27.08.2013 15:56 Uhr in Gesundheit & Wellness und in Gesundheit & Wellness von WEDOpress

Keuchhusten - Von wegen Kinderkrankheit!

Keuchhusten plagt in Deutschland immer mehr Erwachsene
Kurzfassung: Vorsorge-Termine beim Hausarzt sowie Impfungen sollen mögliche Gesundheitsrisiken ausschließen. So betrifft beispielsweise der Keuchhusten schon lange nicht mehr nur Kinder. Das Durchschnittsalter der an Pertussis Erkrankten beträgt 42 Jahre! Daher empfiehlt die STIKO - Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut - seit 2009, dass alle Erwachsenen die Impfung gegen Keuchhusten einmalig auffrischen sollen. Mit dieser Maßnahme soll die Herdenimmunität gegen diese Infektionskrankheit erhöht werden: Je mehr Menschen durch Impfung geschützt sind, desto geringer ist die Ansteckungsgefahr für Ungeimpfte. Das gilt insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder, die erst ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat geimpft werden können und bei denen es durch die Erkrankung zu bedrohlichem Atemstillstand kommen kann.

Zur Auffrischung, dem so genannten Boostern, kommt in der Regel ein Dreifach-Impfstoff zum Einsatz, der neben Keuchhusten auch gleichzeitig gegen Tetanus und Diphtherie schützt. Am besten nimmt man den Impfpass zum nächsten Routinetermin beim Hausarzt mit. Für mehr Informationen lohnt auch ein Surf-Trip im Internet auf die Website www.gesundes-kind.de.
Keuchhusten - Von wegen Kinderkrankheit! Hier fehlt die Keuchhusten-Impfung
[WEDOpress - 27.08.2013] Der eigentlich als Kinderkrankheit bekannte Keuchhusten - medizinisch: Pertussis - betrifft zunehmend Erwachsene. Das Durchschnittsalter der Betroffenen beträgt heute 42 Jahre, im Jahr 1995 lag es - so das Robert Koch-Institut - noch bei 15 Jahren. Verantwortlich für diese Entwicklung ist vor allem der nicht ausreichende Impfschutz.

Dabei zeigt ein Blick auf die Historie der Keuchhusten-Impfung, dass konsequente Impfung und regelmäßige Auffrischungen einen hohen Schutzeffekt haben.

Vor der Einführung der Impfung im Jahr 1955 starben allein jedes Jahr mehr als 20.000 Kinder an einer Keuchhusten-Infektion - heute sterben in unserem Land immer noch ein bis zwei Babys.

Es gab schließlich eine Meldepflicht, die allerdings schon 1963 in Westdeutschland wieder aufgegeben wurde, weil die Erkrankungszahlen dank der Impfung einen hohen Rückgang verzeichneten. Inzwischen hat sich das Blatt aber gewendet: Keuchhusten-Erkrankungen nehmen stetig zu und der Bundestag hat eine erneute Meldepflicht beschlossen, die jedoch noch vom Bundesrat verabschiedet werden muss.

Die Impfstrategie der STIKO - Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut - hat sich in den letzten Jahren Schritt für Schritt der neuen Entwicklung angepasst, nicht zuletzt weil deutlich wurde, dass der Schutz einer Impfung weniger lange anhält als erwartet und dass damit die Auffrischungen nach der Grundimmunisierung (ab dem vollendeten 2. Lebensmonat) in kürzeren Abständen nötig werden. Die erste Auffrischung soll zwischen dem 5. und 6. Lebensjahr erfolgen. Die zweite Auffrischung wird zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr erforderlich. Und schließlich sollen sich - so die STIKO-Empfehlung von 2009 - auch alle Erwachsenen gegen Keuchhusten impfen lassen. Für alle Auffrischungen kommt eine Dreifach-Kombination zum Einsatz, die gleichzeitig auch den wichtigen empfohlenen Schutz gegen Tetanus und Diphtherie beinhaltet und gut verträglich ist.

Die Impfrate im Grundschulalter liegt heute bei rund 90 Prozent. Bei den Erwachsenen ist der Durchimpfungsgrad mit gerade einmal 34,5 Prozent (Bundesgesundheitsblatt 5/6 2013) noch ungenügend. So lässt sich auch erklären, dass acht von zehn an Keuchhusten Erkrankte älter als 18 Jahre sind.

Betroffene sind jedoch für nicht geimpfte Säuglinge und Kleinkinder ein hohes Risiko, denn bei ihnen kann eine Pertussis-Infektion zu lebensbedrohlichem Atemstillstand führen. Bei Erwachsenen aber fehlen die typischen Keuchhusten-Symptome und so wird meist nur
eine Bronchitis oder ein hartnäckiger Husten diagnostiziert. Sie kommen vergleichsweise glimpflich davon, weil bei ihnen die Erkrankung meist milder verläuft. Allerdings wird die Pertussis auch bei ihnen von einer ganzen Reihe unangenehmer und belastender Symptome und Beschwerden begleitet: heftige Hustenattacken, Atemaussetzer, aber auch Gewichtsverlust, Erbrechen bis hin zu Schlafstörungen oder gar Rippenbrüchen und Blaseninkontinenz. Mittelohr- und Lungenentzündungen werden als Komplikationen und Folge von Keuchhusten ebenfalls beschrieben.

Keuchhusten ist hoch ansteckend. 70 bis 80 Prozent derer, die mit dem Bakterium Bordetella pertussis - so der Name des Erregers - in Kontakt kommen, erkranken auch. Feine Tröpfchen werden beim Sprechen, Niesen und Husten von Mensch zu Mensch übertragen. Die Erreger nisten sich in den Schleimhäuten der Atemwege ein. Dort vermehren sie sich und setzen das Pertussis-Toxin frei. Dieses "Keuchhusten-Gift" schädigt umliegendes Gewebe und setzt die körpereigene Abwehr schachmatt.

Und: Keuchhusten kann sich sehr gut tarnen und kommt anfangs ähnlich harmlos daher wie eine Erkältung - mit leichtem Husten, Niesen und Heiserkeit. Gerade in dieser Zeit aber ist er besonders ansteckend. Für ungeimpfte Babys kann das fatale Folgen haben, denn sie haben keinen - wie bei einigen anderen Infektionskrankheiten - Nestschutz gegen Keuchhusten, d.h. sie nehmen weder im Mutterleib noch mit der Muttermilch schützende Antikörper auf.

Um in jedem Alter dem Keuchhusten zu entgehen und gleichzeitig auch andere vor Ansteckung zu schützen, ist die Impfung der wirksamste Schutz. Je mehr Menschen geimpft sind, desto höher ist die Herdenimmunität, der Schutz aller.

Ausführliche Informationen über Keuchhusten sowie die aktuellen Impfkalender für Kinder und Erwachsene gibt es im Internet unter www.gesundes-kind.de oder www.kinderaerzte-im-netz.de.

Die Website www.gesundes-kind.de bietet außerdem den praktischen "Vergissmeinnicht-Service". Einmal eingerichtet erinnert er rechtzeitig an alle wichtigen Impftermine der ganzen Familie per SMS aufs Handy oder per Mail auf den Computer. Sogar fürs iPhone gibt es eine App zum Download auf der Startseite.
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