Bundesministerium fördert die ländliche Entwicklung

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 22.03.2011
Pressemitteilung vom: 22.03.2011 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin

Kurzfassung: Staatssekretär Bleser eröffnet Regionalkonferenz Mehr als 65 Prozent der Deutschen leben und arbeiten außerhalb großstädtischer Ballungsgebiete. "Der ländliche Raum ist dabei nicht mehr nur landwirtschaftlich geprägt, sondern ein ...

[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 22.03.2011] Bundesministerium fördert die ländliche Entwicklung


Staatssekretär Bleser eröffnet Regionalkonferenz

Mehr als 65 Prozent der Deutschen leben und arbeiten außerhalb großstädtischer Ballungsgebiete. "Der ländliche Raum ist dabei nicht mehr nur landwirtschaftlich geprägt, sondern ein Wirtschafts- und Kulturraum für einen Großteil unserer Bevölkerung", sagte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, Peter Bleser, bei der Eröffnung der Regionalkonferenz "Die Zukunft des ländlichen Raumes" in St. Wendel.

"Für eine moderne und nachhaltige ländliche Entwicklung sei es wichtig, die Förderung stärker regionalen Bedürfnissen und Gegebenheiten anzupassen", sagte Bleser.

"Vor allem die Förderinstrumente müssen künftig besser verzahnt werden, um auch Kooperationen von landwirtschaftlichen Betrieben mit Partnern aus dem Handwerk oder anderen gewerblichen Bereichen zu verbessern", sagte Bleser. Wichtigstes Instrument ist dabei die Gemeinschaftsaufgabe Agrar- und Küstenschutz (GAK). Rund 23 Prozent der Mittel werden bereits für die Förderung der Integrierten Ländlichen Entwicklung im Rahmen der GAK eingesetzt. Sowohl im Saarland als auch in Rheinland-Pfalz beträgt der Anteil rund 37 Prozent der GAK-Mittel. Im Saarland entspricht das insgesamt etwa 2,6 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel, in Rheinland-Pfalz 22,6 Millionen Euro.

Bleser forderte darüber hinaus, weitere Maßnahmen wie zum Beispiel einen Demografiecheck oder eine verstärkte kommunale Innenentwicklung in die Regelförderung einzubauen.

"Die Bundesregierung setzt sich außerdem für die bessere Anbindung des ländlichen Raumes an das schnelle Internet ein", betonte Bleser bei der Konferenz. Im vergangenen Jahr konnten bereits 800.000 Haushalte mit einem Breitbandanschluss von mindestens 1 MBit/s ausgestattet werden. Dies reiche aber bei weitem nicht aus, um von einer angemessenen Versorgung zu sprechen. Mit der gerade beschlossenen Novelle des Telekommunikationsgesetzes soll die flächendeckende Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen mit einer Bandbreite von 50 MBit/s bis spätestens zum Jahr 2018 gewährleistet sein.

Die Regionalkonferenz "Die Zukunft des ländlichen Raumes" wird am 22. März 2011 in St. Wendel (Saarland) vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zusammen mit dem Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft des Saarlandes durchgeführt.


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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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