Inklusive Bildung erfordert konstruktiven Dialog

Kurzfassung: Inklusive Bildung erfordert konstruktiven Dialog Auftakt des Gipfels "Inklusion - Die Zukunft der Bildung" in BonnIn Bonn beginnt heute der bundesweite Gipfel "Inklusion - Die Zukunft der Bildung" der ...
[Deutsche UNESCO-Kommission e.V. - 19.03.2014] Inklusive Bildung erfordert konstruktiven Dialog

Auftakt des Gipfels "Inklusion - Die Zukunft der Bildung" in Bonn
In Bonn beginnt heute der bundesweite Gipfel "Inklusion - Die Zukunft der Bildung" der Deutschen UNESCO-Kommission. Auf der zweitägigen Veranstaltung beraten rund 350 Politiker, Schulträger, Bildungsakteure und Wissenschaftler, wie ein inklusives Bildungssystem in Deutschland umgesetzt werden kann. Ziel der Konferenz ist es, eine Grundsatzerklärung zu verabschieden und Leitlinien zur weiteren Umsetzung von inklusiver Bildung in Deutschland zu erarbeiten, die im Nachgang zur Konferenz erscheinen werden.
Die Vorsitzende des Expertenkreises "Inklusive Bildung" der Deutschen UNESCO-Kommission, Ute Erdsiek-Rave, fordert zum Auftakt des Gipfels von allen Beteiligten einen konstruktiven Dialog. "Wir leben in einer Gesellschaft, die immer heterogener wird. Inklusion betrifft nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern generell Menschen, deren Chancen auf gute Bildung gering sind", so Erdsiek-Rave. Inklusion erfordere zwar zusätzliche Kosten im Bildungswesen, verbessere aber zugleich die Qualität der Bildung insgesamt und könne zur Entlastung von sozialen Folgekosten beitragen.
Seit 2009 gilt in Deutschland die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Kein Kind mit geistiger, körperlicher oder seelischer Behinderung darf von einer allgemeinen Schule ausgeschlossen werden. Doch auch fünf Jahre nach Inkrafttreten der UN-Konvention besucht nur ein Viertel der knapp 500.000 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine Regelschule. Der Blick auf das Lernen in die Förderschule jedoch zeigt: Drei Viertel der Förderschüler erreichen keinen Hauptschulabschluss, damit sind ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt äußerst gering.
"Inklusion betrifft nicht nur die Schule", betont die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann. "Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche, lebensbegleitende Generationenaufgabe und ist die Grundvoraussetzung für eine offene und tolerante Gesellschaft." Im Bereich der schulischen Bildung machten sich die Schulen in allen Bundesländern auf den Weg zu einem inklusiven Bildungssystem und stellten sich den Herausforderungen. "Grundlage aller Diskussionen sollte das Bewusstsein sein, dass Inklusion eine große Chance nicht nur für die Schulentwicklung ist", so Löhrmann.
Zahlreiche Akteure der deutschen Bildungslandschaft beteiligen sich an dem Gipfel der Deutschen UNESCO-Kommission. Kooperationspartner sind die Aktion Mensch, die Bertelsmann Stiftung, das Bildungs- und Förderungswerk der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, das Deutsche Institut für Menschenrechte, die Heidehof Stiftung, die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft und die Stadt Bonn. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland unterstützen den Gipfel zur inklusiven Bildung.

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