Auch leise Musik erhöht das Unfallrisiko im Straßenverkehr

Kurzfassung: Auch leise Musik erhöht das Unfallrisiko im StraßenverkehrMDR-Umschau präsentiert neue Studie:Leipzig (mdr) - Nicht nur sehr laute Kopfhörermusik, sondern Beschallung bereits in Gesprächslautstä ...
[Mitteldeutscher Rundfunk (MDR) - 20.08.2012] Auch leise Musik erhöht das Unfallrisiko im Straßenverkehr
MDR-Umschau präsentiert neue Studie:

Leipzig (mdr) - Nicht nur sehr laute Kopfhörermusik, sondern Beschallung bereits in Gesprächslautstärke schränkt die Wahrnehmung bei Fußgängern und Radfahrern erheblich ein. So werden sie bereits mit leisen Tönen auf den Ohren zum Unfallrisiko im Straßenverkehr. Das berichtet das MDR-Magazin in seiner aktuellen Ausgabe unter Bezug auf eine noch nicht veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG).
Die Wahrnehmungseinschränkung haben die Forscher mit der Reaktionszeit auf Straßenverkehrsgeräusche gemessen. Je größer die Reaktionszeit ist, desto größer die Wahrnehmungseinschränkung. Als die Testpersonen mit Kopfhörermusik nur in Gesprächslautstärke abgelenkt wurden, hat sich die Reaktionszeit bereits um ein Fünftel erhöht. "Das Problem liegt nicht nur in der Lautstärke, sondern auch die Ablenkung durch die Verarbeitung des Gehörten", sagt Dr. Hiltraut Paridon. Unter ihrer Leitung wurde die Studie durchgeführt. Dabei wurden je 20 Männer und Frauen im Durchschnittsalter von 28 Jahren getestet.
Bei der Studie gab es drei Versuchsreihen. In einer trugen die Testpersonen keine Kopfhörer. In einem Raum wurden ihnen Verkehrsgeräusche in Lautstärken zwischen 58 und 84 dB vorgespielt. Darauf sollten sie mit dem Betätigen einer Taste reagieren. In einer anderen Runde wurde ihnen über Kopfhörer leise Musik unterhalb einer Gesprächslautstärke von ca. 60 dB vorgespielt. Die Reaktionszeit erhöhte sich von durchschnittlich 1,98 auf 2,32 Sekunden. In einer weiteren Runde wurde die Lautstärke auf ungefähr 70 dB erhöht. Das ist genauso laut wie ein mit 50 km/h vorbeifahrender PKW. Im Vergleich zur Messung ohne Köpfhörer erhöhte sich die Reaktionszeit um fast 50 Prozent auf 2,85 Sekunden. In fast zwei Prozent der Fälle wurden in dieser Runde die Verkehrsgeräusche überhaupt nicht mehr wahrgenommen.
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