Dioxinbelastung in Sachsen-Anhalt: Dioxinbericht des Landes Sachsen-Anhalt
- Pressemitteilung der Firma , 09.08.2012
Pressemitteilung vom: 09.08.2012 von der Firma aus Dresden
Kurzfassung: Dioxinbelastung immer noch zu hochDer umweltpolitische Sprecher der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Sachsen-Anhalt, Dietmar Weihrich, kritisiert die vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt vorgeschlagenen Konsequenzen aus ...
[ - 09.08.2012] Dioxinbelastung in Sachsen-Anhalt: Dioxinbericht des Landes Sachsen-Anhalt
Dioxinbelastung immer noch zu hoch
Der umweltpolitische Sprecher der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Sachsen-Anhalt, Dietmar Weihrich, kritisiert die vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt vorgeschlagenen Konsequenzen aus dem Dioxinbericht.
"Eine Verharmlosung des Dioxinproblems nützt niemandem. Als wesentlichstes Ergebnis des Dioxinberichtes ist vielmehr festzuhalten, dass die Dioxinbelastung in Sachsen-Anhalt noch immer beängstigend hoch ist. Und noch immer gelangen weitere Dioxine durch verschiedene Verbrennungsanlagen in die Umwelt", so Weihrich.
Ein großer Teil der Überschwemmungsgebiete sei stark belastet. Die Stichproben könnten aber kein Bild über das Ausmaß der flächenhaften Belastung vermitteln. Notwendig sei laut Weihrich hier ein Belastungsatlas, der auch die entsprechend notwendigen Konsequenzen aus den Belastungen umfasse.
Weihrich wies darauf hin, dass in vielen Bereichen die Probendichte viel zu gering sei, um ein treffendes Bild der tatsächlichen Belastung widerzuspiegeln. So wurden z.B. in den Jahren 2009 bis 2011 insgesamt nur 24 Proben Rindfleisch, neun Proben Schaffleisch, 39 Proben Milch, 32 Proben Hühnereier sowie acht Proben Gemüse auf Dioxine untersucht.
Wildfleisch wurde in den vergangenen zwei Jahren überhaupt nicht untersucht. Dies blieb im Dioxinbericht unerwähnt.
Gleiches gelte für die Überschwemmungsgebiete in den Flussauen. In dem hoch belasteten Überschwemmungsgebiet der Mulde wurden jährlich nur zwei Proben untersucht und die Überschwemmungsflächen von Flüssen wie Bode und Unstrut überhaupt nicht. Dies sei laut Weihrich nicht problemadäquat. Aber schon die wenigen Proben hätten ergeben, dass die Dioxinkonzentrationen z.B. bei Rindfleisch im Durchschnitt bereits nahe an den EU-Grenzwerten lägen.
"Ein wesentlicher Kritikpunkt am Bericht ist auch, dass er keine Aussagen zu den Konsequenzen enthält. So existieren keinerlei Vorstellungen wie Landwirte, die in belasteten Flussauenbereichen wirtschaften, unterstützt werden können und wie bei sonstigen Belastungen reagiert werden kann. Es ist beispielsweise bekannt, dass eine Dioxinquelle die Bode belastet, jedoch bleiben Maßnahmen dagegen aus", erläutert Weihrich.
Weihrich kritisiert weiterhin fachliche Unzulänglichkeiten in dem Bericht.
So seien u.a. die laut EU-Verordnung geltenden Höchstgehalte für Dioxine und dioxinähnliche PCB in dem Bericht nicht zutreffend wiedergegeben.
"Insgesamt kann von Entwarnung bei der Dioxinbelastung keine Rede sein", folgert Weihrich.
Matthias Zwanzig
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
im Landtag von Sachsen-Anhalt
Domplatz 6-9
39104 Magdeburg
T: +49 (0) 391 5604009
F: +49 (0) 391 5604006
E-Mail: matthias.zwanzig@gruene.lt.sachsen-anhalt.de
www.gruene-fraktion-sachsen-anhalt.de
Dioxinbelastung immer noch zu hoch
Der umweltpolitische Sprecher der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Sachsen-Anhalt, Dietmar Weihrich, kritisiert die vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt vorgeschlagenen Konsequenzen aus dem Dioxinbericht.
"Eine Verharmlosung des Dioxinproblems nützt niemandem. Als wesentlichstes Ergebnis des Dioxinberichtes ist vielmehr festzuhalten, dass die Dioxinbelastung in Sachsen-Anhalt noch immer beängstigend hoch ist. Und noch immer gelangen weitere Dioxine durch verschiedene Verbrennungsanlagen in die Umwelt", so Weihrich.
Ein großer Teil der Überschwemmungsgebiete sei stark belastet. Die Stichproben könnten aber kein Bild über das Ausmaß der flächenhaften Belastung vermitteln. Notwendig sei laut Weihrich hier ein Belastungsatlas, der auch die entsprechend notwendigen Konsequenzen aus den Belastungen umfasse.
Weihrich wies darauf hin, dass in vielen Bereichen die Probendichte viel zu gering sei, um ein treffendes Bild der tatsächlichen Belastung widerzuspiegeln. So wurden z.B. in den Jahren 2009 bis 2011 insgesamt nur 24 Proben Rindfleisch, neun Proben Schaffleisch, 39 Proben Milch, 32 Proben Hühnereier sowie acht Proben Gemüse auf Dioxine untersucht.
Wildfleisch wurde in den vergangenen zwei Jahren überhaupt nicht untersucht. Dies blieb im Dioxinbericht unerwähnt.
Gleiches gelte für die Überschwemmungsgebiete in den Flussauen. In dem hoch belasteten Überschwemmungsgebiet der Mulde wurden jährlich nur zwei Proben untersucht und die Überschwemmungsflächen von Flüssen wie Bode und Unstrut überhaupt nicht. Dies sei laut Weihrich nicht problemadäquat. Aber schon die wenigen Proben hätten ergeben, dass die Dioxinkonzentrationen z.B. bei Rindfleisch im Durchschnitt bereits nahe an den EU-Grenzwerten lägen.
"Ein wesentlicher Kritikpunkt am Bericht ist auch, dass er keine Aussagen zu den Konsequenzen enthält. So existieren keinerlei Vorstellungen wie Landwirte, die in belasteten Flussauenbereichen wirtschaften, unterstützt werden können und wie bei sonstigen Belastungen reagiert werden kann. Es ist beispielsweise bekannt, dass eine Dioxinquelle die Bode belastet, jedoch bleiben Maßnahmen dagegen aus", erläutert Weihrich.
Weihrich kritisiert weiterhin fachliche Unzulänglichkeiten in dem Bericht.
So seien u.a. die laut EU-Verordnung geltenden Höchstgehalte für Dioxine und dioxinähnliche PCB in dem Bericht nicht zutreffend wiedergegeben.
"Insgesamt kann von Entwarnung bei der Dioxinbelastung keine Rede sein", folgert Weihrich.
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