DGE: Chronischer Stress stört Hormon-Stoffwechsel – Depression, Übergewicht Libidoverlust drohen

Kurzfassung: DGE: Chronischer Stress stört Hormon-Stoffwechsel - Depression, Übergewicht Libidoverlust drohenErhöhte Aufmerksamkeit, ein angeregter Herz-Kreislauf aber auch Herzrasen und feuchte Hände sind Sy ...
[Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaft - 17.03.2014] DGE: Chronischer Stress stört Hormon-Stoffwechsel - Depression, Übergewicht
Libidoverlust drohen
Erhöhte Aufmerksamkeit, ein angeregter Herz-Kreislauf aber auch Herzrasen und feuchte Hände sind Symptome von "normalem" Stress, die jeder kennt. Sie sind Folge einer erhöhten Aktivität der wichtigsten Stresshormonachse, der sogenannten HPA-Achse. Sie reicht vom Hypothalamus, einem Abschnitt des Zwischenhirns, über die Hirnanhangsdrüse bis zu den Nebennieren und schüttet die Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus. Folgt jedoch keine ausreichende Entspannung, kann es durch die dauernde Alarmbereitschaft des Körpers zu chronischem Stress kommen und damit zu einer Erschöpfung und Überlastung. "Und das kann viele schädliche Auswirkungen haben", sagt Professor Dr. med. Günter Stalla, Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München, und Sprecher der DGE-Sektion Neuroendokrinologie. Etwa für das Immunsystem, indem die Aktivität der Killerzellen abnimmt. Ein möglicher negativer Effekt auf das kardiovaskuläre System ist die Entstehung von Bluthochdruck. Auch das Nervensystem kann leiden, mit Schlafstörungen und Depressionen als Folge. "Außerdem kommt es bei einer chronisch aktivierten HPA-Achse zu einer Unterdrückung anderer Hormone, wodurch die Fettmasse im Körper zu- und die Muskelmasse abnimmt", sagt Professor Stalla. Möglich sind auch eine hormonell bedingte Unterfunktion der Hoden und daraus resultierende sexuelle Störungen und ein Nachlassen der Libido, also der Lust auf Sex.
"Durch diese Veränderungen des Hormonsystems, die durcheinander geratenen Regelkreise und die Begleiterkrankungen, entsteht ein sich ständig verstärkender Teufelskreis", sagt Professor Dr. med. Stefan R. Bornstein, Direktor am Universitätsklinikum Dresden und Tagungspräsident des 57. DGE-Symposiums. "Wie kein anderes medizinisches Fach beschäftigt sich deshalb die Endokrinologie mit dem Thema Stress. Unsere Aufgabe ist es, mehr über die beteiligten Regulationssysteme herauszufinden und dadurch neue Ansatzpunkte für Therapien zu entdecken." Professor Dr. med. Dr. h. c. Helmut Schatz, Mediensprecher der DGE aus Bochum, ergänzt: "Auch wenn für viele Menschen im Berufsleben zu erbringende Höchstleitungen und permanente Erreichbarkeit zum Alltag gehören, sollte ein jeder aufmerksam auf Anzeichen von Dauerstress achten, für Ausgleich sorgen und gegebenenfalls auch einen Endokrinologen zu Rate ziehen."
Mögliche Symptome für chronischen Stress sind:
- Nervosität, Schlafstörungen
- Kopfschmerzen, Migräne
- Depressionen
- Hörsturz, Tinnitus
- höhere Anfälligkeit für Infektionskrankheiten
- Zunahme von bösartigen Krankheiten
- verzögerte Wundheilung
- Bluthochdruck
- höheres Herzinfarktrisiko
- Zunahme der Fett- und Abnahme der Muskelmasse
- sexuelle Störungen
Mögliche Mittel gegen chronischen Stress:
- "Entschleunigen", sich weniger vornehmen
- Entspannungsübungen
- ausreichende Bewegung, Sport (zum Beispiel Laufen, Radfahren, Schwimmen, Gymnastik)
- Hobbys und soziale Kontakte pflegen
- Musik hören, Lesen
- gesunde Ernährung
- Aufputsch- und Suchtmittel meiden
- genügend Schlaf
Terminhinweis:
Pressekonferenz anlässlich des 57. Symposiums der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)
Termin: Mittwoch, 19. März 2014, 11.00 bis 12.30 Uhr
Ort: Maritim Hotel
Internationales Congress Center Dresden, Seminarraum 5-6
Anschrift: Ostra-Ufer 2/Devrientstraße 10-12, 01067 Dresden
Weitere Informationen zur Tagung und das Programm finden Sie im Internet unter www.dge2014.de.
Endokrinologie ist die Lehre von den Hormonen, Stoffwechsel und den Erkrankungen auf diesem Gebiet. Hormone werden von endokrinen Drüsen, zum Beispiel Schilddrüse oder Hirnanhangdrüse, aber auch bestimmten Zellen in Hoden und Eierstöcken, "endokrin" ausgeschüttet, das heißt nach "innen" in das Blut abgegeben. Im Unterschied dazu geben "exokrine" Drüsen, wie Speichel- oder Schweißdrüsen, ihre Sekrete nach "außen" ab.

Kontakt für Journalisten:
Pressestelle Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)
Dagmar Arnold/Dr. Adelheid Liebendörfer
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-380
Telefax: 0711 8931-167
E-Mail: arnold@medizinkommunikation.org
www.endokrinologie.net
www.dge2014.de
Weitere Informationen
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaft
Die AWMF ist das Netzwerk der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften in DeutschlandIn der 1962 gegründeten Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) sind derzeit 163 wissenschaftlich arbeitende medizinische Fachgesellschaften organisiert.
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaft,
, 40223 Düsseldorf, Deutschland
Tel.: 0711 8931-380;
Weitere Meldungen dieses Unternehmens
Erfolgreiche Pressearbeit eBook
Pressearbeit
Eine Pflichtlektüre für mehr Sichtbarkeit durch Pressemitteilungen.
Pressekontakt

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaft

40223 Düsseldorf
Deutschland

E-Mail:
Web:
Tel:
0711 8931-380
Fax:
0711 8931-167
Drucken Weiterempfehlen PDF
Schlagworte
Permanentlinks https://www.prmaximus.de/100364

https://www.prmaximus.de/pressefach/arbeitsgemeinschaft-der-wissenschaftlichen-medizinischen-fachgesellschaft-pressefach.html
Die Pressemeldung "DGE: Chronischer Stress stört Hormon-Stoffwechsel – Depression, Übergewicht Libidoverlust drohen" unterliegt dem Urheberrecht. Jegliche Verwendung dieses Textes, auch auszugsweise, erfordert die vorherige schriftliche Erlaubnis des Autors. Autor der Pressemeldung "DGE: Chronischer Stress stört Hormon-Stoffwechsel – Depression, Übergewicht Libidoverlust drohen" ist Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaft, vertreten durch .