Tag des Versuchstiers – Täglich sterben fast 8000 Tiere in deutschen Laboren

Kurzfassung: Tag des Versuchstiers - Täglich sterben fast 8000 Tiere in deutschen LaborenAnlässlich des morgigen Internationalen Tags des Versuchstiers (24.4.) erinnert der Deutsche Tierschutzbund an das Tierlei ...
[Deutscher Tierschutzbund - 23.04.2013] Tag des Versuchstiers - Täglich sterben fast 8000 Tiere in deutschen Laboren

Anlässlich des morgigen Internationalen Tags des Versuchstiers (24.4.) erinnert der Deutsche Tierschutzbund an das Tierleid in vielen deutschen Forschungseinrichtungen. Fast drei Millionen Versuchstiere werden jährlich verbraucht, Tendenz steigend. Trotz vieler Lippenbekenntnisse aus der Politik, Tierversuche eindämmen zu wollen, bleiben seit Jahren konkrete Maßnahmen aus. Selbst die Novellierung des Tierschutzgesetzes wurde nicht genutzt, um ein deutliches Zeichen für eine Forschung ohne Tierversuche zu setzen. Am vergangen Samstag demonstrierten deswegen mehrere tausend Menschen in Berlin gegen Tierversuche und für Alternativmethoden. Das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin, das sind der Tierschutzverein für Berlin und die Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg, hatte gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund zur Demo aufgerufen.
"Seit 11 Jahren haben wir das Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz. Und doch werden unsere Mitgeschöpfe weiterhin hemmungslos in Versuchen eingesetzt - immer wieder knickt die Bundesregierung vor der Forschungs- und Wissenschaftslobby ein, wird eine Forschung ohne Tierleid blockiert", kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, insbesondere die Bundesregierung. Beispielhaft ist die nationale Umsetzung der EU-Tierversuchsrichtlinie. Hier hatte die Bundesregierung bisher nicht das geringste Interesse, vorhandene Spielräume zu nutzen, um den Tierschutz zu verbessern.
Dabei gibt es längst fortschrittliche Forschungsmodelle wie Zellkulturen, Organkulturen oder auch Computermodelle. "Es muss endlich Schluss damit sein, Mäuse, Ratten, Kaninchen, Hamster, Meerschweine oder Fische gezielt krank zu machen. Oder Affen tagein, tagaus jahrelang zu traktieren", so Schröder weiter. Dies alles geschieht im Namen der medizinischen Wissenschaft. Ergebnisse dieser überholten Methoden lassen sich aber nur begrenzt auf den Menschen übertragen, wie Studien immer wieder belegen. Seit vielen Jahren fordert der Deutsche Tierschutzbund von der Bundesregierung, dass sie konkrete Maßgaben für eine Strategie zum Ausstieg aus den Tierversuchen formuliert und in die Tat umsetzt. Auch bei der bevorstehenden Bundestagswahl wollen wir von den Parteien nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern endlich auch eine bindende Verpflichtung für eine Forschung ohne Tierversuche formuliert sehen.

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Der Deutsche Tierschutzbund wurde im Jahre 1881 als Dachorganisation der Tierschutzvereine und Tierheime in Deutschland gegründet, um dem Missbrauch von Tieren wirksamer entgegentreten zu können. Heute sind ihm 16 Landesverbände und über 700 örtliche Tierschutzvereine mit mehr als 500 vereinseigenen Tierheimen und mehr als 800.000 Mitgliedern aus allen Teilen der Bundesrepublik angeschlossen. Damit ist der Deutsche Tierschutzbund Europas größte Tier- und Naturschutzdachorganisation.Als Dachorganisation erhält der Deutsche Tierschutzbund von den ihm angeschlossenen Vereinen einen Mitgliedsbeitrag. Dieser beträgt für Tierschutzvereine und korporative Mitglieder für je angefangene 100 Mitglieder bzw. je angefangene 1.000 Mitglieder € 55,00. Der Betrag ist so gering, weil die meisten Tierschutzvereine für ihre eigene Tierschutzarbeit und vor allem für vorübergehende Unterbringung und Versorgung in Not geratener Tiere, im vereinseigenen Tierheim oder privat, selbst dringend Geld brauchen. Der Deutsche Tierschutzbund ist daher keineswegs so finanzstark, wie mancher aufgrund der großen Mitgliederzahl vermutet. Für unseren Jahreshaushalt für Kampagnen und Öffentlichkeitsarbeit, die Mitarbeit in Gremien und für den Informations- und Beratungsservice benötigen wir daher dringend die Unterstützung von fördernden Mitgliedern und von tierliebenden Menschen, die den Deutschen Tierschutzbund in ihrem Testament bedenken. Jede Spende hilft uns bei unserem Einsatz für die Tiere. Angesichts der Milliarden, die die Industriezweige für Kampagnen und Werbung ausgeben, die Tiere für ihre Interessen - also für das Geschäft - ge- und missbrauchen, wünschen wir uns in Zukunft mehr finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben. Unsere fördernden Mitglieder helfen uns den Tieren zu helfen. Um gegen die Übermacht der Tiernutzer ein Gegengewicht zu schaffen, ist nicht nur Geld erforderlich. Jede Stimme, die sich für die Tiere erhebt, trägt dazu bei zu erreichen, dass Tieren in unserer Obhut endlich ein tiergerechtes Leben ohne Leiden gewährt wird.
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