Hausmüllaufkommen in Thüringen 2010 leicht gesunken

  • Pressemitteilung der Firma Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN), 24.05.2012
Pressemitteilung vom: 24.05.2012 von der Firma Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) aus Erfurt

Kurzfassung: Weniger gefährliche Abfälle / Abfallbilanz online veröffentlicht Das Thüringer Hausmüllaufkommen ist 2010 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Mit durchschnittlich 133 Kilogramm erzeugte jeder Thüringer drei Kilogramm weniger Hausmüll als ...

[Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) - 24.05.2012] Hausmüllaufkommen in Thüringen 2010 leicht gesunken


Weniger gefährliche Abfälle / Abfallbilanz online veröffentlicht

Das Thüringer Hausmüllaufkommen ist 2010 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Mit durchschnittlich 133 Kilogramm erzeugte jeder Thüringer drei Kilogramm weniger Hausmüll als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg das Gesamtaufkommen an Abfällen und Wertstoffen im Freistaat um 5,9 Prozent auf 1,667 Millionen Tonnen. Zugelegt im Vergleich zu den Vorjahren haben 2010 die abgelieferten Bauabfälle auf 429.000 Tonnen (2009: 366.000 Tonnen). Die Menge an gefährlichen Abfällen sank um 22 Prozent. Dies geht aus der Abfallbilanz 2010 hervor, die das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz heute veröffentlicht hat.

Rein rechnerisch sammelte jeder Thüringer 203 Kilogramm Wertstoffe. Seit 1998 liegt die Wertstoffmenge ununterbrochen deutlich über dem Aufkommen an Hausmüll. Mit der Novellierung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes wird ab 2015 die Trennpflicht von Papier-, Metall-, Kunststoff- und Glasabfällen erweitert. Diese Abfälle werden bisher in Deutschland nur dann flächendeckend getrennt gesammelt, wenn es sich um Verpackungen handelt.

Der Abfallwirtschaftszweckverband Ostthüringen (AWV) erfüllt bereits jetzt freiwillig diese Getrennthaltungspflichten. 2011 führte der Verband im Landkreis Greiz und der Stadt Gera in Kooperation mit den neun dualen Systemen der Verpackungsentsorgung die "Gelbe Tonne AWV PLUS" ein. Neben Verpackungen sollen die Bürger auch alle anderen mülltonnengängigen Abfälle aus Kunststoff und Metall in diese Tonne geben.

Die Menge gefährlicher Abfälle ging 2010 im Vergleich zu 2009 von 512.000 auf 401.000 Tonnen zurück. Fast die Hälfte (49%) der gefährlichen Abfälle stammte aus Abfallbehandlungsanlagen. Bau- und Abbruchabfälle einschließlich Aushub belasteter Böden machten 23 Prozent aus und gingen im Vergleich zu 2009 besonders stark zurück. Nur ein knappes Drittel (29%) der gefährlichen Abfälle aus Thüringen wurde auch im Freistaat entsorgt.

Auf knapp 100 Seiten trägt die neueste Abfallbilanz eine Fülle an Daten und Fakten zur Abfallwirtschaft in Thüringen zusammen. Um Ressourcen zu sparen wurde in diesem Jahr erstmals auf eine Druckversion verzichtet. Die Abfallbilanz 2010 kann im Internet unter http://www.thueringen.de/de/publikationen/pic/pubdownload1297.pdf eingesehen und heruntergeladen werden.


Anne Holl
Stellv. Pressesprecherin
Beethovenstraße 3 • 99096 Erfurt
Tel: (03 61) 37-99 930 • Fax: (03 61) 37-99 939 • E-Mail: pressestelle@tmlfun.thueringen.de • Internet: www.thueringen.de/tmlfun

Über Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN):
1994 wurden das Landwirtschaftsministerium und das Umweltministerium des Freistaats Thüringen neu strukturiert und zu einem Ministerium zusammengefaßt. Das Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) ist für die Aufgaben, die es in seiner Bezeichnung führt, zuständig. Es gliedert sich in acht Abteilungen. Gegenwärtig gehören dem Ministerium ca. 390 Mitarbeiter an: Beamte, Angestellte und Arbeiter.
Natur, Umwelt und Landwirtschaft sind besonders eng miteinander verbunden. Einerseits können die Ziele von Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege nur mit der Landwirtschaft und Forstwirtschaft erfogreich verwirklicht werden und andererseits ist ein funktionsfähiger Naturhaushalt unsere Existenzgrundlage. Zum Geschäftsbereich des Ministeriums gehört eine Reihe von Fachbehörden und Einrichtungen, die u. a. dafür die wissenschaftlichen und fachlichen Zuarbeiten und den Verwaltungsvollzug leisten:
- die Thüringer Landesanstalt für Umwelt,
- die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft,
- die Thüringer Landesanstalt für Geologie
- die Thüringer Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
- 4 Staatliche Umweltämter
- 1 Nationalpark, Naturparke und Biosphärenreservate
- 12 Landwirtschaftsämter
- 3 Flurneuordnungsämter
- 54 Forstämter
sowie ein Thüringer Oberbergamt und zwei Bergämter.

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