Bundesministerin Schröder: 'Leid der Heimkinder in der ehemaligen DDR darf nicht unter den Tisch fallen'

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), 14.03.2011
Pressemitteilung vom: 14.03.2011 von der Firma Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Berlin

Kurzfassung: Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, begrüßt den Beschluss der ostdeutschen Bundestagsabgeordneten der CDU/CSU-Fraktion und der ostdeutschen Abgeordneten der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament ...

[Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) - 14.03.2011] Bundesministerin Schröder: "Leid der Heimkinder in der ehemaligen DDR darf nicht unter den Tisch fallen"

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, begrüßt den Beschluss der ostdeutschen Bundestagsabgeordneten der CDU/CSU-Fraktion und der ostdeutschen Abgeordneten der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament von diesem Wochenende für ehemalige Heimkinder in Ost und West zu einer angemessenen Wiedergutmachung zu finden.

"Die schrecklichen Erfahrungen ostdeutscher Heimkinder und ihre besondere Ausprägung dürfen bei den wichtigen und richtigen Diskussionen zur Wiedergutmachung des Leids der Heimkinder in der alten Bundesrepublik nicht vergessen werden. Heimkinder in der ehemaligen DDR wurden doppelt zum Opfer:
Die Heime waren ausführende Organe eines Unrechtsstaates und bedienten sich einer besonders rigiden Pädagogik. Dieses Leid dauerte bis 1989 an.", so Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

Am 19. Januar 2011 wurde der Abschlussbericht des Runden Tischs "Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren in Westdeutschland" unter Leitung von Antje Vollmer, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages a. D., dem Präsidenten des Deutschen Bundestages übergeben. Entsprechend des Auftrags durch den Deutschen Bundestag beziehen sich die im Abschlussbericht enthaltenen Empfehlungen ausschließlich auf die Anerkennung des Leids der Betroffenen in Erziehungsheimen der alten Bundesrepublik. Die Mitglieder des Deutschen Bundestages, die Länder sowie die Träger der Heime beraten nun, wie die Empfehlungen des Runden Tischs umgesetzt werden können.

"Nun gilt es für den deutschen Bundestag aus den Ergebnissen des Runden Tischs Heimerziehung die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dabei ist mir besonders wichtig, dass die Beratung der Ergebnisse im Bundestag die Belange aller Opfergruppen in den Blick nimmt - auch wenn dies nicht Bestandteil des konkreten Auftrags des Bundestags war", so Schröder.

Im vergangenen November hatten die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, und die Bundesministerin der Justiz, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, den ehemaligen Jugendwerkhof Torgau besucht und sich dort über Fälle von Missbrauch und Misshandlungen in der ehemaligen DDR informiert.

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Um den gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen, hat die Bundesregierung eine nachhaltige Familienpolitik zu ihrem Markenzeichen gemacht: Ein neuartiger Mix aus Ausbau der Infrastruktur, familienfreundlicher Unternehmenskultur und neu zentrierten monetären Leistungen schafft wirtschaftliche, aber auch zeitliche Spielräume für die Familien und erhöht damit die Lebensqualität für Eltern und Kinder.
Mit dem Tagesbetreuungsausbaugesetz soll bis zum Jahr 2010 das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren um 230.000 neue Plätze steigen. Dieses Gesetz verpflichtet die Kommunen, bis 2010 ein ausreichendes Betreuungsangebot für die unter Dreijährigen zu schaffen.

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