Frühwarnsystem in Tiefenort in Betrieb genommen
- Pressemitteilung der Firma Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN), 10.02.2011
Pressemitteilung vom: 10.02.2011 von der Firma Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) aus Erfurt
Kurzfassung: Vor wenigen Tagen wurde in Tiefenort das neu konzipierte Frühwarnsystem in Betrieb genommen. Es besteht aus sieben Erdfallpegeln vor den Gebäuden in direkter Erdfallnähe, die mit jeweils einer Warneinrichtung (Hupe, Rundumleuchte) in der ...
[Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) - 10.02.2011] Frühwarnsystem in Tiefenort in Betrieb genommen
Vor wenigen Tagen wurde in Tiefenort das neu konzipierte Frühwarnsystem in Betrieb genommen. Es besteht aus sieben Erdfallpegeln vor den Gebäuden in direkter Erdfallnähe, die mit jeweils einer Warneinrichtung (Hupe, Rundumleuchte) in der Frankenstein- und Kantstraße verbunden sind. Erdfallpegel bestehen aus Gewichten, die in Bohrungen in ca. 50 Meter Tiefe eingebaut werden. Bewegen sich die Gesteine im Untergrund, rutschen auch die Gewichte nach und lösen die Warneinrichtung aus. Durch die frühzeitige Warnung soll den Anwohnern ermöglicht werden, das Gefährdungsgebiet rechtzeitig zu verlassen.
Ergänzend zu den Erdfallpegeln haben Erschütterungssensoren in vier weiteren Bohrungen und eine seismologische Messstation den Testbetrieb aufgenommen. Diese Systeme dienen mit der Registrierung von Erschütterungen/Bewegungen im Untergrund vor allem der Überwachung des weiteren Umfeldes des Erdfalls (z.B. in Richtung Schule).
Als letzter Schritt der Untersuchungsarbeiten soll eine tiefe Bohrung den Untergrund von Tiefenort genauer erkunden. Alle Ergebnisse werden dann in einer Komplexauswertung zusammengeführt. Erst danach kann ein von der zuständigen Baubehörde zu beauftragender Bausachverständiger Aussagen zur weiteren Nutzbarkeit der im Moment leer stehenden Gebäude treffen.
Hintergrund:
Im Januar 2010 kam es zum wiederholten Mal zu einem Nachbruch des Erdfalls in Tiefenort. Das 2005 installierte Frühwarnsystem konnte die betroffenen Einwohner rechtzeitig vor der herannahenden Gefahr warnen. Infolge dieses bisher größten Nachbruchs mussten 5 Häuser in der direkten Umgebung des Erdfalls geräumt werden und sind seit nunmehr einem Jahr nicht bewohnbar. Die Thüringer Landesregierung hatte den vom Erdfall betroffenen Bürgern im Frühjahr 2010 eine Soforthilfe von jeweils bis zu 10.000 Euro gezahlt.
Die zur Koordinierung aller Vorhaben gebildete Regierungskommission beauftragte den Geologischen Landesdienst der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie mit umfangreichen geowissenschaftlichen Untersuchungen zur Ortslage Tiefenort und mit der Erweiterung des Frühwarnsystems.
Andreas Maruschke
Beethovenstraße 3 • 99096 Erfurt
Tel: (03 61) 37-99 930 • Fax: (03 61) 37-99 939 • E-Mail: pressestelle@tmlfun.thueringen.de• Internet: www.thueringen.de/tmlfun
Vor wenigen Tagen wurde in Tiefenort das neu konzipierte Frühwarnsystem in Betrieb genommen. Es besteht aus sieben Erdfallpegeln vor den Gebäuden in direkter Erdfallnähe, die mit jeweils einer Warneinrichtung (Hupe, Rundumleuchte) in der Frankenstein- und Kantstraße verbunden sind. Erdfallpegel bestehen aus Gewichten, die in Bohrungen in ca. 50 Meter Tiefe eingebaut werden. Bewegen sich die Gesteine im Untergrund, rutschen auch die Gewichte nach und lösen die Warneinrichtung aus. Durch die frühzeitige Warnung soll den Anwohnern ermöglicht werden, das Gefährdungsgebiet rechtzeitig zu verlassen.
Ergänzend zu den Erdfallpegeln haben Erschütterungssensoren in vier weiteren Bohrungen und eine seismologische Messstation den Testbetrieb aufgenommen. Diese Systeme dienen mit der Registrierung von Erschütterungen/Bewegungen im Untergrund vor allem der Überwachung des weiteren Umfeldes des Erdfalls (z.B. in Richtung Schule).
Als letzter Schritt der Untersuchungsarbeiten soll eine tiefe Bohrung den Untergrund von Tiefenort genauer erkunden. Alle Ergebnisse werden dann in einer Komplexauswertung zusammengeführt. Erst danach kann ein von der zuständigen Baubehörde zu beauftragender Bausachverständiger Aussagen zur weiteren Nutzbarkeit der im Moment leer stehenden Gebäude treffen.
Hintergrund:
Im Januar 2010 kam es zum wiederholten Mal zu einem Nachbruch des Erdfalls in Tiefenort. Das 2005 installierte Frühwarnsystem konnte die betroffenen Einwohner rechtzeitig vor der herannahenden Gefahr warnen. Infolge dieses bisher größten Nachbruchs mussten 5 Häuser in der direkten Umgebung des Erdfalls geräumt werden und sind seit nunmehr einem Jahr nicht bewohnbar. Die Thüringer Landesregierung hatte den vom Erdfall betroffenen Bürgern im Frühjahr 2010 eine Soforthilfe von jeweils bis zu 10.000 Euro gezahlt.
Die zur Koordinierung aller Vorhaben gebildete Regierungskommission beauftragte den Geologischen Landesdienst der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie mit umfangreichen geowissenschaftlichen Untersuchungen zur Ortslage Tiefenort und mit der Erweiterung des Frühwarnsystems.
Andreas Maruschke
Beethovenstraße 3 • 99096 Erfurt
Tel: (03 61) 37-99 930 • Fax: (03 61) 37-99 939 • E-Mail: pressestelle@tmlfun.thueringen.de• Internet: www.thueringen.de/tmlfun
Über Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN):
1994 wurden das Landwirtschaftsministerium und das Umweltministerium des Freistaats Thüringen neu strukturiert und zu einem Ministerium zusammengefaßt. Das Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) ist für die Aufgaben, die es in seiner Bezeichnung führt, zuständig. Es gliedert sich in acht Abteilungen. Gegenwärtig gehören dem Ministerium ca. 390 Mitarbeiter an: Beamte, Angestellte und Arbeiter.
Natur, Umwelt und Landwirtschaft sind besonders eng miteinander verbunden. Einerseits können die Ziele von Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege nur mit der Landwirtschaft und Forstwirtschaft erfogreich verwirklicht werden und andererseits ist ein funktionsfähiger Naturhaushalt unsere Existenzgrundlage. Zum Geschäftsbereich des Ministeriums gehört eine Reihe von Fachbehörden und Einrichtungen, die u. a. dafür die wissenschaftlichen und fachlichen Zuarbeiten und den Verwaltungsvollzug leisten:
- die Thüringer Landesanstalt für Umwelt,
- die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft,
- die Thüringer Landesanstalt für Geologie
- die Thüringer Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
- 4 Staatliche Umweltämter
- 1 Nationalpark, Naturparke und Biosphärenreservate
- 12 Landwirtschaftsämter
- 3 Flurneuordnungsämter
- 54 Forstämter
sowie ein Thüringer Oberbergamt und zwei Bergämter.
Firmenkontakt:
Beethovenstraße 3 • 99096 Erfurt
Tel: (03 61) 37-99 930 • Fax: (03 61) 37-99 939 • E-Mail: pressestelle@tmlfun.thueringen.de • Internet: www.thueringen.de/tmlfun
1994 wurden das Landwirtschaftsministerium und das Umweltministerium des Freistaats Thüringen neu strukturiert und zu einem Ministerium zusammengefaßt. Das Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) ist für die Aufgaben, die es in seiner Bezeichnung führt, zuständig. Es gliedert sich in acht Abteilungen. Gegenwärtig gehören dem Ministerium ca. 390 Mitarbeiter an: Beamte, Angestellte und Arbeiter.
Natur, Umwelt und Landwirtschaft sind besonders eng miteinander verbunden. Einerseits können die Ziele von Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege nur mit der Landwirtschaft und Forstwirtschaft erfogreich verwirklicht werden und andererseits ist ein funktionsfähiger Naturhaushalt unsere Existenzgrundlage. Zum Geschäftsbereich des Ministeriums gehört eine Reihe von Fachbehörden und Einrichtungen, die u. a. dafür die wissenschaftlichen und fachlichen Zuarbeiten und den Verwaltungsvollzug leisten:
- die Thüringer Landesanstalt für Umwelt,
- die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft,
- die Thüringer Landesanstalt für Geologie
- die Thüringer Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
- 4 Staatliche Umweltämter
- 1 Nationalpark, Naturparke und Biosphärenreservate
- 12 Landwirtschaftsämter
- 3 Flurneuordnungsämter
- 54 Forstämter
sowie ein Thüringer Oberbergamt und zwei Bergämter.
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