Kristina Schröder: 'Start des Fonds Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990'

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), 02.07.2012
Pressemitteilung vom: 02.07.2012 von der Firma Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Berlin

Kurzfassung: Betroffene können sich an Anlauf- und Beratungsstellen in den ostdeutschen Ländern wenden Am 1. Juli 2012 wird der Fonds "Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990" (Fonds "Heimerziehung in der DDR") gestartet. Der Bund, die Länder ...

[Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) - 02.07.2012] Kristina Schröder: "Start des Fonds Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990"


Betroffene können sich an Anlauf- und Beratungsstellen in den ostdeutschen Ländern wenden

Am 1. Juli 2012 wird der Fonds "Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990" (Fonds "Heimerziehung in der DDR") gestartet. Der Bund, die Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt sowie die Freistaaten Sachsen und Thüringen haben den Fonds eingerichtet und mit 40 Millionen Euro ausgestattet.

"Auch der Fonds 'Heimerziehung in der DDR' kann das unfassbare Leid, das einer Vielzahl von Heimkindern in Einrichtungen der DDR angetan wurde nicht ungeschehen machen", sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. "Aber wir eröffnen damit für Betroffene zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten, die ihnen helfen, heute noch andauernde Folgeschäden aus der Zeit ihrer Heimunterbringung zu mildern. Das sind wir den Opfern schuldig."

In der DDR wurden in den Heimen der Jugendhilfe häufig Zwang und Gewalt ausgeübt.
Insbesondere in den Spezialheimen war der Alltag von Freiheitsbeschränkung, Menschenrechtsverletzungen, Fremdbestimmung, entwürdigenden Strafen, Verweigerung von Bildungs- und Entwicklungschancen sowie erzwungener Arbeit geprägt.

Mit dem Fonds werden nun auch Hilfsangebote für die Betroffenen der DDR-Heimerziehung vorgesehen, nachdem zum 1. Januar 2012 bereits der Fonds "Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975"
(Fonds "Heimerziehung West") eingerichtet worden war. Analog dem Fonds "Heimerziehung West" gibt es für Betroffene der DDR-Heimerziehung Hilfen und Unterstützungsleistungen bei bis heute noch bestehenden Folgeschäden und/oder bei Minderung von Rentenansprüchen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Anlauf- und Beratungsstellen in den ostdeutschen Ländern und in Berlin informieren und beraten die Betroffenen und ermitteln in ausführlichen Gesprächen den konkreten Hilfebedarf. Bis zum 30. Juni
2016 können Betroffene mit der zuständigen Anlauf- und Beratungsstelle Vereinbarungen über geeignete Hilfen und Unterstützungsleistungen aus dem Fonds abschließen.

Auf der Website zum Fonds sind ausführliche Informationen zum Fonds "Heimerziehung in der DDR" und zum Fonds "Heimerziehung West", zur Antragstellung und zu den Zuständigkeiten der Beratungsstellen zu finden:
www.fonds-heimerziehung.de.
Ein kostenloses Infotelefon gibt Auskunft über die zuständige Beratungseinrichtung: 0800 / 100 49 00 (montags: 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr dienstags, mittwochs, freitags: 16.00 Uhr bis 22.00 Uhr und sonntags: 14.00 Uhr bis 20.00 Uhr)

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de.


Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de
Internet: http://www.bmfsfj.de
Servicetelefon: 01801 90 70 50

Über Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ):
Um den gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen, hat die Bundesregierung eine nachhaltige Familienpolitik zu ihrem Markenzeichen gemacht: Ein neuartiger Mix aus Ausbau der Infrastruktur, familienfreundlicher Unternehmenskultur und neu zentrierten monetären Leistungen schafft wirtschaftliche, aber auch zeitliche Spielräume für die Familien und erhöht damit die Lebensqualität für Eltern und Kinder.
Mit dem Tagesbetreuungsausbaugesetz soll bis zum Jahr 2010 das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren um 230.000 neue Plätze steigen. Dieses Gesetz verpflichtet die Kommunen, bis 2010 ein ausreichendes Betreuungsangebot für die unter Dreijährigen zu schaffen.

Firmenkontakt:
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