Minister Schneider: Kleinere Städte tragen viel zur Integration bei

  • Pressemitteilung der Firma Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAIS NRW), 01.06.2012
Pressemitteilung vom: 01.06.2012 von der Firma Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAIS NRW) aus Düsseldorf

Kurzfassung: Integrationsminister stellt NRW-Zuwanderungsstatistik vor Düsseldorf, 01.06.2012 Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: Bei der heutigen Vorstellung der neuesten NRW-Zuwanderungsstatistik ...

[Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAIS NRW) - 01.06.2012] Minister Schneider: Kleinere Städte tragen viel zur Integration bei


Integrationsminister stellt NRW-Zuwanderungsstatistik vor

Düsseldorf, 01.06.2012

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Bei der heutigen Vorstellung der neuesten NRW-Zuwanderungsstatistik brachte NRW-Integrationsminister Guntram Schneider unerwartete Zahlen zu Tage: "Besonders interessant ist, dass der ländliche Raum und insbesondere auch die kleineren Städte viel mehr zur Integration beitragen, als viele annehmen", sagte Schneider heute (01. Juni 2012) in Düsseldorf.

So habe Hagen bei den kreisfreien Städten "mit 35,5 Prozent den höchsten Anteil von Migrantinnen und Migranten an der Bevölkerung", gefolgt von Wuppertal (33,2 Prozent), Leverkusen (33,0 Prozent) und Remscheid (32,5 Prozent). Köln folgt mit 31,5 Prozent erst auf dem fünften Platz. Weitere Spitzenreiter sind Düsseldorf und Solingen (jeweils 30,9 Prozent). "Den geringsten Migrantenanteil hat Münster (20,9 Prozent)", so Schneider.

Bei den Kreisen liegt der Märkische Kreis mit einem Migrantenanteil von 29,0 Prozent vorne, gefolgt vom Oberbergischen Kreis (27,9 Prozent) und dem Kreis Paderborn (26,2 Prozent). Den niedrigsten Anteil hat der Kreis Coesfeld (7,7 Prozent). "Auch bei den Regierungsbezirken ergibt sich ein für viele sicher unerwartetes Bild: Den höchsten Migrantenanteil hat der Regierungsbezirk Arnsberg (25,1 Prozent)", erläuterte der Integrationsminister. Es folgen die Regierungsbezirke Köln (24,2 Prozent), Düsseldorf (23,9 Prozent), Detmold (23,6 Prozent) und Münster (17,8 Prozent).

Weitere interessante Ergebnisse der NRW-Zuwanderungsstatistik:
Die 548.661 Türkinnen und Türken sind mit Abstand die größte nichtdeutsche Zuwanderergruppe in NRW (Anteil an den Ausländer/innen: 30,6 Prozent). Danach folgen die Italienerinnen und Italiener (121.509 Personen) und die Polinnen und Polen (119.171 Personen). 81,7 Prozent der Ausländerinnen und Ausländer stammen aus dem europäischen Ausland (einschließlich Türkei). Unter den Nichteuropäern sind die Asiatinnen und Asiaten mit 190.609 Personen die größte Gruppe (ihr Anteil an der ausländischen Bevölkerung beträgt 10,6 Prozent). Nordrhein-Westfalen hat von 1989 bis 2009 647.380 Spätaussiedlerinnen und -aussiedler aufgenommen, die vorwiegend aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion gekommen sind. Ihre Zahl ist seit Jahren rückläufig, 2010 kamen noch 502 von ihnen nach NRW. "Von den 4,2 Millionen Menschen in NRW mit einem Migrationshintergrund waren im Jahr 2010 mehr als die Hälfte (2,3 Millionen) deutsche Staatsbürger", so Guntram Schneider. Insgesamt haben 23,3 Prozent der nordrhein-westfälischen Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Dies sind laut Definition Menschen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit, Menschen, die seit 1950 nach Deutschland zugewandert sind, und Menschen mit mindestens einem seit 1960 zugewanderten oder ausländischen Elternteil.

Die nach Kreisen und kreisfreien Städten trennscharf aufbereitete NRW-Zuwanderungsstatistik enthält eine Fülle von Daten zur Bevölkerungsbewegung und insbesondere zur Situation von Ausländerinnen und Ausländern am Arbeitsmarkt und im Bildungswesen. Soweit verfügbar sind auch Zahlen über Menschen mit und ohne Migrationshintergrund enthalten. Stand der Daten ist in den meisten Fällen der 31.12.2010.

Die NRW-Zuwanderungsstatistik im Internet: www.mais.nrw.de


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