Landesregierung fordert mehr Eiweißpflanzen auf Thüringer und deutschen Äckern
- Pressemitteilung der Firma Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN), 04.05.2012
Pressemitteilung vom: 04.05.2012 von der Firma Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) aus Erfurt
Kurzfassung: Die Thüringer Landesregierung setzt sich für mehr Eiweißpflanzen auf heimischen Feldern ein. "Vor allem das Leitbild einer Regionalwirtschaft verlangt mehr Leguminosen aus Deutschland. Zur Fütterung unserer Tiere sollten wir uns nicht allein von ...
[Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) - 04.05.2012] Landesregierung fordert mehr Eiweißpflanzen auf Thüringer und deutschen Äckern
Die Thüringer Landesregierung setzt sich für mehr Eiweißpflanzen auf heimischen Feldern ein. "Vor allem das Leitbild einer Regionalwirtschaft verlangt mehr Leguminosen aus Deutschland. Zur Fütterung unserer Tiere sollten wir uns nicht allein von Soja-Importen abhängig machen, für die oft sogar noch Regenwald gerodet wurde", sagte Thüringens Agrarstaatssekretär Roland Richwien am Freitag. Der Staatssekretär kündigte an, Thüringen werde sich aktiv in das Eiweißpflanzenkonzept der Bundesregierung einbringen. Eine separate Strategie für Thüringen lehnte Richwien ab.
Auf Bundesebene will sich Thüringen besonders im Bereich der Forschung zu Sorten und Anbauverfahren engagieren. Schon jetzt arbeitet die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft mit im Verbundprojekt "Ausweitung des Sojaanbaus in Deutschland", seit 2011 gefördert durch ein Bundesprogramm. Weiterhin tritt die Landesregierung dafür ein, im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik auch auf europäischer Ebene den Anbau von Eiweißpflanzen zu forcieren.
Gleichzeitig warnte der Agrarstaatssekretär vor übertriebenen Erwartungen an die Selbstversorgung mit Leguminosen. "Der Anbau von Eiweißpflanzen muss sich für die Landwirte rechnen, derzeit tut er das nicht. Wir brauchen eine wettbewerbsfähige Erzeugung von Hülsenfrüchten. Deshalb wollen wir in deren Forschung und Erprobung investieren", sagte Richwien.
Hintergrund
Derzeit wachsen auf rund 26.000 Hektar oder vier Prozent der Ackerfläche im Freistaat Eiweißpflanzen, davon sind 70 Prozent Futtererbsen. Deutschlandweit liegt die Anbaufläche für Leguminosen bei knapp 100.000 Hektar oder 0,8 Prozent der Ackerfläche. Seit 1998 ist in ganz Deutschland die Anbaufläche um zwei Drittel geschrumpft.
Der Anbau von Leguminosen erhöht die Fruchtbarkeit des Bodens, verbessert seine Struktur und mindert den Krankheitsdruck auf nachfolgende Kulturen. Kleinkörnige Leguminosen wie Kleesorten oder Luzerne sind wertvolle Bienenweiden.
Traditionell liefern Hülsenfrüchte hochwertige Eiweiße für die Ernährung von Mensch und Tier. In puncto Eiweißqualität wird die Sojabohne von keiner anderen Leguminose übertroffen. Aufgrund ihrer Klimaansprüche kann die Sojabohne in Deutschland bislang nur in Gunstlagen angebaut werden.
Andreas Maruschke
Pressesprecher
Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Naturschutz und Umwelt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Beethovenstraße 3
99096 Erfurt
Tel.: 0361/3799 922
Fax: 0361/3799 939
e-mail: poststelle@tmlfun.thueringen.de
Die Thüringer Landesregierung setzt sich für mehr Eiweißpflanzen auf heimischen Feldern ein. "Vor allem das Leitbild einer Regionalwirtschaft verlangt mehr Leguminosen aus Deutschland. Zur Fütterung unserer Tiere sollten wir uns nicht allein von Soja-Importen abhängig machen, für die oft sogar noch Regenwald gerodet wurde", sagte Thüringens Agrarstaatssekretär Roland Richwien am Freitag. Der Staatssekretär kündigte an, Thüringen werde sich aktiv in das Eiweißpflanzenkonzept der Bundesregierung einbringen. Eine separate Strategie für Thüringen lehnte Richwien ab.
Auf Bundesebene will sich Thüringen besonders im Bereich der Forschung zu Sorten und Anbauverfahren engagieren. Schon jetzt arbeitet die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft mit im Verbundprojekt "Ausweitung des Sojaanbaus in Deutschland", seit 2011 gefördert durch ein Bundesprogramm. Weiterhin tritt die Landesregierung dafür ein, im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik auch auf europäischer Ebene den Anbau von Eiweißpflanzen zu forcieren.
Gleichzeitig warnte der Agrarstaatssekretär vor übertriebenen Erwartungen an die Selbstversorgung mit Leguminosen. "Der Anbau von Eiweißpflanzen muss sich für die Landwirte rechnen, derzeit tut er das nicht. Wir brauchen eine wettbewerbsfähige Erzeugung von Hülsenfrüchten. Deshalb wollen wir in deren Forschung und Erprobung investieren", sagte Richwien.
Hintergrund
Derzeit wachsen auf rund 26.000 Hektar oder vier Prozent der Ackerfläche im Freistaat Eiweißpflanzen, davon sind 70 Prozent Futtererbsen. Deutschlandweit liegt die Anbaufläche für Leguminosen bei knapp 100.000 Hektar oder 0,8 Prozent der Ackerfläche. Seit 1998 ist in ganz Deutschland die Anbaufläche um zwei Drittel geschrumpft.
Der Anbau von Leguminosen erhöht die Fruchtbarkeit des Bodens, verbessert seine Struktur und mindert den Krankheitsdruck auf nachfolgende Kulturen. Kleinkörnige Leguminosen wie Kleesorten oder Luzerne sind wertvolle Bienenweiden.
Traditionell liefern Hülsenfrüchte hochwertige Eiweiße für die Ernährung von Mensch und Tier. In puncto Eiweißqualität wird die Sojabohne von keiner anderen Leguminose übertroffen. Aufgrund ihrer Klimaansprüche kann die Sojabohne in Deutschland bislang nur in Gunstlagen angebaut werden.
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Über Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN):
1994 wurden das Landwirtschaftsministerium und das Umweltministerium des Freistaats Thüringen neu strukturiert und zu einem Ministerium zusammengefaßt. Das Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) ist für die Aufgaben, die es in seiner Bezeichnung führt, zuständig. Es gliedert sich in acht Abteilungen. Gegenwärtig gehören dem Ministerium ca. 390 Mitarbeiter an: Beamte, Angestellte und Arbeiter.
Natur, Umwelt und Landwirtschaft sind besonders eng miteinander verbunden. Einerseits können die Ziele von Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege nur mit der Landwirtschaft und Forstwirtschaft erfogreich verwirklicht werden und andererseits ist ein funktionsfähiger Naturhaushalt unsere Existenzgrundlage. Zum Geschäftsbereich des Ministeriums gehört eine Reihe von Fachbehörden und Einrichtungen, die u. a. dafür die wissenschaftlichen und fachlichen Zuarbeiten und den Verwaltungsvollzug leisten:
- die Thüringer Landesanstalt für Umwelt,
- die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft,
- die Thüringer Landesanstalt für Geologie
- die Thüringer Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
- 4 Staatliche Umweltämter
- 1 Nationalpark, Naturparke und Biosphärenreservate
- 12 Landwirtschaftsämter
- 3 Flurneuordnungsämter
- 54 Forstämter
sowie ein Thüringer Oberbergamt und zwei Bergämter.
Firmenkontakt:
Andreas Maruschke
Pressesprecher
Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Naturschutz und Umwelt
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Natur, Umwelt und Landwirtschaft sind besonders eng miteinander verbunden. Einerseits können die Ziele von Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege nur mit der Landwirtschaft und Forstwirtschaft erfogreich verwirklicht werden und andererseits ist ein funktionsfähiger Naturhaushalt unsere Existenzgrundlage. Zum Geschäftsbereich des Ministeriums gehört eine Reihe von Fachbehörden und Einrichtungen, die u. a. dafür die wissenschaftlichen und fachlichen Zuarbeiten und den Verwaltungsvollzug leisten:
- die Thüringer Landesanstalt für Umwelt,
- die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft,
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- 1 Nationalpark, Naturparke und Biosphärenreservate
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- 54 Forstämter
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