Mäusebefall im Thüringer Becken: Bund soll Zulassung weiterer Wirkstoffe und Ausbringungsmethoden prüfen
- Pressemitteilung der Firma Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN), 11.07.2012
Pressemitteilung vom: 11.07.2012 von der Firma Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) aus Erfurt
Kurzfassung: Reinholz: Mäusebekämpfung darf Umwelt nicht gefährden Thüringen wird sich auf der nächsten Konferenz der Agrarminister von Bund und Ländern für eine wirksamere Bekämpfung von Feldmäusen in Ackerkulturen einsetzen. Das hat Thüringens ...
[Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) - 11.07.2012] Mäusebefall im Thüringer Becken: Bund soll Zulassung weiterer Wirkstoffe und Ausbringungsmethoden prüfen
Reinholz: Mäusebekämpfung darf Umwelt nicht gefährden
Thüringen wird sich auf der nächsten Konferenz der Agrarminister von Bund und Ländern für eine wirksamere Bekämpfung von Feldmäusen in Ackerkulturen einsetzen. Das hat Thüringens Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz anlässlich der Besichtigung geschädigter Flächen heute in Pfiffelbach angekündigt. "Angesichts des massiven Feldmaus-Befalls in mehreren Bundesländern muss der Bund die Zulassung weiterer Wirkstoffe und Ausbringungsmethoden prüfen", sagte Reinholz.
Der Minister warb bei den Landwirten um Verständnis, dass sich die Landesregierung nicht über geltendes Pflanzenschutzrecht hinwegsetze. "Ich verstehe die Nöte und die Wut der betroffenen Landwirte angesichts der drohenden Ernteverluste. Gleichzeitig dürfen wir durch die Bekämpfung der Mäuse Natur und Umwelt nicht gefährden", sagte Reinholz. Die Unternehmen der chemischen Industrie forderte der Minister auf, in die Entwicklung neuer Wirkstoffe zu investieren.
Den Landwirten brachte Reinholz neuartige Köderstationen mit nach Pfiffelbach. Die Pappröhren erfüllen die Vorschrift der verdeckten Ausbringung der Mäuseköder und können mit deutlich weniger Aufwand auf den Feldern verteilt werden als die losen Giftlinsen. Bis zur Herbstbestellung sollen auch in Thüringen ausreichende Mengen dieser Köderstationen verfügbar sein. Zusätzlich sollten bekannte ergänzende Methoden zur Feldmausbekämpfung angewandt werden, wie eine möglichst tiefgründige Bodenbearbeitung oder das Aufstellen von Sitzstangen für Greifvögel.
Hintergrund
Derzeit ist allein der Wirkstoff Zinkphosphid zur Nagerbekämpfung im Feld zugelassen. Die Giftkörner dürfen nicht breitflächig auf der Bodenfläche abgelegt werden, sondern dürfen nur mit so genannten Legeflinten direkt in die Mäuselöcher gebracht werden.
Die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft hatte Ende Mai beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit beantragt, aufgrund des massiven Mäusebefalls Zinkphosphid-Linsen auch großflächig ausbringen zu dürfen sowie den derzeit nicht für die Feldmaus-Bekämpfung zugelassenen Wirkstoff Chlorphacinon anwenden zu können. Beide Anträge lehnte das Bundesamt Ende Juni ab.
Besonders betroffen von der starken Mäusevermehrung sind Gebiete im Thüringer Becken, im Landkreis Sömmerda. Experten schätzen, dass es dort auf rund 40.000 Hektar zum Teil erhebliche Ertragsverluste geben wird.
Andreas Maruschke
Pressesprecher
Beethovenstraße 3 • 99096 Erfurt
Tel: (03 61) 37-99 930 • Fax: (03 61) 37-99 939
E-Mail: pressestelle@tmlfun.thueringen.de • Internet: www.thueringen.de/tmlfun
Reinholz: Mäusebekämpfung darf Umwelt nicht gefährden
Thüringen wird sich auf der nächsten Konferenz der Agrarminister von Bund und Ländern für eine wirksamere Bekämpfung von Feldmäusen in Ackerkulturen einsetzen. Das hat Thüringens Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz anlässlich der Besichtigung geschädigter Flächen heute in Pfiffelbach angekündigt. "Angesichts des massiven Feldmaus-Befalls in mehreren Bundesländern muss der Bund die Zulassung weiterer Wirkstoffe und Ausbringungsmethoden prüfen", sagte Reinholz.
Der Minister warb bei den Landwirten um Verständnis, dass sich die Landesregierung nicht über geltendes Pflanzenschutzrecht hinwegsetze. "Ich verstehe die Nöte und die Wut der betroffenen Landwirte angesichts der drohenden Ernteverluste. Gleichzeitig dürfen wir durch die Bekämpfung der Mäuse Natur und Umwelt nicht gefährden", sagte Reinholz. Die Unternehmen der chemischen Industrie forderte der Minister auf, in die Entwicklung neuer Wirkstoffe zu investieren.
Den Landwirten brachte Reinholz neuartige Köderstationen mit nach Pfiffelbach. Die Pappröhren erfüllen die Vorschrift der verdeckten Ausbringung der Mäuseköder und können mit deutlich weniger Aufwand auf den Feldern verteilt werden als die losen Giftlinsen. Bis zur Herbstbestellung sollen auch in Thüringen ausreichende Mengen dieser Köderstationen verfügbar sein. Zusätzlich sollten bekannte ergänzende Methoden zur Feldmausbekämpfung angewandt werden, wie eine möglichst tiefgründige Bodenbearbeitung oder das Aufstellen von Sitzstangen für Greifvögel.
Hintergrund
Derzeit ist allein der Wirkstoff Zinkphosphid zur Nagerbekämpfung im Feld zugelassen. Die Giftkörner dürfen nicht breitflächig auf der Bodenfläche abgelegt werden, sondern dürfen nur mit so genannten Legeflinten direkt in die Mäuselöcher gebracht werden.
Die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft hatte Ende Mai beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit beantragt, aufgrund des massiven Mäusebefalls Zinkphosphid-Linsen auch großflächig ausbringen zu dürfen sowie den derzeit nicht für die Feldmaus-Bekämpfung zugelassenen Wirkstoff Chlorphacinon anwenden zu können. Beide Anträge lehnte das Bundesamt Ende Juni ab.
Besonders betroffen von der starken Mäusevermehrung sind Gebiete im Thüringer Becken, im Landkreis Sömmerda. Experten schätzen, dass es dort auf rund 40.000 Hektar zum Teil erhebliche Ertragsverluste geben wird.
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Über Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN):
1994 wurden das Landwirtschaftsministerium und das Umweltministerium des Freistaats Thüringen neu strukturiert und zu einem Ministerium zusammengefaßt. Das Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) ist für die Aufgaben, die es in seiner Bezeichnung führt, zuständig. Es gliedert sich in acht Abteilungen. Gegenwärtig gehören dem Ministerium ca. 390 Mitarbeiter an: Beamte, Angestellte und Arbeiter.
Natur, Umwelt und Landwirtschaft sind besonders eng miteinander verbunden. Einerseits können die Ziele von Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege nur mit der Landwirtschaft und Forstwirtschaft erfogreich verwirklicht werden und andererseits ist ein funktionsfähiger Naturhaushalt unsere Existenzgrundlage. Zum Geschäftsbereich des Ministeriums gehört eine Reihe von Fachbehörden und Einrichtungen, die u. a. dafür die wissenschaftlichen und fachlichen Zuarbeiten und den Verwaltungsvollzug leisten:
- die Thüringer Landesanstalt für Umwelt,
- die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft,
- die Thüringer Landesanstalt für Geologie
- die Thüringer Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
- 4 Staatliche Umweltämter
- 1 Nationalpark, Naturparke und Biosphärenreservate
- 12 Landwirtschaftsämter
- 3 Flurneuordnungsämter
- 54 Forstämter
sowie ein Thüringer Oberbergamt und zwei Bergämter.
Firmenkontakt:
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Pressesprecher
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Natur, Umwelt und Landwirtschaft sind besonders eng miteinander verbunden. Einerseits können die Ziele von Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege nur mit der Landwirtschaft und Forstwirtschaft erfogreich verwirklicht werden und andererseits ist ein funktionsfähiger Naturhaushalt unsere Existenzgrundlage. Zum Geschäftsbereich des Ministeriums gehört eine Reihe von Fachbehörden und Einrichtungen, die u. a. dafür die wissenschaftlichen und fachlichen Zuarbeiten und den Verwaltungsvollzug leisten:
- die Thüringer Landesanstalt für Umwelt,
- die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft,
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- 4 Staatliche Umweltämter
- 1 Nationalpark, Naturparke und Biosphärenreservate
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