packtisch stand er selber. Mittlerweise zweimal schon ist die Firma innerhalb von Halle umgezogen – jeweils verbunden mit der Erweiterung von Fläche und Räumlichkeiten. Vor zwei Monaten wurde bei Relaxdays eine Verpackungsanlage aufgestellt. Mit ihrer Hilfe werden täglich 1.500 bis 2.000 der weißen Kartons mit blauem Logo versandfertig gemacht. Diese teure Anschaffung bedeutet aber auch: Dem Firmenchef muss es gelingen, immer mehr online-Kunden mit immer neuen Produkten glücklich zu machen. „Da gilt es, keinen Trend zu verschlafen“, sagt der junge Unternehmer. Darum hat er inzwischen in seinem Stamm von Mitarbeitern auch junge Leute, die sich gut auskennen im Marketing, in der redaktionellen Arbeit, im Beschreiben und Präsentieren der Produkte, auch in der Buchhaltung oder Programmierung. Sie alle knüpfen mit ihm zusammen an einem Netzwerk, das der Firma Halt gibt auf dem heiß umkämpften Online-Markt. Zu 75 Prozent vertreibt Martin Menz seine Produkte in Deutschland. 2013 hat er nach eigenen Angaben 8,5 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Nicht allein diese Erfolgszahlen waren ausschlaggebend für den Gründerpreis 2012, vergeben von der Industrie- und Handelskammer Halle. Als „Unternehmen mit Weitblick“ war „Relaxdays“ 2009 schon vom „Beschäftigungspakt Jahresringe“ ausgezeichnet worden. „Martin Menz gelingt es, eine Belegschaft mit gut gemischter Altersstruktur aufzubauen. Und er strebt bewusst an, sich zu einem Chef mit sozialen Kompetenzen zu entwickeln“, bescheinigt Manfred Boide. „Na ja“, meint Martin Menz, „ich bemühe mich halt, mein Unternehmen so zu führen, dass ich selber gern zu mir zur Arbeit kommen würde.“ (Autorin/Foto: Kathrain Graubaum)BU: Manfred Boide, Mitarbeiter von der Akademie der Euro-Schulen Halle, und Relaxdays-Inhaber Martin Menz (rechts) haben gemeinsame ein Personalkonzept für die Internethandelsfirma entwickelt. Kontakt:Relaxdays GmbHGeschäftsführer Martin MenzBerliner Straße 19106116 Halle (Saale)Tel. 0345/56670911martin.menz@relaxdays.dewww.relaxdays.de
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