28.11.2012 12:48 Uhr in Energie & Umwelt von WWF - World Wide Fund For Nature
Die Kettensägen wüten weiter
Kurzfassung: Die Kettensägen wüten weiterWWF: Keine Entwarnung für AmazonasregenwaldBerlin, 28.12.2012: Anlässlich der am Dienstag in Brasilien vorgestellten aktuellen Entwaldungszahlen für den Amazonas macht ...
[WWF - World Wide Fund For Nature - 28.11.2012] Die Kettensägen wüten weiter
WWF: Keine Entwarnung für Amazonasregenwald
Berlin, 28.12.2012: Anlässlich der am Dienstag in Brasilien vorgestellten aktuellen Entwaldungszahlen für den Amazonas macht der WWF auf die anhaltende Zerstörung des größten Regenwaldgebietes der Erde aufmerksam. Von August 2011 bis Juli dieses Jahres gingen 4656 Quadratkilometer verloren, was in etwa der doppelten Größe des Saarlandes entspricht. Das bedeutet eine Abnahme um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Umweltschützer kritisieren die brasilianische Regierung, die den Rückgang der Einschläge als Erfolg verbucht: "Die neuen Zahlen sind kein Grund zum Aufatmen. Die Kettensägen wüten weiter. Auch wenn das Tempo der Waldzerstörung nicht weiter zunimmt, ist es traurig, wenn man das schon als Erfolg werten muss", sagt Roberto Maldonado, Lateinamerika-Referent beim WWF Deutschland.
Stattdessen warnt der WWF vor der zunehmenden Bedrohung des Amazonas. "Der weiter wachsende Hunger nach billigem Rindfleisch ist eine große Gefahr für die Region. Die industrielle Viehzucht frisst sich immer tiefer in den brasilianischen Wald hinein", so Roberto Maldonado. Einen Dammbruch befürchtet der WWF an dieser Stelle durch ein gerade im brasilianischen Parlament behandeltes Waldgesetz. Das Gesetzesvorhaben weiche den Waldschutz in Brasilien massiv auf und diene allein der Agrarwirtschaft. Sie würde unter anderem von der Verpflichtung befreit, Millionen Hektar illegal abgeholzten Wald wieder aufzuforsten. Insgesamt stehe eine Regenwaldfläche auf dem Spiel, die die Größe der Bundesrepublik Deutschland überrage. Neben katastrophalen Folgen für den Artenschutz würde das Weltklima um viele Milliarden Tonnen Kohlendioxid belastet, was die Bemühungen im Klimaschutz im um Jahre zurückwerfen würde.
Weitere Informationen:
Immo Fischer, Pressestelle WWF, Tel.: 030-311 777 427, immo.fischer@wwf.de
Roberto Maldonado, Lateinamerika-Referent WWF, Tel.: 0151-188 54982, roberto.maldonado@wwf.de
WWF: Keine Entwarnung für Amazonasregenwald
Berlin, 28.12.2012: Anlässlich der am Dienstag in Brasilien vorgestellten aktuellen Entwaldungszahlen für den Amazonas macht der WWF auf die anhaltende Zerstörung des größten Regenwaldgebietes der Erde aufmerksam. Von August 2011 bis Juli dieses Jahres gingen 4656 Quadratkilometer verloren, was in etwa der doppelten Größe des Saarlandes entspricht. Das bedeutet eine Abnahme um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Umweltschützer kritisieren die brasilianische Regierung, die den Rückgang der Einschläge als Erfolg verbucht: "Die neuen Zahlen sind kein Grund zum Aufatmen. Die Kettensägen wüten weiter. Auch wenn das Tempo der Waldzerstörung nicht weiter zunimmt, ist es traurig, wenn man das schon als Erfolg werten muss", sagt Roberto Maldonado, Lateinamerika-Referent beim WWF Deutschland.
Stattdessen warnt der WWF vor der zunehmenden Bedrohung des Amazonas. "Der weiter wachsende Hunger nach billigem Rindfleisch ist eine große Gefahr für die Region. Die industrielle Viehzucht frisst sich immer tiefer in den brasilianischen Wald hinein", so Roberto Maldonado. Einen Dammbruch befürchtet der WWF an dieser Stelle durch ein gerade im brasilianischen Parlament behandeltes Waldgesetz. Das Gesetzesvorhaben weiche den Waldschutz in Brasilien massiv auf und diene allein der Agrarwirtschaft. Sie würde unter anderem von der Verpflichtung befreit, Millionen Hektar illegal abgeholzten Wald wieder aufzuforsten. Insgesamt stehe eine Regenwaldfläche auf dem Spiel, die die Größe der Bundesrepublik Deutschland überrage. Neben katastrophalen Folgen für den Artenschutz würde das Weltklima um viele Milliarden Tonnen Kohlendioxid belastet, was die Bemühungen im Klimaschutz im um Jahre zurückwerfen würde.
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Immo Fischer, Pressestelle WWF, Tel.: 030-311 777 427, immo.fischer@wwf.de
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Der World Wide Fund for Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt und konzentriert seine Arbeit auf drei Großlebensräume: Meere & Küsten, Binnenland-Feuchtgebiete und Wälder. Er wurde 1961 (damals als World Wildlife Fund) in der Schweiz gegründet und verfügt über ein globales Netzwerk von 26 nationalen und fünf assoziierten Organisationen sowie 22 Programmbüros. Weltweit unterstützen ihn rund fünf Millionen Förderer. Der WWF handelt im Auftrag der Natur nach dem Prinzip Naturschutz für und mit Menschen. Die Umweltstiftung WWF Deutschland wurde 1963 als gemeinnützige, unabhängige und überparteiliche Stiftung gegründet. Naturschutz war damals für viele noch ein Fremdwort. Heute ist die Umweltstiftung mit 284.000 Förderern (Stand 2004) eine der größten privaten Non-Profit-Organisationen des Landes.Die meisten Projekte des WWF Deutschland –seit 1963 waren es über 2.100 – sind erfolgreich verlaufen. Im Jahr 2004 war der WWF Deutschland in 48 internationalen und 30 nationalen Naturschutzprojekten aktiv – von der Bewahrung der Tropenwälder in Indonesien und Zentralafrika über den Schutz der mittleren Elbe bis zur politischen Lobbyarbeit in Berlin und Brüssel. 19,3 Millionen Euro flossen 2004 in die Naturschutzarbeit.
