"Eine neue Droge pro Woche

  • Pressemitteilung der Firma Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA), 03.07.2012
Pressemitteilung vom: 03.07.2012 von der Firma Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) aus Köln

Kurzfassung: BZgA informiert über Risiken von sogenannten "Legal Highs" Zahl neu entdeckter Substanzen wächst rasant Köln, 3. Juli 2012. Auf dem Europäischen Drogenmarkt tauchen immer mehr neue Substanzen auf, darunter vor allem synthetische Cannabinoide, ...

[Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) - 03.07.2012] "Eine neue Droge pro Woche"


BZgA informiert über Risiken von sogenannten "Legal Highs"

Zahl neu entdeckter Substanzen wächst rasant

Köln, 3. Juli 2012. Auf dem Europäischen Drogenmarkt tauchen immer mehr neue Substanzen auf, darunter vor allem synthetische Cannabinoide, die dem Cannabis-Wirkstoff THC ähneln. Sie werden als "Legal Highs" vermarktet oder als sogenannte "Research Chemicals" über das Internet vertrieben.

Über die genauen gesundheitlichen Risiken existieren bislang nur Fallberichte, die aber geben Anlass zur Sorge. Auch Todesfälle hat es inzwischen gegeben. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert auf ihrem Internetportal http://www.drugcom.de in einem neuen Themenschwerpunkt über Wirkungen und Risiken von synthetischen Cannabinoiden.

Laut dem aktuellen Jahresbericht der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EBDD und Europol hat die Zahl neu entdeckter Drogen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Allein 2011 wurden 49 neue psychoaktive Substanzen an das Frühwarnsystem der EU gemeldet. Zwei Jahre zuvor waren es noch 24.

Unter den im Jahr 2011 gemeldeten Drogen fanden sich 23 neue synthetische Cannabinoide, die häufig als "Legal Highs" bezeichnet werden.

In der Regel werden die Substanzen nicht offen zum Konsum angeboten, sondern zum Beispiel als "Kräutermischung" oder "Badesalze" getarnt vermarktet. Bislang gibt es keine systemati-schen Studien zu den neuen Wirkstoffen. Es mehren sich aber Fallberichte, in denen Konsu-mentinnen und Konsumenten unter teils gravierenden Folgen leiden, darunter Panikattacken, Krampfanfälle, Herzinfarkt und Atemstillstand. In einigen Fällen kam es zum Selbstmord, wobei es im Vorfeld keine Anzeichen hierfür gegeben habe. Inwiefern der Konsum von synthetischen Cannabinoiden tatsächlich Ursache der beschriebenen Folgen ist, konnte noch nicht vollständig geklärt werden.

Dennoch warnt BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott vor dem Konsum:

"Bei den soge-nannten Legal Highs ist in der Regel weder über die Menge noch über die Zusammensetzung der verwendeten Wirkstoffe etwas bekannt.

Wer den Inhalt solcher ‚Wundertüten’ raucht oder auf andere Weise konsumiert, geht ein nicht kalkulierbares gesundheitliches Risiko ein. Vom Konsum dieser Substanzen ist daher dringend abzuraten." Weiterführende Informationen über Wirkungen und Risiken zu synthetischen Cannabinoiden hat die BZgA auf ihrem Internetportal zu Sucht und Drogen www.drugcom.de im neuen Topthema "Eine neue Droge pro Woche" zusammengestellt.

Mehr unter http://www.drugcom.de


Dr. Marita Völker-Albert
Pressesprecherin der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
51101 Köln
Tel. 0221-8992280
Fax: 0221-8992201
E-Mail: marita.voelker-albert@bzga.de
http://www.bzga.de

RSS-Feed: http://www.bzga.de/rss-presse.php
Twitter: http://www.twitter.com/bzga_de

Über Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA):
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist seit 1967 zum gesundheitlichen Wohle der Bürgerinnen und Bürger tätig. In dieser Zeit haben sich die Themen der gesundheitlichen Aufklärung erweitert, ihre Methoden geändert, und neue Aufgaben sind hinzugekommen. Gleichzeitig sind auch die Anforderungen an eine erfolgreiche Gesundheitsförderung gestiegen.
Diesen Veränderungen haben wir Rechnung getragen und auf der Grundlage unseres Gründungsauftrags aus dem Jahre 1967 eine Neubestimmung vorgenommen. In diesem Sinne räumen wir in Zukunft der Erarbeitung von wissenschaftlichen Grundlagen und von Qualitätssicherungsverfahren noch mehr Raum ein. Durch nationale und internationale Kooperation fördern wir verstärkt ein arbeitsteiliges Vorgehen, denn erst durch die konsequente Nutzung der Stärken vieler Partner können Synergieeffekte entstehen. Mittelfristig streben wir den Aufbau als Clearingstelle an, damit Aktivitäten und Ressourcen auf zentrale Gesundheitsprobleme konzentriert und die Effektivität und Effizienz der gesundheitlichen Aufklärung gestärkt werden.
Unsere Aufklärungsmaßnahmen konzentrieren wir auf ausgewählte Teile der Bevölkerung. In der nächsten Zeit ist dies vor allem die Zielgruppe "Kinder und Jugendliche". Unsere Kompetenz sehen wir in der Entwicklung, Umsetzung und wissenschaftlichen Überprüfung von Aufklärungsstrategien zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Dazu bedarf es auch der Beteiligung zentraler Kooperationspartner. Gleichzeitig wollen wir mehr als bisher Bürgerinnen und Bürger über aktuelle gesundheitliche Themen von bundesweiter Bedeutung informieren. Unverändert wichtig bleibt die langfristige Umsetzung der gesetzlichen und bundespolitischen Aufträge in der Sucht- und Aids-Prävention wie auch in der Sexualaufklärung und Familienplanung.

Firmenkontakt:
Dr. Marita Völker-Albert
Pressesprecherin der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
51101 Köln
Tel. 0221-8992280
Fax: 0221-8992201
E-Mail: marita.voelker-albert@bzga.de
http://www.bzga.de

RSS-Feed: http://www.bzga.de/rss-presse.php
Twitter: http://www.twitter.com/bzga_de

Die Pressemeldung ""Eine neue Droge pro Woche" unterliegt dem Urheberrecht der pressrelations GmbH. Jegliche Verwendung dieses Textes, auch auszugsweise, erfordert die vorherige schriftliche Erlaubnis des Autors. Autor der Pressemeldung ""Eine neue Droge pro Woche" ist Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA).