Die Formel lautet: erst Strategie dann Taktik

KBV-Verterterversammlung - Wir haben viel getan und erreicht dieses Jahr. Was jedoch fehlt, ist eine erkennbare Gesamtstrategie, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler, heute in Berlin vor den
Kurzfassung: (ddp direct) Berlin, 7. Dezember 2012 - Die KBV habe durchaus eine Agenda. Auch die Kassenärztlichen Vereinigungen habe ihre. Die Frage ist, ob wir es schaffen und ob es gewünscht ist! daraus eine Gesamtstrategie zu entwickeln, führte er aus.

Von übergeordneter strategischer Bedeutung sei die Diskussion über die Sicherstellung. Alle anderen Punkte, sei es der Anspruch einer übergreifenden Interessenvertretung oder die Frage nach dem Verhältnis von Kollektiv- und Selektivvertrag, ...
[Kassenärztliche Bundesvereinigung - 07.12.2012] (ddp direct) Berlin, 7. Dezember 2012 - Die KBV habe durchaus eine Agenda. Auch die Kassenärztlichen Vereinigungen habe ihre. Die Frage ist, ob wir es schaffen und ob es gewünscht ist! daraus eine Gesamtstrategie zu entwickeln, führte er aus.

Von übergeordneter strategischer Bedeutung sei die Diskussion über die Sicherstellung. Alle anderen Punkte, sei es der Anspruch einer übergreifenden Interessenvertretung oder die Frage nach dem Verhältnis von Kollektiv- und Selektivvertrag, hängen davon ab. Mit dem Sicherstellungsauftrag stellen wir auch das KV-System selbst in seiner heutigen Form zur Diskussion, sagte Köhler.

Die KBV hat mit dem Meinungsforschungsinstitut infas allen 153.000 Vertragsärzten und -psychotherapeuten einen Fragebogen dazu geschickt, unter welchen Bedingungen sie den Sicherstellungsauftrag noch übernehmen können. Seit dem Start Mitte November beteiligten sich bislang bereits über 50.000 Niedergelassene. Als Tendenz zeichnet sich ab, dass die überwiegende Mehrheit die von der VV formulierten Bedingungen für die weitere Übernahme des Sicherstellungsauftrages befürwortet. Als besonders wichtig erachten die Befragten feste und kostendeckende Preise sowie die therapeutische und diagnostische Freiheit, sagte Köhler. Die Befragung läuft noch bis Weihnachten.

Die Abschaffung der Praxisgebühr lobte Köhler als Etappensieg in Sachen Bürokratieabbau. Die KVen, die dies mit Unterschriftensammlungen in den Praxen unterstützt haben, haben in kurzer Zeit mit 1,6 Millionen Unterschriften ein beeindruckendes Ergebnis erzielt. Das Wissen, dass die Ärzteschaft diesen Schritt unterstützt, hat den Befürwortern in der Politik sehr geholfen, das Ende der Praxisgebühr doch noch durchzusetzen, so Köhler.

Köhler kündigte an, das sichere Netz der KVen auszubauen. Entgegen jüngster Äußerungen der Telekom gebe es bereits einen sicheren Online-Austausch von Daten im Gesundheitswesen. Das KV-System bietet alles, was für eine die elektronische ärztliche Kommunikation nötig ist. Unser Sicherheitskonzept bietet sowohl Schutz für die Praxis-EDV als auch für die Übertragung von Daten und wird permanent weiterentwickelt, sagte Köhler.


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