03.10.2011 10:00 Uhr in Hobby & Unterhaltung von uschivogg_PR

1. Deutscher Patientenkongress Depression in Leipzig

Depression darf kein Tabuthema bleiben
Kurzfassung: (ddp direct) Leipzig, 3. Oktober 2011 Unter der Schirmherrschaft und Moderation von Entertainer und Schauspieler Harald Schmidt ging am 2. Oktober der 1. Deutsche Patientenkongress Depression im Gewandhaus zu Leipzig über die Bühne. Die rund 1.000 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet, geben den Veranstaltern, der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und der Deutschen DepressionsLiga Recht: Depression darf kein Tabuthema bleiben. Betroffene, Angehörige und Fachleute sind sich darin einig, ...
[uschivogg_PR - 03.10.2011] (ddp direct) Leipzig, 3. Oktober 2011 Unter der Schirmherrschaft und Moderation von Entertainer und Schauspieler Harald Schmidt ging am 2. Oktober der 1. Deutsche Patientenkongress Depression im Gewandhaus zu Leipzig über die Bühne. Die rund 1.000 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet, geben den Veranstaltern, der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und der Deutschen DepressionsLiga Recht: Depression darf kein Tabuthema bleiben. Betroffene, Angehörige und Fachleute sind sich darin einig, dass der Kongress die richtige und notwendige Plattform zum Austausch und zur Information über den Umgang mit der Erkrankung bot. Harald Schmidt führte durch den abwechslungsreichen Tag mit Vorträgen, einer Podiumsdiskussion und Workshops.

Depression hat viele Seiten
Die Referenten Thomas Müller-Rörich, Eva Straub, Prof. Dr. Ulrich Hegerl, John P. Kummer, Dr. Nico Niedermeier und Prof. Dr. Dr. Helmut Remschmidt beschrieben in ihren sechs Vorträgen die Probleme und vielfältigen Möglichkeiten im Umgang mit Depression sowie Wege und Chancen für ein gesundes Leben. Jeweils aus ihren individuellen Blickwinkeln aus Sicht des Betroffenen, des Angehörigen oder aus der medizinisch-wissenschaftlichen Richtung. Das Ergebnis: Handlungsanleitungen für Wege aus der Depression, Tipps zum Umgang mit depressiv Erkrankten im Alltag und im Berufsleben sowie Einblicke in die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten. Erstmals gibt es mit dem Patientenkongress eine Plattform, auf der Fachleute und Patienten zu Wort kommen. Als Betroffenenorganisation freuen wir uns darüber sehr, erläutert Thomas Müller-Rörich, 1. Vorsitzender der Deutschen DepressionsLiga. Unser erster Patientenkongress Depression war mit rund 1.000 Teilnehmern ein sehr großer Erfolg und soll als feste Größe in der Versorgungslandschaft etabliert werden, freut sich Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Wir sind sehr froh und dankbar, unseren Schirmherrn Harald Schmidt auch als Moderator für diese Veranstaltung gewonnen zu haben. Das hilft der Erkrankung Depression, die Aufmerksamkeit zu bekommen, die sie verdient.

Im Rahmen des Kongresses nahmen die Veranstalter auch zwei Ehrungen vor: Den mit 10.000 Euro dotierten Carlsson Wedemeyer-Förderpreis verlieh Privatdozentin Dr. Christine Rummel-Kluge als Geschäftsführerin der Stiftung Deutsche Depressionshilfe an das interdisziplinäre Forscherteam Prof. Dr. Thomas Hillecke, Prof. Dr. Franz Resch und Julian Koenig (von der Universität Heidelberg und der SRH Hochschule Heidelberg). Ebenso freuten sich die Gewinner des Fotowettbewerbs Wege aus der Depression Katrin Meinhardt aus Hamburg, Heike Meier aus Halberstadt und Maike Michelis aus Duisburg über ihre Auszeichnung.

Gute Behandlungschancen nutzen
Die Depression ist mit rund vier Millionen Betroffenen in Deutschland eine Volkskrankheit. Das kann nicht nur am schlechten Fernsehprogramm liegen, meinte Harald Schmidt. Als leise Erkrankung ohne Lobby ist die Depression allerdings in ihrer Häufigkeit und ihrer Lebensbeeinträchtigung für Patienten und Angehörige in der Öffentlichkeit nur unzulänglich bekannt. Deshalb engagiert sich der Schauspieler und Entertainer seit 2008 für depressiv Erkrankte und fördert damit den offenen, selbstbewussten Umgang mit der Erkrankung. Diese kann an sich gut therapiert werden. Mit wirksamen psychotherapeutischen Verfahren und Medikamenten erzielen wir in der Regel sehr gute Behandlungserfolge, erklärt Prof. Dr. Ulrich Hegerl. Voraussetzung dafür ist, dass die Erkrankung richtig diagnostiziert wird. Von den depressiv Erkrankten erhalten nur zehn Prozent die optimale Versorgung. Die Gründe dafür reichen von mangelndem Wissen in der Bevölkerung, Angst und Scham vor Stigmatisierung bei den Betroffenen bis zu diagnostischen und therapeutischen Defiziten in der Versorgung, ergänzt Privatdozentin Dr. Christine Rummel-Kluge.

Alle Pressemitteilungen zum 1. Deutschen Patientenkongress Depression, die Abstracts der Vorträge, die Zusammenfassungen der Workshops sowie Bildmaterial stehen auf www.deutsche-depressionshilfe.de zum Download zur Verfügung.


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Depression erforschen Betroffenen helfen Wissen weitergeben
Zentrales Ziel der Stiftung Deutsche Depressionshilfe (Nachfolge des Kompetenznetzes Depression, Suizidalität seit 2010) ist die Verbesserung der Situation depressiv erkrankter Menschen. So werden unter dem Dach der Stiftung die Aktivitäten des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kompetenznetzes Depression, Suizidalität und des Deutschen Bündnisses gegen Depression e.V. gebündelt und weiterentwickelt. Die Stiftung will Forschung anstoßen und den Betroffenen schnell und kompetent zu einer optimalen Behandlung sowie mehr Akzeptanz in der Gesellschaft verhelfen. Hierzu gehören insbesondere die Förderung und Initiierung neuer Bündnisse gegen Depression, eine intensive Öffentlichkeitsarbeit zu der Krankheit Depression, die Durchführung von Forschungsprojekten zu Ursachen und Behandlung depressiv Erkrankter sowie die Weiterbildung von Ärzten und medizinischem Fachpersonal. Darüber hinaus strebt die Deutsche Depressionshilfe nationale und internationale Partnerschaften an, die zur Erfüllung des Stiftungsziels beitragen. Um eine notwendige Vielfalt an Aktivitäten zu gewährleisten und langfristig zu sichern, ist die Stiftung auf Zustiftungen und Spenden angewiesen. Zur Sicherung des Fortbestands der Forschungs- und Aufklärungsaktivitäten des Kompetenznetzes Depression, Suizidalität, hat die Stiftung nach Auslaufen der BMBF-Förderung im Jahr 2010 die Nachfolge des Kompetenznetzes angetreten.
uschivogg_PR, Frau Martina Dick
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