Thromboserisiko während der Schwangerschaft: Heparin-Gabe bei Schwangeren mit thrombotrac wochengenau berechenbar

  • Pressemitteilung der Firma SIMFO Spezielle Immunologie Forschung + Entwicklung GmbH, 29.05.2012
Pressemitteilung vom: 29.05.2012 von der Firma SIMFO Spezielle Immunologie Forschung + Entwicklung GmbH aus Bayreuth

Kurzfassung: Bayreuth - Während der Schwangerschaft ist das Risiko an einer Thrombose zu erkranken bis zu 40-fach erhöht. Studien zufolge erkrankt rund jede 20. schwangere Frau an einer Venenthrombose. Bleibt sie unbehandelt, kann die Verstopfung der ...

[SIMFO Spezielle Immunologie Forschung + Entwicklung GmbH - 29.05.2012] Thromboserisiko während der Schwangerschaft: Heparin-Gabe bei Schwangeren mit thrombotrac wochengenau berechenbar


Bayreuth - Während der Schwangerschaft ist das Risiko an einer Thrombose zu erkranken bis zu 40-fach erhöht. Studien zufolge erkrankt rund jede 20. schwangere Frau an einer Venenthrombose. Bleibt sie unbehandelt, kann die Verstopfung der Blutgefäße zu einer Lungenembolie führen – die häufigste Todesursache bei Schwangerschaften. Sowohl zur Prävention als auch zur Behandlung werden hochgefährdete Schwangere daher mit Blutverdünnungsmitteln wie Heparin behandelt. 'Welche Patientin ab welchem Zeitpunkt und wie lange behandelt wird, beruht in den meisten Fällen nicht auf wissenschatlich fundierten Daten, sondern auf der momentanen Meinung des behandelnden Arztes', warnt Dr. Ulrich Pachmann, Leiter der Laborpraxis Dr. Pachmann im Transfusionsmedizinischen Zentrum Bayreuth (TZB). 'Dabei wird die Heparin-Schutzwirkung mit erhöhter Blutungsgefahr regelrecht erkauft. Tatsächlich nämlich ist die Datenlage angesichts rund 30 bekannter Risiko- und Schutzfaktoren lückenhaft', so der Transfusionsmediziner weiter.

Unter seiner Leitung hat eine Arbeitsgruppe von Wissenschaftlern für den Schwangerschaftsverlauf das bewährte Rechenverfahren thrombotrac weiterentwickelt, das sämtliche Risikofaktoren nach ihrem tatsächlichen Beitrag gewichtet. Wissenslücken werden dabei mit vernünftigen Annahmen über die einzelnen Faktoren und deren Wechselwirkung überbrückt. 'Wir konnten feststellen, dass das Thromboserisiko ab der 8. bis zur 28. Schwangerschaftswoche kontinuierlich ansteigt. Allein die Behinderung des venösen Abflusses aus den Beinen erhöht dabei das Thromboserisiko um ein Vierfaches. Das tatsächliche, individuelle Thromboserisiko kann somit abgeleitet werden – aus Anamnese und dispositiven sowie aktuellen Blut-Faktoren. Das ermöglicht es uns wochengenau darzustellen, ab wann der Thromboseschutz durch Behandlung mit Heparin das Blutungsrisiko übersteigt', erklärt Pachmann.

Für die Zuverlässigkeit der Methode, den prophylaktischen Beginn der Heparin-Behandlung zu bestimmen, spricht der Erfolg: In 90 Schwangerschaften, bei denen die behandelnden Ärzte ihre Therapieentscheidung mit dem Rechenergebnis von thrombotrac verifizieren konnten, traten bei keiner Einzigen der Frauen Thrombosen oder Blutungen auf.

Weitere Informationen unter www.laborpachmann.de sowie www.thrombotrac.de


Über die Arbeitsgemeinschaft Transfusionsmedizinisches Zentrum Bayreuth (TZB)

Die Arbeitsgemeinschaft Transfusionsmedizinisches Zentrum Bayreuth (TZB) – bestehend aus der Laborpraxis Dr. Pachmann und der Forschungseinrichtung SIMFO – präsentiert sich als kompetenter Partner in der Onkologie und Hämostaseologie. Das TZB ist darüber hinaus Tagungsort von Bayerns Qualitätszirkel Thrombose und Lungenembolie, der vierteljährlich zusammentritt.

Die Laborpraxis Dr. Pachmann versorgt als Teil der Arbeitsgemeinschaft ambulante und stationär behandelte Kranke aller Kassen mit diagnostischen Leistungen und Therapien. Zu den Kompetenzschwerpunkten der Laborpraxis zählen Blutstillungsstörungen, speziell die Thrombozytopenie und die von Willebrand-Erkrankung, sowie Thrombosen und Lungenembolien und deren individuelle Prophylaxe. Darüber hinaus hat sie sich auf die Bestimmung von tumortypischen Zellen im Blut zur Erfolgskontrolle in der adjuvanten Chemotherapie, zur Ausschöpfung der Hormontherapie und zur personalisierten Optimierung spezialisiert. Sämtliche Blutuntersuchungen der Praxis erfolgen in höchstrangig akkreditierter Qualität. Die Praxis ist kinderfreundlich und behindertengerecht.

Die medizinisch-biologisch ausgerichtete Forschungseinrichtung SIMFO bietet professionelle Studienleitung und Methodenentwicklung gepaart mit höchster Fachkompetenz in der Onkologie, Hämostaseologie und Transfusionsmedizin. Durch konstante Weiterbildung, strukturierten Wissenstransfer und erfolgreiche Innovationskultur entwickelt SIMFO modernste Verfahren der Spitzenklasse.

Internet: www.laborpachmann.de und www.simfo.de




Über SIMFO Spezielle Immunologie Forschung + Entwicklung GmbH:
Weitere Informationen finden sich auf unserer Homepage

Firmenkontakt:
Presse-Kontakt:

SIMFO Spezielle Immunologie Forschung + Entwicklung GmbH
Kurpromenade 2
D-95448 Bayreuth

Peter Pachmann
Tel.: 040 / 450 63 224
E-Mail: presse@simfo.de

Die Pressemeldung "Thromboserisiko während der Schwangerschaft: Heparin-Gabe bei Schwangeren mit thrombotrac wochengenau berechenbar" unterliegt dem Urheberrecht der pressrelations GmbH. Jegliche Verwendung dieses Textes, auch auszugsweise, erfordert die vorherige schriftliche Erlaubnis des Autors. Autor der Pressemeldung "Thromboserisiko während der Schwangerschaft: Heparin-Gabe bei Schwangeren mit thrombotrac wochengenau berechenbar" ist SIMFO Spezielle Immunologie Forschung + Entwicklung GmbH.