Agrarminister fordern von der EU eine verlässliche Agrarpolitik auch nach 2013
- Pressemitteilung der Firma Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN), 01.04.2011
Pressemitteilung vom: 01.04.2011 von der Firma Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) aus Erfurt
Kurzfassung: Unter dem Vorsitz des Landes Thüringen tagten vom 31. März bis 1. April 2011 die Ministerinnen, Minister, Senatorin und Senatoren der Agraressorts der Länder gemeinsam mit Bundesagrarministerin Ilse Aigner in Jena. Die wesentlichen Ergebnisse ...
[Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) - 01.04.2011] Agrarminister fordern von der EU eine verlässliche Agrarpolitik auch nach 2013
Unter dem Vorsitz des Landes Thüringen tagten vom 31. März bis 1. April 2011 die Ministerinnen, Minister, Senatorin und Senatoren der Agraressorts der Länder gemeinsam mit Bundesagrarministerin Ilse Aigner in Jena.
Die wesentlichen Ergebnisse der Agrarministerkonferenz sind:
Die Agrarminister fordern von der EU eine verlässliche Agrarpolitik auch nach 2013. Dazu zählen nach Auffassung der Agrarminister die Beibehaltung der bisherigen Mittelausstattung des Agrarhaushaltes ebenso wie eine Reduzierung der Kontrollrate für die Landwirte. "Die deutschen Landwirte dürfen durch Kontrollvorschriften nicht noch mehr eingeengt werden. Sie leisten einen enormen Beitrag zur Versorgung mit gesunden Lebensmitteln, zur Erhaltung der Biodiversität, zum Gewässer- und Klimaschutz sowie zur Entwicklung des ländlichen Raumes", sagte der Vorsitzende der Agrarministerkonferenz, Thüringens Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, Jürgen Reinholz.
Die Agrarminister der Länder plädieren für einen stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien im Bereich der Land- und Forstwirtschaft. Für die auf Bundesebene anstehende Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetztes fordern die Minister die Erzeugung von Biogas und dessen Einspeisung ins Erdgasnetz stärker zu berücksichtigen. Aus Klimaschutzgründen unterstützen die Minister insbesondere den Bau von güllebasierten Biogasanlagen bis 500 Kilowatt Leistung. "Die Biomasse in Deutschland birgt ein großes energetisches Potenzial. Das müssen wir beim anstehenden Umbau der Energieversorgung noch stärker nutzen", sagte Minister Reinholz. Des Weiteren sehen die Minister in der Erforschung von Anbauverfahren für alternative Energiepflanzen zur Biomasseerzeugung eine Schlüsselfunktion. "Strom, der in Biogasanlagen erzeugt wird, ist einerseits grundlastfähig und reduziert in Verbindung mit einer Kraft-Wärme-Kopplung außerdem den CO2-Ausstoß", so Reinholz weiter.
Erneut wurde auch das Thema Milch besprochen. Parallel zur Agrarministerkonferenz gab es eine Demo des Bundesverbandes deutscher Milchviehhalter, die trotz einer aktuell leichten Preisverbesserung weiterhin auf ihre Lage aufmerksam gemacht haben.
Weiterhin sprach sich die Agrarministerkonferenz für die Eindämmung der Spekulationen an den Agrarrohstoffmärkten sowie die Verminderung der Inanspruchnahme von landwirtschaftlichen Nutzflächen aus. Vorrangiges Ziel der Agrarminister ist es, den Verlust des wertvollen Produktionsfaktors Boden in Deutschland dauerhaft zu verringern. Des Weiteren plädiert die Agrarministerkonferenz dafür, dass die in Deutschland geltenden maximalen Transportzeiten (im Regelfall 8 Stunden) für Schlachttiere europaweit festgelegt werden.
Andreas Maruschke
Pressesprecher
Beethovenstraße 3 • 99096 Erfurt
Tel: (03 61) 37-99 930 • Fax: (03 61) 37-99 939 • E-Mail: pressestelle@tmlfun.thueringen.de• Internet: www.thueringen.de/tmlfun
Unter dem Vorsitz des Landes Thüringen tagten vom 31. März bis 1. April 2011 die Ministerinnen, Minister, Senatorin und Senatoren der Agraressorts der Länder gemeinsam mit Bundesagrarministerin Ilse Aigner in Jena.
Die wesentlichen Ergebnisse der Agrarministerkonferenz sind:
Die Agrarminister fordern von der EU eine verlässliche Agrarpolitik auch nach 2013. Dazu zählen nach Auffassung der Agrarminister die Beibehaltung der bisherigen Mittelausstattung des Agrarhaushaltes ebenso wie eine Reduzierung der Kontrollrate für die Landwirte. "Die deutschen Landwirte dürfen durch Kontrollvorschriften nicht noch mehr eingeengt werden. Sie leisten einen enormen Beitrag zur Versorgung mit gesunden Lebensmitteln, zur Erhaltung der Biodiversität, zum Gewässer- und Klimaschutz sowie zur Entwicklung des ländlichen Raumes", sagte der Vorsitzende der Agrarministerkonferenz, Thüringens Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, Jürgen Reinholz.
Die Agrarminister der Länder plädieren für einen stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien im Bereich der Land- und Forstwirtschaft. Für die auf Bundesebene anstehende Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetztes fordern die Minister die Erzeugung von Biogas und dessen Einspeisung ins Erdgasnetz stärker zu berücksichtigen. Aus Klimaschutzgründen unterstützen die Minister insbesondere den Bau von güllebasierten Biogasanlagen bis 500 Kilowatt Leistung. "Die Biomasse in Deutschland birgt ein großes energetisches Potenzial. Das müssen wir beim anstehenden Umbau der Energieversorgung noch stärker nutzen", sagte Minister Reinholz. Des Weiteren sehen die Minister in der Erforschung von Anbauverfahren für alternative Energiepflanzen zur Biomasseerzeugung eine Schlüsselfunktion. "Strom, der in Biogasanlagen erzeugt wird, ist einerseits grundlastfähig und reduziert in Verbindung mit einer Kraft-Wärme-Kopplung außerdem den CO2-Ausstoß", so Reinholz weiter.
Erneut wurde auch das Thema Milch besprochen. Parallel zur Agrarministerkonferenz gab es eine Demo des Bundesverbandes deutscher Milchviehhalter, die trotz einer aktuell leichten Preisverbesserung weiterhin auf ihre Lage aufmerksam gemacht haben.
Weiterhin sprach sich die Agrarministerkonferenz für die Eindämmung der Spekulationen an den Agrarrohstoffmärkten sowie die Verminderung der Inanspruchnahme von landwirtschaftlichen Nutzflächen aus. Vorrangiges Ziel der Agrarminister ist es, den Verlust des wertvollen Produktionsfaktors Boden in Deutschland dauerhaft zu verringern. Des Weiteren plädiert die Agrarministerkonferenz dafür, dass die in Deutschland geltenden maximalen Transportzeiten (im Regelfall 8 Stunden) für Schlachttiere europaweit festgelegt werden.
Andreas Maruschke
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Über Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN):
1994 wurden das Landwirtschaftsministerium und das Umweltministerium des Freistaats Thüringen neu strukturiert und zu einem Ministerium zusammengefaßt. Das Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) ist für die Aufgaben, die es in seiner Bezeichnung führt, zuständig. Es gliedert sich in acht Abteilungen. Gegenwärtig gehören dem Ministerium ca. 390 Mitarbeiter an: Beamte, Angestellte und Arbeiter.
Natur, Umwelt und Landwirtschaft sind besonders eng miteinander verbunden. Einerseits können die Ziele von Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege nur mit der Landwirtschaft und Forstwirtschaft erfogreich verwirklicht werden und andererseits ist ein funktionsfähiger Naturhaushalt unsere Existenzgrundlage. Zum Geschäftsbereich des Ministeriums gehört eine Reihe von Fachbehörden und Einrichtungen, die u. a. dafür die wissenschaftlichen und fachlichen Zuarbeiten und den Verwaltungsvollzug leisten:
- die Thüringer Landesanstalt für Umwelt,
- die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft,
- die Thüringer Landesanstalt für Geologie
- die Thüringer Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
- 4 Staatliche Umweltämter
- 1 Nationalpark, Naturparke und Biosphärenreservate
- 12 Landwirtschaftsämter
- 3 Flurneuordnungsämter
- 54 Forstämter
sowie ein Thüringer Oberbergamt und zwei Bergämter.
Firmenkontakt:
Andreas Maruschke
Pressesprecher
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1994 wurden das Landwirtschaftsministerium und das Umweltministerium des Freistaats Thüringen neu strukturiert und zu einem Ministerium zusammengefaßt. Das Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) ist für die Aufgaben, die es in seiner Bezeichnung führt, zuständig. Es gliedert sich in acht Abteilungen. Gegenwärtig gehören dem Ministerium ca. 390 Mitarbeiter an: Beamte, Angestellte und Arbeiter.
Natur, Umwelt und Landwirtschaft sind besonders eng miteinander verbunden. Einerseits können die Ziele von Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege nur mit der Landwirtschaft und Forstwirtschaft erfogreich verwirklicht werden und andererseits ist ein funktionsfähiger Naturhaushalt unsere Existenzgrundlage. Zum Geschäftsbereich des Ministeriums gehört eine Reihe von Fachbehörden und Einrichtungen, die u. a. dafür die wissenschaftlichen und fachlichen Zuarbeiten und den Verwaltungsvollzug leisten:
- die Thüringer Landesanstalt für Umwelt,
- die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft,
- die Thüringer Landesanstalt für Geologie
- die Thüringer Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
- 4 Staatliche Umweltämter
- 1 Nationalpark, Naturparke und Biosphärenreservate
- 12 Landwirtschaftsämter
- 3 Flurneuordnungsämter
- 54 Forstämter
sowie ein Thüringer Oberbergamt und zwei Bergämter.
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