Attac legt Konzept für europaweit koordinierte Vermögensabgabe vor
- Pressemitteilung der Firma , 09.08.2012
Pressemitteilung vom: 09.08.2012 von der Firma aus Frankfurt/M
[ - 09.08.2012] Attac legt Konzept für europaweit koordinierte Vermögensabgabe vor
Oberstes eine Prozent soll durchschnittlich 50 Prozent abgeben
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat ein Konzept für eine europaweit koordinierte Vermögensabgabe vorgelegt ( http://kurzlink.de/Papier_Umverteilen ). "Damit zeigen wir eine klare Alternative zur zerstörerischen Krisenpolitik der Bundesregierung und der Europäischen Union auf", sagte Steffen Stierle vom Attac-Koordinierungskreis. "Die Krise lässt sich nur überwinden, wenn die großen Privatvermögen umfassend beteiligt werden. Fiskalpakt, ESM und Co. dagegen wälzen die Kosten weiter nach unten ab und verschärfen die Krise."
Das Attac-Konzept sieht eine einmalige, europaweit erhobene Abgabe vor, die das Vermögen des reichsten einen Prozents der Gesellschaft mit durchschnittlich 50 Prozent belastet. Die Abgabe soll sowohl Geld- als auch Sachvermögen umfassen und progressiv gestaffelt sein: Ein einfacher Millionär müsste 20 Prozent seines Vermögens abgeben, Mehrfach-Milliardäre würden mit bis zu 80 Prozent belastet. "Das täte niemandem weh und wäre ein Beitrag zu größerer Verteilungsgerechtigkeit . Belastet würden diejenigen, die massiv von der Deregulierung der Finanzmärkte profitiert und dabei die Krise erst ausgelöst haben", stellte Bruno Marcon vom Attac-Rat fest.
EtwaVier Billionen Euro würde die Vermögensabgabe à la Attac europaweit bringen. Die Einnahmen sollen zu einem größtmöglichen Teil in den öffentlichen Sektor umverteilt werden, statt nur in den Schuldenabbau zu fließen. Dazu Bruno Marcon: "Wir müssen die Finanzmärkte durch Kapitalentzug schrumpfen und entmachten. Das ist eine der zentralen Herausforderungen der Zeit." Wichtig sei zudem, dass Abgabe europaweit koordiniert eingeführt wird. Denn die Krise habe einen europäischen Charakter und sei nicht im nationalen Alleingang zu überwinden.
Über die einmalige Vermögensabgabe hinaus fordert Attac dringend dauerhafte Umverteilungsmechanismen. "Die Krise ist in erster Linie die Folge einer immer weiter auseinandergehenden Schere zwischen Arm und Reich, die im Kapitalismus systemisch veranlagt ist. Dieses Problem kann nur durch eine permanente Rückverteilung von oben nach unten und von privat zu öffentlich gelöst werden", sagte Steffen Stierle. Instrumente dafür seien etwa eine Vermögenssteuer, die stärkere Besteuerung hoher Einkommen und Gewinne sowie ein entschiedener Kampf gegen Steuerflucht und -hinterziehung.
Attac gehört mit Verdi und dem Paritätischen Gesamtverband zu den Initiatoren des Bündnisses "Umfairteilen - Reichtum besteuern".
Gemeinsam werden sich die Bündnispartner bei einem bundesweiten Aktionstag am 29. September für Umverteilung stark machen.
Weitere Informationen:
* Attac-Konzept für eine europaweit koordinierte Vermögensabgabe:
http://kurzlink.de/Papier_Umverteilen (Konzeptpapier)
*Attac-Schwerpunkt "Umverteilen":
www.attac.de/umverteilen
* Bündnis "Umfairteilen - Reichtum besteuern":
www.umfairteilen.de
Für Rückfragen und Interviews:
* Steffen Stierle, Attac-Koordinierungskreis, Tel. 0170 - 445 1755
* Bruno Marcon, Attac-Rat, Tel. 0172-7948585
Frauke Distelrath
Pressesprecherin Attac Deutschland
Post: Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt/M
Tel.: 069/900 281-42; 0151/6141 0268
Mail: presse@attac.de, Fax: 069/900 281-99
Oberstes eine Prozent soll durchschnittlich 50 Prozent abgeben
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat ein Konzept für eine europaweit koordinierte Vermögensabgabe vorgelegt ( http://kurzlink.de/Papier_Umverteilen ). "Damit zeigen wir eine klare Alternative zur zerstörerischen Krisenpolitik der Bundesregierung und der Europäischen Union auf", sagte Steffen Stierle vom Attac-Koordinierungskreis. "Die Krise lässt sich nur überwinden, wenn die großen Privatvermögen umfassend beteiligt werden. Fiskalpakt, ESM und Co. dagegen wälzen die Kosten weiter nach unten ab und verschärfen die Krise."
Das Attac-Konzept sieht eine einmalige, europaweit erhobene Abgabe vor, die das Vermögen des reichsten einen Prozents der Gesellschaft mit durchschnittlich 50 Prozent belastet. Die Abgabe soll sowohl Geld- als auch Sachvermögen umfassen und progressiv gestaffelt sein: Ein einfacher Millionär müsste 20 Prozent seines Vermögens abgeben, Mehrfach-Milliardäre würden mit bis zu 80 Prozent belastet. "Das täte niemandem weh und wäre ein Beitrag zu größerer Verteilungsgerechtigkeit . Belastet würden diejenigen, die massiv von der Deregulierung der Finanzmärkte profitiert und dabei die Krise erst ausgelöst haben", stellte Bruno Marcon vom Attac-Rat fest.
EtwaVier Billionen Euro würde die Vermögensabgabe à la Attac europaweit bringen. Die Einnahmen sollen zu einem größtmöglichen Teil in den öffentlichen Sektor umverteilt werden, statt nur in den Schuldenabbau zu fließen. Dazu Bruno Marcon: "Wir müssen die Finanzmärkte durch Kapitalentzug schrumpfen und entmachten. Das ist eine der zentralen Herausforderungen der Zeit." Wichtig sei zudem, dass Abgabe europaweit koordiniert eingeführt wird. Denn die Krise habe einen europäischen Charakter und sei nicht im nationalen Alleingang zu überwinden.
Über die einmalige Vermögensabgabe hinaus fordert Attac dringend dauerhafte Umverteilungsmechanismen. "Die Krise ist in erster Linie die Folge einer immer weiter auseinandergehenden Schere zwischen Arm und Reich, die im Kapitalismus systemisch veranlagt ist. Dieses Problem kann nur durch eine permanente Rückverteilung von oben nach unten und von privat zu öffentlich gelöst werden", sagte Steffen Stierle. Instrumente dafür seien etwa eine Vermögenssteuer, die stärkere Besteuerung hoher Einkommen und Gewinne sowie ein entschiedener Kampf gegen Steuerflucht und -hinterziehung.
Attac gehört mit Verdi und dem Paritätischen Gesamtverband zu den Initiatoren des Bündnisses "Umfairteilen - Reichtum besteuern".
Gemeinsam werden sich die Bündnispartner bei einem bundesweiten Aktionstag am 29. September für Umverteilung stark machen.
Weitere Informationen:
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*Attac-Schwerpunkt "Umverteilen":
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* Bündnis "Umfairteilen - Reichtum besteuern":
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Über :
Attac - die französische Abkürzung für Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der BürgerInnen – wurde 1998 in Frankreich gegründet. Lag der ursprüngliche Fokus von Attac in dem Eintreten für eine demokratische Kontrolle der internationalen Finanzmärkte und der Einführung der Tobin-Steuer, so haben wir uns mittlerweile der gesamten Problematik neoliberaler Globalisierung angenommen.
Mit 90.000 Mitgliedern in 50 Ländern versteht sich Attac als Teil dieser globalen Bewegung. Auch in Deutschland bildet Attac ein breites gesellschaftliches Bündnis, das von ver.di und der GEW über den BUND und Pax Christi bis zu kapitalismuskritischen Gruppen unterstützt wird. Immer mehr Menschen unterschiedlicher politischer und weltanschaulicher Herkunft werden in den mittlerweile über 160 Attac-Gruppen vor Ort aktiv.
Attac versteht sich als Bildungsbewegung mit Aktionscharakter und Expertise. Über Vorträge, Publikationen, Podiumsdikussionen und eine intensive Pressearbeit werden die komplexen Zusammenhänge der Globalisierungsthematik einer breiten Öffentlichkeit vermittelt und Alternativen zum neoliberalen Dogma aufgezeigt. Mit Aktionen soll der notwendige Druck auf Politik und Wirtschaft zur Umsetzung der Alternativen erzeugt werden.
Firmenkontakt:
Für Rückfragen und Interviews:
* Steffen Stierle, Attac-Koordinierungskreis, Tel. 0170 – 445 1755
* Bruno Marcon, Attac-Rat, Tel. 0172-7948585
Frauke Distelrath
Pressesprecherin Attac Deutschland
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Mail: presse@attac.de, Fax: 069/900 281-99
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Mit 90.000 Mitgliedern in 50 Ländern versteht sich Attac als Teil dieser globalen Bewegung. Auch in Deutschland bildet Attac ein breites gesellschaftliches Bündnis, das von ver.di und der GEW über den BUND und Pax Christi bis zu kapitalismuskritischen Gruppen unterstützt wird. Immer mehr Menschen unterschiedlicher politischer und weltanschaulicher Herkunft werden in den mittlerweile über 160 Attac-Gruppen vor Ort aktiv.
Attac versteht sich als Bildungsbewegung mit Aktionscharakter und Expertise. Über Vorträge, Publikationen, Podiumsdikussionen und eine intensive Pressearbeit werden die komplexen Zusammenhänge der Globalisierungsthematik einer breiten Öffentlichkeit vermittelt und Alternativen zum neoliberalen Dogma aufgezeigt. Mit Aktionen soll der notwendige Druck auf Politik und Wirtschaft zur Umsetzung der Alternativen erzeugt werden.
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