Kristina Schröder: 'Deutsche und französische Unternehmen brauchen mehr Frauen in Führungspositionen'
- Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), 03.02.2011
Pressemitteilung vom: 03.02.2011 von der Firma Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Berlin
Kurzfassung: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder traf heute (Donnerstag) die französische Sozialministerin Roselyne Bachelot in Berlin, um sich über Maßnahmen zur Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen auszutauschen. Im Mittelpunkt ...
[Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) - 03.02.2011] Kristina Schröder: "Deutsche und französische Unternehmen brauchen mehr Frauen in Führungspositionen"
Bundesfamilienministerin Schröder spricht mit der französischen Sozialministerin Bachelot über die Förderung von Frauen in Führungspositionen
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder traf heute (Donnerstag) die französische Sozialministerin Roselyne Bachelot in Berlin, um sich über Maßnahmen zur Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen auszutauschen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen dabei das aktuell verabschiedete französische Gesetz zur Steigerung von Frauen in Aufsichtsräten sowie der deutsche Stufenplan zur Förderung von Frauen in Führungspositionen.
"Frauen besitzen heute die gleichen, teilweise sogar besseren Qualifikationen als Männer. Trotzdem müssen wir Frauen in obersten Vorstandsetagen und in Aufsichtsräten noch immer mit der Lupe suchen", sagte Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder in Berlin. "Wir werden das Ziel, dass es mehr Frauen in Führungspositionen schaffen können, deshalb jetzt gemeinsam mit der Wirtschaft verstärkt angehen. Partnerschaftlich - aber mit einem höheren Grad der Verbindlichkeit als bisher. Von Anfang an muss klar sein: Wenn das partnerschaftlich nicht funktioniert, dann brauchen wir eine transparent gestaltete Pflicht zur Selbstverpflichtung, über die es dann auch öffentliche Diskussionen gibt. Das ist ein sehr liberales und marktwirtschaftliches Instrument."
Im Gespräch mit ihrer französischen Kollegin machte die Bundesfamilienministerin deutlich, dass sie nicht alle Unternehmen von der Stahlindustrie bis hin zur
Medien- und Kommunikationsbranche über einen Kamm scheren wolle. Sie wolle eine Regelung einführen, die Unternehmen zwingt, sich gründlich mit den Ursachen auseinanderzusetzen. "Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in Deutschland noch längst keine Selbstverständlichkeit", so Schröder. "Wir brauchen mehr Betreuungsangebote für Kinder im Vorschulalter, und wir brauchen mehr Ganztagsschulangebote für die über 6-Jährigen. In diesen Punkten ist Frankreich uns ein gutes Stück voraus."
In Frankreich beträgt der Frauenanteil in höchsten Führungspositionen in den größten 500 Unternehmen acht Prozent, in Deutschland sind 10,2 Prozent der Aufsichtsratspositionen mit Frauen besetzt. Der französische Gesetzgeber hat im Januar mit einem Gesetz über die gleichberechtigte Vertretung von Frauen und Männer in Verwaltungs- und Aufsichtsräten und über die berufliche Gleichstellung aus dieser Situation bereits politische Konsequenzen gezogen. Deutschland wird nach den Plänen von Bundesfamilienministerin Schröder noch in diesem Jahr nachziehen. Dabei will sie die unterschiedliche Ausgangslage in beiden Ländern in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die unterschiedlichen Rechtstraditionen berücksichtigen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.bmfsfj.de
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de
Internet: http://www.bmfsfj.de
Bundesfamilienministerin Schröder spricht mit der französischen Sozialministerin Bachelot über die Förderung von Frauen in Führungspositionen
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder traf heute (Donnerstag) die französische Sozialministerin Roselyne Bachelot in Berlin, um sich über Maßnahmen zur Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen auszutauschen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen dabei das aktuell verabschiedete französische Gesetz zur Steigerung von Frauen in Aufsichtsräten sowie der deutsche Stufenplan zur Förderung von Frauen in Führungspositionen.
"Frauen besitzen heute die gleichen, teilweise sogar besseren Qualifikationen als Männer. Trotzdem müssen wir Frauen in obersten Vorstandsetagen und in Aufsichtsräten noch immer mit der Lupe suchen", sagte Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder in Berlin. "Wir werden das Ziel, dass es mehr Frauen in Führungspositionen schaffen können, deshalb jetzt gemeinsam mit der Wirtschaft verstärkt angehen. Partnerschaftlich - aber mit einem höheren Grad der Verbindlichkeit als bisher. Von Anfang an muss klar sein: Wenn das partnerschaftlich nicht funktioniert, dann brauchen wir eine transparent gestaltete Pflicht zur Selbstverpflichtung, über die es dann auch öffentliche Diskussionen gibt. Das ist ein sehr liberales und marktwirtschaftliches Instrument."
Im Gespräch mit ihrer französischen Kollegin machte die Bundesfamilienministerin deutlich, dass sie nicht alle Unternehmen von der Stahlindustrie bis hin zur
Medien- und Kommunikationsbranche über einen Kamm scheren wolle. Sie wolle eine Regelung einführen, die Unternehmen zwingt, sich gründlich mit den Ursachen auseinanderzusetzen. "Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in Deutschland noch längst keine Selbstverständlichkeit", so Schröder. "Wir brauchen mehr Betreuungsangebote für Kinder im Vorschulalter, und wir brauchen mehr Ganztagsschulangebote für die über 6-Jährigen. In diesen Punkten ist Frankreich uns ein gutes Stück voraus."
In Frankreich beträgt der Frauenanteil in höchsten Führungspositionen in den größten 500 Unternehmen acht Prozent, in Deutschland sind 10,2 Prozent der Aufsichtsratspositionen mit Frauen besetzt. Der französische Gesetzgeber hat im Januar mit einem Gesetz über die gleichberechtigte Vertretung von Frauen und Männer in Verwaltungs- und Aufsichtsräten und über die berufliche Gleichstellung aus dieser Situation bereits politische Konsequenzen gezogen. Deutschland wird nach den Plänen von Bundesfamilienministerin Schröder noch in diesem Jahr nachziehen. Dabei will sie die unterschiedliche Ausgangslage in beiden Ländern in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die unterschiedlichen Rechtstraditionen berücksichtigen.
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Über Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ):
Um den gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen, hat die Bundesregierung eine nachhaltige Familienpolitik zu ihrem Markenzeichen gemacht: Ein neuartiger Mix aus Ausbau der Infrastruktur, familienfreundlicher Unternehmenskultur und neu zentrierten monetären Leistungen schafft wirtschaftliche, aber auch zeitliche Spielräume für die Familien und erhöht damit die Lebensqualität für Eltern und Kinder.
Mit dem Tagesbetreuungsausbaugesetz soll bis zum Jahr 2010 das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren um 230.000 neue Plätze steigen. Dieses Gesetz verpflichtet die Kommunen, bis 2010 ein ausreichendes Betreuungsangebot für die unter Dreijährigen zu schaffen.
Firmenkontakt:
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Um den gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen, hat die Bundesregierung eine nachhaltige Familienpolitik zu ihrem Markenzeichen gemacht: Ein neuartiger Mix aus Ausbau der Infrastruktur, familienfreundlicher Unternehmenskultur und neu zentrierten monetären Leistungen schafft wirtschaftliche, aber auch zeitliche Spielräume für die Familien und erhöht damit die Lebensqualität für Eltern und Kinder.
Mit dem Tagesbetreuungsausbaugesetz soll bis zum Jahr 2010 das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren um 230.000 neue Plätze steigen. Dieses Gesetz verpflichtet die Kommunen, bis 2010 ein ausreichendes Betreuungsangebot für die unter Dreijährigen zu schaffen.
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