Klimawandel bedroht Schneeleopard

  • Pressemitteilung der Firma WWF - World Wide Fund For Nature, 16.07.2012
Pressemitteilung vom: 16.07.2012 von der Firma WWF - World Wide Fund For Nature aus Frankfurt

Kurzfassung: Himalaya: Treibhausgase drücken Baumgrenze nach oben. Berlin - Nach einer aktuellen WWF-Studie bedroht der Klimawandel die ohnehin schon stark gefährdeten Schneeleoparden im Himalaya. Der Untersuchung zufolge, die im Fachmagazin Biological ...

[WWF - World Wide Fund For Nature - 16.07.2012] Klimawandel bedroht Schneeleopard


Himalaya: Treibhausgase drücken Baumgrenze nach oben.

Berlin - Nach einer aktuellen WWF-Studie bedroht der Klimawandel die ohnehin schon stark gefährdeten Schneeleoparden im Himalaya. Der Untersuchung zufolge, die im Fachmagazin Biological Conservation veröffentlicht wurde, verlieren die Großkatzen bis zu 30 Prozent ihres Lebensraumes, wenn der Anteil an Treibhausgasen in der Atmosphäre weiter steigt. Die Ursache dafür sei die Verschiebung der Baumgrenze in höhere Lagen. "Die Großkatzen verirren sich kaum in die bewaldeten Zonen und auch in den extremen Hochgebirgsregionen haben sie eine natürliche Verbreitungsgrenze, die sie selten überschreiten", fasst Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF-Deutschland die Ergebnisse zusammen. Da sich die Baumgrenze durch den Klimawandel nach oben verlagere, schrumpfe folglich der Lebensraum der Tiere zusammen.

Schneeleoparden finden sich in hochalpinen Regionen oberhalb der Baumgrenze, aber unter 5.000 Metern Höhe. Nur hier können die hoch spezialisierten und bestens angepassten Jäger ihre Beute, wie etwa Steinböcke oder Schraubenziegen, erlegen. Bereits heute gibt es nur noch rund 4.000 bis 6.500 Exemplare in den Gebirgen Nord- und Zentralasiens und dem Himalaya-Massiv.

Die Erwärmung in der Himalaya-Region durch den Klimawandel ist stärker als im Weltdurchschnitt. Der Weltklimarat (IPCC) geht davon aus, dass der Temperaturanstieg am Dach der Welt drei bis vier Grad bis zum Ende des Jahrhunderts betragen könnte. Zugleich zeigen die WWF-Untersuchungen, dass sich der Klimawandel in manchen Gebieten im Himalaya wahrscheinlich weniger stark auswirken wird. Dort könnten Schneeleoparden weiterhin überleben. Nur durch internationale Zusammenarbeit und vernetzte Schutzgebiete könne die Art langfristig geschützt werden, so die Forderung der Umweltorganisation. Zusätzlich müsse die Wilderei bekämpft und die Überweidung begrenzt werden. "Die klimatischen Veränderungen im hochalpinen Bereich bedeuten nicht nur eine Verkleinerung des Lebensraumes für die Schneeleoparden sondern bringt sie auch näher an das Vieh auf den Weiden. Wenn die Großkatzen ihre Beute unter den Nutztieren suchen, sind Tötungen der Schneeleoparden durch die Herdenbesitzer aus Rache zu befürchten", warnt Volker Homes.


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Über WWF - World Wide Fund For Nature:
Der World Wide Fund for Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt und konzentriert seine Arbeit auf drei Großlebensräume: Meere & Küsten, Binnenland-Feuchtgebiete und Wälder. Er wurde 1961 (damals als World Wildlife Fund) in der Schweiz gegründet und verfügt über ein globales Netzwerk von 26 nationalen und fünf assoziierten Organisationen sowie 22 Programmbüros. Weltweit unterstützen ihn rund fünf Millionen Förderer. Der WWF handelt im Auftrag der Natur nach dem Prinzip »Naturschutz für und mit Menschen«.
Die Umweltstiftung WWF Deutschland wurde 1963 als gemeinnützige, unabhängige und überparteiliche Stiftung gegründet.
Naturschutz war damals für viele noch ein Fremdwort. Heute ist die Umweltstiftung mit 284.000 Förderern (Stand 2004) eine der größten privaten Non-Profit-Organisationen des Landes.
Die meisten Projekte des WWF Deutschland –seit 1963 waren es über 2.100 – sind erfolgreich verlaufen.
Im Jahr 2004 war der WWF Deutschland in 48 internationalen und 30 nationalen Naturschutzprojekten aktiv – von der Bewahrung der Tropenwälder in Indonesien und Zentralafrika über den Schutz der mittleren Elbe bis zur politischen Lobbyarbeit in Berlin und Brüssel. 19,3 Millionen Euro flossen 2004 in die Naturschutzarbeit.

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