James P. Allison und Carl H. June erhalten Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2015

Kurzfassung: James P. Allison und Carl H. June erhalten Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2015 Frankfurt am Main. James P. Allison und Carl H. June haben Krebs für das Immunsystem sichtbar gemacht. Jame ...
[Goethe-Universität Frankfurt am Main - 29.01.2015] James P. Allison und Carl H. June erhalten Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2015
Frankfurt am Main. James P. Allison und Carl H. June haben Krebs für das Immunsystem sichtbar gemacht. James Allison, Biologe und Professor für Immunologie am "The University of Texas MD Anderson Cancer Center" in Houston, ist Pionier der Checkpoint-Hemmung zur Behandlung fortgeschrittener Melanome. Carl June hat die CART-19-Therapie gegen Leukämie entwickelt. Er ist Arzt und Professor für Immuntherapie an der "Perelman School of Medicine an der Universität Pennsylvania" in Philadelphia.
Bei der Checkpoint-Hemmung sorgt ein therapeutischer Antikörper dafür, dass die T-Zellen des Immunsystems länger aktiv bleiben und nicht mehr von ihren eigenen Kontrollproteinen ausgebremst werden. Normalerweise wird eine Immunreaktion schnell wieder abgeschwächt, damit keine Kollateralschäden entstehen. Die Checkpoint-Hemmung unterbindet diese Bremswirkung. Bei der CART-19-Therapie bekommen die T-Zellen ein zusätzliches Eiweiß mit auf den Weg, das sie direkt zu den Leukämiezellen führt. Dieses Eiweiß ist wie ein molekularer Spürhund für bestimmte Tumorzellen. Der Angriff der T-Zellen wird dadurch präzise. Beide Strategien werden schon klinisch eingesetzt. Für die Checkpoint-Hemmung gibt es bereits zugelassene Medikamente, eines davon auch in Deutschland. Die CART-19-Therapie wird in klinischen Studien erprobt. Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis ist eine der international angesehensten Auszeichnungen, die in der Bundesrepublik auf dem Gebiet der Medizin vergeben werden.
Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter Nachwuchspreis geht in diesem Jahr an Raja Atreya, Juniorprofessor und Oberarzt in der Medizinischen Klinik 1 des Universitätsklinikums Erlangen. Atreya erhält die Auszeichnung für ein neuartiges Diagnostikum, mit dem sich vorhersagen lässt, ob Patienten mit Morbus Crohn von einer Therapie mit einem TNF-?-Antagonisten profitieren werden. Dieses Diagnostikum bietet die Möglichkeit, die Behandlung dieser schwerwiegenden Erkrankung besser zu individualisieren.
Fotos der Preisträger sind unter www.paul-ehrlich-stiftung.de zur Verwendung hinterlegt.
Die Preisträger werden sich bei einer Pressekonferenz am 14. März 2015 um 13 Uhr im Casino des Campus Westend der Goethe-Universität in Frankfurt vorstellen. Dazu werden wir noch gesondert einladen. Professor Dr. Harald zur Hausen wird die Preise um 17 Uhr in der Frankfurter Paulskirche verleihen. Er ist Vorsitzender des Stiftungsrates der Paul Ehrlich-Stiftung. Wir bitten Sie, die Veranstaltungen bei Ihrer Terminplanung zu berücksichtigen. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis wird traditionell an Paul Ehrlichs Geburtstag, dem 14. März, in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Mit ihm werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geehrt, die sich auf dem von Paul Ehrlich vertretenen Forschungsgebiet besondere Verdienste erworben haben, insbesondere in der Immunologie, der Krebsforschung, der Hämatologie, der Mikrobiologie und der Chemotherapie. Finanziert wird der seit 1952 verliehene Preis vom Bundesgesundheitsministerium, dem Stiftungsfonds Deutsche Bank im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V., dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. und durch zweckgebundene Spenden von Unternehmen. Die Preisträger werden vom Stiftungsrat der Paul Ehrlich-Stiftung ausgewählt.
Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis Der 2006 erstmals vergebene Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis wird von der Paul Ehrlich-Stiftung einmal jährlich an einen in Deutschland tätigen Nachwuchswissenschaftler oder eine in Deutschland tätige Nachwuchswissenschaftlerin verliehen, und zwar für herausragende Leistungen in der biomedizinischen Forschung. Das Preisgeld muss forschungsbezogen verwendet werden. Vorschlagsberechtigt sind Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen sowie leitende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an deutschen Forschungseinrichtungen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch den Stiftungsrat auf Vorschlag einer achtköpfigen Auswahlkommission.
Die Paul Ehrlich-Stiftung
Die Paul Ehrlich-Stiftung ist eine rechtlich unselbstständige Stiftung, die treuhänderisch von der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität verwaltet wird. Ehrenpräsident der 1929 von Hedwig Ehrlich eingerichteten Stiftung ist der Bundespräsident, der auch die gewählten Mitglieder des Stiftungsrates und des Kuratoriums beruft. Vorsitzender des Stiftungsrates der Paul Ehrlich-Stiftung ist Professor Dr. Harald zur Hausen, Vorsitzender des Kuratoriums ist Dr. Rolf E. Breuer. Prof. Dr. Wilhelm Bender ist in seiner Funktion als Vorsitzender der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität zugleich Mitglied des Stiftungsrates der Paul Ehrlich-Stiftung. Die Präsidentin der Goethe-Universität ist in dieser Funktion zugleich Mitglied des Kuratoriums.

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Pressesprecherin der Paul Ehrlich-Stiftung
Telefon: 06122/52718
Email: Paul-Ehrlich-Stiftung@pvw.uni-frankfurt.de
Oder: h.k@kaulen.wi.shuttle.de
Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 gegründet mit rein privaten Mitteln von freiheitlich orientierten Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern fühlt sie sich als Bürgeruniversität bis heute dem Motto "Wissenschaft für die Gesellschaft" in Forschung und Lehre verpflichtet. Viele der Frauen und Männer der ersten Stunde waren jüdische Stifter. In den letzten 100 Jahren hat die Goethe-Universität Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Chemie, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Heute ist sie eine der zehn drittmittelstärksten und drei größten Universitäten Deutschlands mit drei Exzellenzclustern in Medizin, Lebenswissenschaften sowie Geisteswissenschaften."

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