Wissenschaftlicher Beirat Agrarpolitik empfiehlt Tierschutzlabel

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 06.04.2011
Pressemitteilung vom: 06.04.2011 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin

Kurzfassung: Der Wissenschaftliche Beirat Agrarpolitik des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) spricht sich in einer aktuellen Stellungnahme für die Einführung einer nationalen Tierschutzkennzeichnung aus. Ein ...

[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 06.04.2011] Wissenschaftlicher Beirat Agrarpolitik empfiehlt Tierschutzlabel


Der Wissenschaftliche Beirat Agrarpolitik des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) spricht sich in einer aktuellen Stellungnahme für die Einführung einer nationalen Tierschutzkennzeichnung aus.
Ein solches Label sei unter bestimmten Bedingungen ein geeignetes Instrument, um die Bedingungen in der Tierhaltung zu verbessern, heißt es in der Stellungnahme. Es schaffe Markttransparenz für die Verbraucher und Anreize für die Produzenten, neue Märkte mit höherem Wertschöpfungspotenzial zu erschließen.
Der Beirat empfiehlt dem Gesetzgeber, den Rahmen für ein solches Tierschutzlabel in nationaler Pionierarbeit zu schaffen. Dabei müssten vor allem die relevanten Tierschutzleistungen, die mit einem solchen Siegel verbunden wären, definiert werden. Ein mehrstufiges Label, ähnlich dem Sternesystem der Hotelklassifizierung, schaffe Anreize für beständige Verbesserungen einer tiergerechten Haltung. Das Label soll freiwillig sein. Der Beirat spricht sich für eine umfassende, wissenschaftlich belastbare Tierschutzkennzeichnung aus, die das Gesamtkontext des jeweiligen Betriebes berücksichtigt. Dabei soll die gesamte Prozesskette von der Genetik über die Aufzucht bis hin zur Schlachtung in den Blick genommen werden. Anreizprogramme für ein Monitoring in den Betrieben und eine Informationskampagne sollten die Einführungsphase unterstützen.
Bundesministerin Aigner würdigte die Vorschläge des Wissenschaftlichen Beirats heute in Berlin als einen "wertvollen Beitrag zu unseren Bemühungen, den Tierschutz in der Nutztierhaltung voranzubringen". Die Vorschläge würden im Rahmen des Charta-Prozesses, der gesellschaftlichen Debatte über die Zukunft einer verbraucherorientierten Landwirtschaft, einfließen, so die Bundesministerin.


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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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