Die Mehrheit der Deutschen sieht den Wald als entscheidenden Faktor für den Klimaschutz

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 08.02.2011
Pressemitteilung vom: 08.02.2011 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin

Kurzfassung: Umfrage des Bundeslandwirtschaftsministeriums zum "Jahr der Wälder" Die Mehrheit der Bundesbürger betrachtet den Wald als entscheidenden Faktor für den Klima- und Artenschutz. In einer repräsentativen Umfrage zum "Internationalen Jahr der ...

[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 08.02.2011] Die Mehrheit der Deutschen sieht den Wald als entscheidenden Faktor für den Klimaschutz


Umfrage des Bundeslandwirtschaftsministeriums zum "Jahr der Wälder"

Die Mehrheit der Bundesbürger betrachtet den Wald als entscheidenden Faktor für den Klima- und Artenschutz.

In einer repräsentativen Umfrage zum "Internationalen Jahr der Wälder 2011", die das Bundeslandwirtschaftsministerium in Auftrag gegeben hat, erklärten 78 Prozent der Bürger, der Wald sei als Ökosystem von entscheidender Bedeutung für das Weltklima. 82 Prozent wollen den Wald als "unersetzbaren Lebensraum" für die Tier- und Pflanzenwelt erhalten wissen. Knapp 34 Prozent sehen den Wald als einen Ort, den sie gerne für ihre Freizeitgestaltung nutzen. Auch die wirtschaftlichen Faktoren des Waldes werden anerkannt: Jeder Dritte sieht den Wald in Deutschland als wichtigen Arbeitgeber und bedeutenden Wirtschaftsfaktor. 41 Prozent der Bürger erklären, der Wald liefere zahlreiche Produkte, die im Alltag von Bedeutung seien. Insbesondere in der Altersgruppe über 60 Jahre stimmt fast jeder Zweite dieser Aussage zu. Auffallend: Je jünger die Verbraucher, desto geringer der Stellenwert von Holzprodukten. Unter den 20- bis 29-Jährigen ist es nur etwa jeder Dritte, der im Alltag auf Holz setzt.

Für die Umfrage wurden im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) bundesweit 2.000 Personen im Alter ab 14 Jahren befragt.

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2011 zum "Internationalen Jahr der Wälder" erklärt. Dabei soll auf die besondere Verantwortung der Menschen für die weltweit rund vier Milliarden Hektar Wald hingewiesen werden. Deutschland beteiligt sich am Internationalen Jahr der Wälder mit einem groß angelegten Beitrag unter dem Motto "Entdecken Sie unser Waldkulturerbe". Unter der Federführung des Bundesministeriums sind neben Ländern und Kommunen auch mehr als 60 Bundesverbände aus Naturschutz, Wirtschaft und Gesellschaft an den Aktionen beteiligt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich über die Funktionen und Facetten des Waldes zu informieren und den Wald aus einem neuen Blickwinkel zu entdecken. Bundesweiter Auftakt ist am 21. März 2011, dem Internationalen Tag des Waldes. Schirmherr der deutschen Aktivitäten ist Bundespräsident Christian Wulff.

Während die Waldfläche insbesondere in den tropischen Regionen stark abnimmt - jährlich werden weltweit rund 13 Millionen Hektar Wald vernichtet - wächst die Waldfläche in Deutschland stetig an: In den letzten 40 Jahren vergrößerte sich die bewaldete Fläche in Deutschland um rund zehn Prozent beziehungsweise eine Million Hektar auf aktuell rund 11,1 Millionen Hektar. Damit ist rund ein Drittel der Gesamtfläche Deutschlands mit Wald bedeckt. Deutschland verzeichnet einen jährlichen Holzzuwachs von rund 114 Millionen Kubikmeter – die Holzvorräte Deutschlands sind mit 3,4 Milliarden Kubikmeter mittlerweile die größten Europas. Im Forst- und Holzsektor arbeiten bundesweit rund 1,2 Millionen Menschen, die einen Jahresumsatz von rund 170 Milliarden Euro erwirtschaften. Deutschlands Wälder leisten auch einen wesentlichen Beitrag zum Schutz des Klimas: Sie speichern über 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. 17 Millionen Tonnen CO2 werden durch den Wald jährlich aus der Atmosphäre gebunden. Auch aus diesem Grund fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium im Internationalen Jahr der Wälder verschiedene Aktionen zum Schutz und Erhalt der Wälder.


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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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