08.07.2015 09:15 Uhr in Kultur & Kunst und in Medien & Presse von Luigi Toscano Production

Gegen das Vergessen - Foto-Installation in Mannheim erinnert im öffentlichen Raum an die Opfer des Nationalsozialismus

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Kurzfassung: .
Gegen das Vergessen - Foto-Installation in Mannheim erinnert im öffentlichen Raum an die Opfer des Nationalsozialismus Gegen das Vergessen, Luigi Toscano
[Luigi Toscano Production - 08.07.2015] -- /via JETZT-PR/ --

+ Ausstellungsstart: 16.09.2015, Alte Feuerwache Mannheim
+ Mannheimer Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano portraitierte 200 KZ-Überlebende

Am 16.09.2015 eröffnet an der Alten Feuerwache Mannheim die Foto-Installation "Gegen das Vergessen" des Mannheimer Fotografen und Filmemachers Luigi Toscano. Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager werden dazu 70 der insgesamt rund 200 Portraits von KZ-Überlebender an der Gebäudefassade angebracht. Die Fenster der Alten Feuerwache dienen den großformatigen Fotografien dabei als Rahmen. Das Projekt entstand unter anderem mit Unterstützung der Baden-Württemberg Stiftung und dem Kulturamt Mannheim, Aktion Sühnezeichen und dem United State Holocaust Museum in Washington D.C. Zur Eröffnung werden Schirmherr Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Protagonisten der Ausstellung zu den Gästen sprechen. Filmische Einblicke und weitere Informationen unter: http://www.gdv-2015.de

"Gegen das Vergessen" macht augenscheinlich bewusst, dass das NS-Menschheitsverbrechen erst vor 70 Jahren endete und die Opfer weiterhin leben, wirken und berichten. »Die Ausstellung ermöglicht durch die Portraits eine direkte Begegnung von überlebenden KZ-Opfern und Passanten im Alltag«, sagt Luigi Toscano. »Sinn der unübersehbaren Installation ist es, die unbegreifliche Unmenschlichkeit des Völkermords durch Personifizierung zu vergegenwärtigen - gleichzeitig ist sie eine stille Aufforderung geschlossen gegen Antisemitismus und Rassismus vorzugehen.« Durch die Fülle der großformatigen Portraits entsteht eine Aufmerksamkeit, deren Wirkung sich Betrachter nicht entziehen können. Es bleibt dennoch eine leise und stille Begegnung, die es jedem ermöglicht, einen individuellen Bezug zur Historie und den jeweiligen Lebensschicksalen herzustellen.

Luigi Toscano hat für sein Projekt weltweit rund 200 Überlebende der Vernichtungs- und Arbeitslager portraitiert - eine in dieser Form einzigartige künstlerische Dokumentation menschlicher Schicksale. Seine Arbeit führte ihn in die Ukraine, nach Russland, Israel und Amerika - auch zu dem damals 14-jährigen Polen Andrej Koczak Branecki. Seine Deportation zwang ihn in das Außenlager des KZ Natzweiler, danach folgten Verlegungen nach Buchenwald und Flossenbürg und ein zweiter Todesmarsch in das KZ Dachau. Am 29. April 1945 wurde er von amerikanischen Truppen befreit. Seine Häftlingsnummer ist nach eigenem Bekunden Brandmal seiner Qualen und Ängste. Bis heute.

Schirmherr des Projektes ist der Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. Er sagt: »Herr Toscano hat seine Visionen und Geschichten bereits in mehreren deutschen Städten erfolgreich präsentiert (...). Neben der Stadt Mannheim wird dieses Projekt offiziell vom hiesigen Stadtarchiv unterstützt.« Stefanie Horn, geschäftsführender Vorstand Yashar - Stiftung für deutsch-israelische Perspektiven und Leiterin der deutschen Abteilung des Leo Baeck Zentrums Haifa, beschreibt die sensible Gratwanderung so: »Er hat als Fotograf den Mut gefasst, sich dem Thema der Shoah auf künstlerische Weise zu nähern. Er schafft es, Passanten durch seine ausdrucksstarken Porträts zu fesseln, und bringt sie dazu, Fragen zur Geschichte der abgebildeten Menschen zu stellen.«

"Gegen das Vergessen" ist ab dem 16.09.2015 für sechs Wochen an der Alten Feuerwache Mannheim zu sehen. Danach ist eine Wanderausstellung in weitere Länder geplant. Angedacht ist ebenfalls ein umfassender Bildband mit weiteren Details zu den rund 200 portraitierten Protagonisten wie auch ein Dokumentarfilm basierend auf dem begleitenden Video-Material.

Mit der Portrait-Installation "Heimat Asyl" sorgte Luigi Toscano bereits im Jahr 2014 in Mannheim für eine öffentliche Auseinandersetzung und eine über die Stadtgrenzen reichende Diskussion zum Thema Integration von Flüchtlingen.

Video-Dokumentation:
_Sequenzen Reise/Interview/Shootings Israel: https://m.youtube.com/watch?v=mCZfFEBSC8M
_Sequenzen Reise/Interview/Shootings Ukraine: https://m.youtube.com/watch?v=Sja7MAKmF9E

Hochauflösende Bilder bitte anfordern unter: mail@luigi-toscano-production.de
Weitere Informationen
Luigi Toscano Production
Der Künstler, Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano ist Sohn italienischer Gastarbeiter und erlebte seine Umwelt so aus unterschiedlichen Perspektiven. Zu seinen Ausstellungen zählen z.B. »Colorblind« und die Serie »72 Stunden«, für die er unter anderem nach New York, Shanghai und Teheran reiste. Mit seiner Portrait-Installation "Heimat Asyl" sorgte Luigi Toscano im Jahr 2014 für eine sozialkritische, öffentliche Auseinandersetzung zum Thema Flüchtlinge.
Luigi Toscano Production, Herr Luigi Toscano
Mittelstraße 41, 68169 Mannheim, Deutschland
Tel.: +49-(0) 179 58 79 714; http://www.gdv-2015.de
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