Zum Weltdrogentag am 26. Juni - Glasklar statt benebelt

  • Pressemitteilung der Firma Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA), 25.06.2012
Pressemitteilung vom: 25.06.2012 von der Firma Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) aus Köln

Kurzfassung: Open-Air-Aktion der BZgA macht auf Alkoholmissbrauch junger Menschen aufmerksam Köln, 25. Juni 2012. Alkohol ist das Suchtmittel Nummer eins bei jungen Menschen in Deutschland. Knapp 42 Prozent der 18- bis 25-Jährigen gefährden ihre Gesundheit ...

[Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) - 25.06.2012] Zum Weltdrogentag am 26. Juni - Glasklar statt benebelt


Open-Air-Aktion der BZgA macht auf Alkoholmissbrauch junger Menschen aufmerksam Köln, 25. Juni 2012. Alkohol ist das Suchtmittel Nummer eins bei jungen Menschen in Deutschland. Knapp 42 Prozent der 18- bis 25-Jährigen gefährden ihre Gesundheit durch Rauschtrinken. Bei den Minderjährigen fallen vor allem die Jungen zwischen 16 und 17 Jahren auf. Mit 45 Prozent ist das Rauschtrinken bei ihnen besonders weit verbreitet, bei den Mädchen neigt mehr als jede Fünfte (22 Prozent) dazu. Diese Ergebnisse aus der Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) machen deutlich: Riskanter Alkoholkonsum ist bei jungen Menschen in Deutschland weiterhin verbreitet. Zum Weltdrogentag am 26. Juni macht die BZgA darauf mit einer großen Open-Air-Aktion unter dem Motto "Glasklar statt benebelt" aufmerksam, die heute (25. Juni) in Köln stattfindet.

BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott erklärt: "In Deutschland wird Alkohol immer noch stark verharmlost. Das wirkt sich auch auf den Umgang von jungen Menschen mit Alkohol aus. Exzessives Trinken ist bei einem Teil von ihnen nach wie vor ein Problem. Welche Gefahren damit einhergehen, verlieren junge Menschen dabei meist völlig aus dem Blick." Vor allem das Rauschtrinken kann sich massiv auf die Gesundheit Jugendlicher auswirken. Studien zeigen, dass hoher Alkoholkonsum im Jugendalter zu Störungen wichtiger Hirnfunktionen führen kann. Kognitive Leistungen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und abstraktes Denken werden dadurch beeinträchtigt. Auch nach zehn Jahren waren solche Störungen noch nachweisbar. "Außerdem hat Alkohol ein hohes Suchtpotenzial. Je früher Jugendliche mit dem Trinken beginnen, desto höher ist das Risiko, später abhängig zu werden", sagt Prof. Dr. Pott.

Seit 2009 führt die BZgA die größte deutsche Alkoholpräventionskampagne für Jugendliche "Alkohol? Kenn dein Limit." durch und wird dabei vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) unterstützt.

"Alkoholprävention, speziell für Jugendliche, ist und bleibt unverzichtbar. Schließlich geht es um die gesunde Entwicklung der kommenden Generation", erklärt PKV-Verbandsdirektor Dr. Volker Leienbach.

"Mit der Förderung der "Kenn dein Limit."-Kampagne übernimmt die Private Krankenversicherung gesellschaftliche Verantwortung auch im Bereich der Suchtprävention und trägt dazu bei, riskantes Trinkverhalten von Jugendlichen zu reduzieren." "Glasklar statt benebelt" – Die Aktion zum Weltdrogentag in Köln Im Rahmen der Kampagne findet heute die Open-Air-Aktion der BZgA "Glasklar statt benebelt" zum Weltdrogentag statt. Auf dem Aktions-Areal in der Kölner Innenstadt können Jugendliche an überdimensionalen und teils begehbaren Bier-, Schnaps- und Sektgläsern hautnah erfahren, welche Risiken mit Alkohol verbunden sind. Im 2,80 Meter hohen Bierglas etwa machen eindringliche Audiosequenzen die unterschiedlichen Gefahren und Folgen von hohem Alkoholkonsum erlebbar. Am Mix-it Schnapsglas können Jugendliche außerdem ihr Wissen über alkoholhaltige Mischgetränke auf die Probe stellen oder mit der Rauschbrille, die bis zu 1,3 Promille simuliert, erleben, wie stark Alkohol die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt.
Fotos von der Aktion in Köln können Sie ab etwa 15.00 Uhr herunterladen
unter:
http://www.bzga.de/presse/pressemotive/alkohol-kenn-dein-limit/


Weitere Informationen:
Aktuelle Grafiken zum Alkoholkonsum Jugendlicher in Deutschland:
http://www.bzga.de/presse/daten-und-fakten/
Ergebnisse der BZgA-Studie "Die Drogenaffinität Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2011":
http://www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/suchtpraevention/

Wie Rauschtrinken das Gehirn verändert – Artikel im BZgA-Newsletter "Alkoholspiegel" http://www.bzga.de/infomaterialien/alkoholpraevention/alkoholspiegel-oktober-2011/

Das Internetportal der Kampagne "Alkohol? Kenn dein Limit.":
http://www.kenn-dein-limit.info


Mit besten Grüßen
Dr. Marita Völker-Albert
Pressesprecherin der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
51101 Köln
Tel. 0221-8992280
Fax: 0221-8992201
E-Mail: marita.voelker-albert@bzga.de
http://www.bzga.de

Über Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA):
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist seit 1967 zum gesundheitlichen Wohle der Bürgerinnen und Bürger tätig. In dieser Zeit haben sich die Themen der gesundheitlichen Aufklärung erweitert, ihre Methoden geändert, und neue Aufgaben sind hinzugekommen. Gleichzeitig sind auch die Anforderungen an eine erfolgreiche Gesundheitsförderung gestiegen.
Diesen Veränderungen haben wir Rechnung getragen und auf der Grundlage unseres Gründungsauftrags aus dem Jahre 1967 eine Neubestimmung vorgenommen. In diesem Sinne räumen wir in Zukunft der Erarbeitung von wissenschaftlichen Grundlagen und von Qualitätssicherungsverfahren noch mehr Raum ein. Durch nationale und internationale Kooperation fördern wir verstärkt ein arbeitsteiliges Vorgehen, denn erst durch die konsequente Nutzung der Stärken vieler Partner können Synergieeffekte entstehen. Mittelfristig streben wir den Aufbau als Clearingstelle an, damit Aktivitäten und Ressourcen auf zentrale Gesundheitsprobleme konzentriert und die Effektivität und Effizienz der gesundheitlichen Aufklärung gestärkt werden.
Unsere Aufklärungsmaßnahmen konzentrieren wir auf ausgewählte Teile der Bevölkerung. In der nächsten Zeit ist dies vor allem die Zielgruppe "Kinder und Jugendliche". Unsere Kompetenz sehen wir in der Entwicklung, Umsetzung und wissenschaftlichen Überprüfung von Aufklärungsstrategien zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Dazu bedarf es auch der Beteiligung zentraler Kooperationspartner. Gleichzeitig wollen wir mehr als bisher Bürgerinnen und Bürger über aktuelle gesundheitliche Themen von bundesweiter Bedeutung informieren. Unverändert wichtig bleibt die langfristige Umsetzung der gesetzlichen und bundespolitischen Aufträge in der Sucht- und Aids-Prävention wie auch in der Sexualaufklärung und Familienplanung.

Firmenkontakt:
Mit besten Grüßen
Dr. Marita Völker-Albert
Pressesprecherin der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
51101 Köln
Tel. 0221-8992280
Fax: 0221-8992201
E-Mail: marita.voelker-albert@bzga.de
http://www.bzga.de

Die Pressemeldung "Zum Weltdrogentag am 26. Juni - Glasklar statt benebelt" unterliegt dem Urheberrecht der pressrelations GmbH. Jegliche Verwendung dieses Textes, auch auszugsweise, erfordert die vorherige schriftliche Erlaubnis des Autors. Autor der Pressemeldung "Zum Weltdrogentag am 26. Juni - Glasklar statt benebelt" ist Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA).