KURTH: Opfern an der ehemaligen innerdeutschen Grenze ein Gesicht geben
- Pressemitteilung der Firma , 10.08.2012
Pressemitteilung vom: 10.08.2012 von der Firma aus Berlin
Kurzfassung: BERLIN. Zur heutigen Vorstellung des Forschungsprojekts zur Aufklärung der Schicksale der Opfer des DDR-Grenzregimes an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, erklärt der Berichterstatter der FDP-Bundestagsfraktion für die Aufarbeitung des ...
[ - 10.08.2012] KURTH: Opfern an der ehemaligen innerdeutschen Grenze ein Gesicht geben
BERLIN. Zur heutigen Vorstellung des Forschungsprojekts zur Aufklärung der Schicksale der Opfer des DDR-Grenzregimes an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, erklärt der Berichterstatter der FDP-Bundestagsfraktion für die Aufarbeitung des DDR-Unrechts Patrick KURTH:
Mit dem von der Bundesregierung unterstützen Forschungsprojekt wird 51 Jahre nach dem Bau der Mauer und fast 23 Jahre nach ihrem Fall endlich ein noch wenig erforschter, aber extrem wichtiger Aspekt der deutsch-deutschen Teilungsgeschichte aufgeklärt. Dank unermüdlicher Aufarbeitung wissen wir heute sehr genau, wie menschenverachtend das DDR-Regime an der Berliner Mauer gewirkt hat und wie viel Opfer dort zu beklagen sind. Was an der knapp 1400 km langen, nicht minder bewachten, innerdeutschen Grenze geschah, ist dagegen nur bruchstückhaft erforscht. Das ändert sich jetzt. Ziel des Projekts muss es ein, nicht nur nackte Zahlen zu ermitteln, sondern den Zahlen auch konkrete Schicksale und Personen zuzuordnen und somit ein Gesicht zu geben. Damit bekunden wir nicht nur unseren Respekt gegenüber den Betroffenen und ihren Angehörigen und Nachkommen. Wir beugen damit auch einer weiteren Verklärung des DDR-Unrechts vor, wenn nun ein weiterer Baustein des Unwesens des SED-Regimes vollständig beleuchtet wird. Das ganze Ausmaß des Unrechts wird dadurch für uns und v.a. für jüngere und alle nachkommenden Generationen, die keine eigenen Erfahrungen mit der DDR gemacht haben, begreifbarer.
Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass sich neben dem Bund nur drei Bundesländer an dem Projekt beteiligen. Besonders unverständlich ist, dass darunter nur eines der neuen Bundesländer ist. Alle Bundesländer mit einem Anteil an der ehemaligen innerdeutschen Grenze hätten sich an dem Forschungsprojekt beteiligen müssen. Dies gilt vor allem für die auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Noch ist es aber für eine Unterstützung des Projekts nicht zu spät.
Beatrix Brodkorb
Pressesprecherin und Leiterin der Pressestelle
der FDP-Bundestagsfraktion
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030/227-52388
Fax: 030/227-56778
BERLIN. Zur heutigen Vorstellung des Forschungsprojekts zur Aufklärung der Schicksale der Opfer des DDR-Grenzregimes an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, erklärt der Berichterstatter der FDP-Bundestagsfraktion für die Aufarbeitung des DDR-Unrechts Patrick KURTH:
Mit dem von der Bundesregierung unterstützen Forschungsprojekt wird 51 Jahre nach dem Bau der Mauer und fast 23 Jahre nach ihrem Fall endlich ein noch wenig erforschter, aber extrem wichtiger Aspekt der deutsch-deutschen Teilungsgeschichte aufgeklärt. Dank unermüdlicher Aufarbeitung wissen wir heute sehr genau, wie menschenverachtend das DDR-Regime an der Berliner Mauer gewirkt hat und wie viel Opfer dort zu beklagen sind. Was an der knapp 1400 km langen, nicht minder bewachten, innerdeutschen Grenze geschah, ist dagegen nur bruchstückhaft erforscht. Das ändert sich jetzt. Ziel des Projekts muss es ein, nicht nur nackte Zahlen zu ermitteln, sondern den Zahlen auch konkrete Schicksale und Personen zuzuordnen und somit ein Gesicht zu geben. Damit bekunden wir nicht nur unseren Respekt gegenüber den Betroffenen und ihren Angehörigen und Nachkommen. Wir beugen damit auch einer weiteren Verklärung des DDR-Unrechts vor, wenn nun ein weiterer Baustein des Unwesens des SED-Regimes vollständig beleuchtet wird. Das ganze Ausmaß des Unrechts wird dadurch für uns und v.a. für jüngere und alle nachkommenden Generationen, die keine eigenen Erfahrungen mit der DDR gemacht haben, begreifbarer.
Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass sich neben dem Bund nur drei Bundesländer an dem Projekt beteiligen. Besonders unverständlich ist, dass darunter nur eines der neuen Bundesländer ist. Alle Bundesländer mit einem Anteil an der ehemaligen innerdeutschen Grenze hätten sich an dem Forschungsprojekt beteiligen müssen. Dies gilt vor allem für die auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Noch ist es aber für eine Unterstützung des Projekts nicht zu spät.
Beatrix Brodkorb
Pressesprecherin und Leiterin der Pressestelle
der FDP-Bundestagsfraktion
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Tel.: 030/227-52388
Fax: 030/227-56778
Über :
Eine Geschichte als Herausforderung.
Der Liberalismus begann seinen historischen Weg als Philosophie der Freiheit und als politische Bewegung für die Rechte des Einzelnen. Die Willkürherrschaft des Absolutismus stand im Widerspruch zur Idee einer freiheitlichen Gesellschaft. Mit dem Verfassungsstaat hat der Liberalismus den Absolutismus überwunden.
Als erste politische Bewegung hat der Liberalismus dem einzelnen Bürger, seiner menschlichen Würde und seinen Menschenrechten der Freiheit und Gleichheit Vorrang vor der Macht des Staates eingeräumt. Schritt für Schritt verwirklichten Liberale den modernen Verfassungsstaat mit individuellen Grundrechten, der freien Entfaltung der Persönlichkeit, dem Schutz von Minderheiten, der Gewaltenteilung und der Rechtsbindung staatlicher Gewalt.
Der Liberalismus hat als Freiheitsbewegung nicht nur für die Gleichheit vor dem Gesetz gekämpft, sondern auch für Chancengleichheit in der Gesellschaft. Mit der Marktwirtschaft und ihrer sozialen Verpflichtung hat der Liberalismus neue Chancen gegen Existenznot und konservative Erstarrung der gesellschaftlichen Strukturen eröffnet.
Die liberale Verfassung unserer Bundesrepublik Deutschland hat mehr demokratische Stabilität, mehr allgemeinen Wohlstand, mehr soziale Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit hervorgebracht, als dies je zuvor in der Geschichte der Fall gewesen ist. Und dennoch ist die Idee der Freiheit den schleichenden Gefahren der Gewöhnung und Geringschätzung ausgesetzt. Weniger Teilhabe am demokratischen Staat, weniger Chancen für ein selbstbestimmtes Leben durch weniger Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz, Entmündigungen durch kollektive Zwangssysteme und bevormundende Bürokratie sind neue Bedrohungen der Freiheit.
Liberale haben nach 1945 der Idee der Freiheit zum erneuten Durchbruch verholfen. Die FDP war stets der Motor für Reformen, wenn es um Richtungsentscheidungen zugunsten der Freiheit ging. Nur durch die FDP konnte in den fünfziger Jahren die Soziale Marktwirtschaft gegen die Sozialdemokraten und Teile der Christdemokraten durchgesetzt werden. Nur durch die FDP konnte sich in den siebziger Jahren mehr Bürgerfreiheit gegen konservative Rechts- und Gesellschaftspolitik durchsetzen. Die Liberalen waren Vorreiter für die Demokratisierung und Liberalisierung der Gesellschaft, gegen obrigkeits- staatliche Bevormundung und Engstirnigkeit. Unsere Politik der marktwirtschaftlichen Erneuerung in den achtziger Jahren brachte neue Arbeitsplätze und mehr Wohlstand für mehr Bürger.
Ein großer Teil des Widerstands gegen das sozialistische Staatswesen erwuchs aus der Attraktivität des freiheitlich-liberalen Gesellschafts- und Wirtschaftssystems. Das in den europäischen Integrationsprozeß eingebettete, vereinte Deutschland ist das freiheitlichste unserer Geschichte.
Firmenkontakt:
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Eine Geschichte als Herausforderung.
Der Liberalismus begann seinen historischen Weg als Philosophie der Freiheit und als politische Bewegung für die Rechte des Einzelnen. Die Willkürherrschaft des Absolutismus stand im Widerspruch zur Idee einer freiheitlichen Gesellschaft. Mit dem Verfassungsstaat hat der Liberalismus den Absolutismus überwunden.
Als erste politische Bewegung hat der Liberalismus dem einzelnen Bürger, seiner menschlichen Würde und seinen Menschenrechten der Freiheit und Gleichheit Vorrang vor der Macht des Staates eingeräumt. Schritt für Schritt verwirklichten Liberale den modernen Verfassungsstaat mit individuellen Grundrechten, der freien Entfaltung der Persönlichkeit, dem Schutz von Minderheiten, der Gewaltenteilung und der Rechtsbindung staatlicher Gewalt.
Der Liberalismus hat als Freiheitsbewegung nicht nur für die Gleichheit vor dem Gesetz gekämpft, sondern auch für Chancengleichheit in der Gesellschaft. Mit der Marktwirtschaft und ihrer sozialen Verpflichtung hat der Liberalismus neue Chancen gegen Existenznot und konservative Erstarrung der gesellschaftlichen Strukturen eröffnet.
Die liberale Verfassung unserer Bundesrepublik Deutschland hat mehr demokratische Stabilität, mehr allgemeinen Wohlstand, mehr soziale Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit hervorgebracht, als dies je zuvor in der Geschichte der Fall gewesen ist. Und dennoch ist die Idee der Freiheit den schleichenden Gefahren der Gewöhnung und Geringschätzung ausgesetzt. Weniger Teilhabe am demokratischen Staat, weniger Chancen für ein selbstbestimmtes Leben durch weniger Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz, Entmündigungen durch kollektive Zwangssysteme und bevormundende Bürokratie sind neue Bedrohungen der Freiheit.
Liberale haben nach 1945 der Idee der Freiheit zum erneuten Durchbruch verholfen. Die FDP war stets der Motor für Reformen, wenn es um Richtungsentscheidungen zugunsten der Freiheit ging. Nur durch die FDP konnte in den fünfziger Jahren die Soziale Marktwirtschaft gegen die Sozialdemokraten und Teile der Christdemokraten durchgesetzt werden. Nur durch die FDP konnte sich in den siebziger Jahren mehr Bürgerfreiheit gegen konservative Rechts- und Gesellschaftspolitik durchsetzen. Die Liberalen waren Vorreiter für die Demokratisierung und Liberalisierung der Gesellschaft, gegen obrigkeits- staatliche Bevormundung und Engstirnigkeit. Unsere Politik der marktwirtschaftlichen Erneuerung in den achtziger Jahren brachte neue Arbeitsplätze und mehr Wohlstand für mehr Bürger.
Ein großer Teil des Widerstands gegen das sozialistische Staatswesen erwuchs aus der Attraktivität des freiheitlich-liberalen Gesellschafts- und Wirtschaftssystems. Das in den europäischen Integrationsprozeß eingebettete, vereinte Deutschland ist das freiheitlichste unserer Geschichte.
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