'Charta für Landwirtschaft und Verbraucher': Bundesministerin Aigner startet Internet-Dialog

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 11.03.2011
Pressemitteilung vom: 11.03.2011 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin

Kurzfassung: Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) startet eine breite gesellschaftliche Diskussion über die Aufgaben und die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland. In Workshops beraten Experten aus ...

[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 11.03.2011] "Charta für Landwirtschaft und Verbraucher": Bundesministerin Aigner startet Internet-Dialog


Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) startet eine breite gesellschaftliche Diskussion über die Aufgaben und die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland. In Workshops beraten Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und gesellschaftlich relevanten Gruppen bis zum Herbst die vier Themenkomplexe Umwelt und Landwirtschaft, Tierhaltung, Ernährungssicherung und Weltagrarhandel sowie Lebensmittel.

Auf Grundlage dieser breiten Debatte wird das BMELV im Herbst die "Charta für Landwirtschaft und Verbraucher" erarbeiten. Es sollen Lösungsansätze für die zentralen Herausforderungen vertieft werden, denen sich Landwirtschaft und Verbraucher gemeinsam stellen müssen Die von Bundesministerin Ilse Aigner initiierte Charta soll die Ziele und Handlungsfelder einer zukunftsorientierten Politik für die gesamte Lebensmittelkette beschreiben und dabei Landwirte wie Verbraucher in den Mittelpunkt stellen. Dabei ist ein möglichst breites Meinungsbild wichtig. Deshalb wurde jetzt parallel zu den Workshops auf www.bmelv.deein Internet-Dialog gestartet, bei dem sich alle beteiligen können.

"Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Debatte über die Zukunft einer verbraucherorientierten Landwirtschaft", so Bundesministerin Ilse Aigner. "Die Landwirtschaft braucht Anerkennung für ihre Leistungen, um weiterhin in der Mitte der Gesellschaft verankert zu sein. Verbraucher brauchen Vertrauen in Sicherheit, Transparenz und Qualität der Lebensmittel. Beides sind zwei Seiten einer Medaille. Wir wollen eine Politik gestalten, die der Landwirtschaft Akzeptanz gibt und von der Gesellschaft getragen wird."

Die Landwirtschaftspolitik in Europa steht vor wichtigen politischen Weichenstellungen. Im Jahr 2013 beginnt die neue Finanzierungsperiode für die gemeinsame europäische Agrarpolitik (GAP). National stehen Entscheidungen zum Tierschutz, zum Baurecht und zur Energiepolitik an.

Insgesamt sieht sich die deutsche Landwirtschaft mit wachsenden Anforderungen konfrontiert. Die Nahrungssicherheit und die Produktion nachwachsender Rohstoffe gehören ebenso dazu wie der Klima-, Umwelt- und Tierschutz. Moderne Agrarpolitik muss viele Zielkonflikte lösen. Zugleich stellen die Verbraucher hohe Ansprüche an Qualität, Preiswürdigkeit, Sicherheit sowie Umweltschutz und Ressourcenschonung an eine Landwirtschaft, die im internationalen Wettbewerb bestehen muss.

Was sind die Konsequenzen für die deutsche und europäische Politik? Wie sieht der Bauernhof der Zukunft aus? Wie können Landwirte im weltweiten Wettbewerb bestehen? Wie können die vielfältigen gesellschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft angemessen honoriert werden? Was erwarten Verbraucher? Wie kann man den Ansprüchen der Verbraucher auf globalen wie regionalen Märkten am Besten gerecht werden?

Über die Webseite www.bmelv.de/Chartakann sich jeder an der Debatte beteiligen. Alle Seiten sind herzlich eingeladen, ihre Meinungen und Beiträge in die Diskussion einfließen zu lassen.

Weitere Informationen unter: www.bmelv.de/Charta


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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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