Aigner: 'Lebensqualität ländlicher Räume erhalten'
- Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 25.04.2012
Pressemitteilung vom: 25.04.2012 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin
Kurzfassung: Bundesministerin überreicht Zuweisungsbescheide an vier Förderregionen des Projekts LandZukunft Das Bundeskabinett hat heute die Demografiestrategie der Bundesregierung beschlossen. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner betonte dabei die ...
[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 25.04.2012] Aigner: "Lebensqualität ländlicher Räume erhalten"
Bundesministerin überreicht Zuweisungsbescheide an vier Förderregionen des Projekts LandZukunft
Das Bundeskabinett hat heute die Demografiestrategie der Bundesregierung beschlossen. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner betonte dabei die Stärkung der ländlichen Räume: "Der demografische Wandel stellt uns vor große Herausforderungen. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, die Lebensqualität ländlicher Räume zu erhalten. Die Unterstützung von Regionen, die besonders von Bevölkerungsrückgang oder einem Mangel an Fachkräften betroffen sind, ist deshalb ein zentraler Bestandteil unserer Demografiestrategie", sagte die Ministerin am Mittwoch in Berlin.
Mit dem Modellvorhaben LandZukunft setzt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) einen wichtigen Aspekt der Demografiestrategie um. Im Rahmen des Modellvorhabens werden die strukturschwachen ländlichen Regionen Birkenfeld, Dithmarschen, Holzminden und Uckermark mit je 1,8 Millionen Euro gefördert. "Unser Ziel ist es, die Akteure vor Ort zu stärken und ihnen mehr Eigenverantwortung für die regionale Entwicklung zu übertragen. Die Bewerbungsphase dieses Projekts hat gezeigt, wie viele Ideen die Menschen haben, um ihre Heimatregionen zu stärken und den Problemen des demografischen Wandels zu begegnen", sagte die Ministerin. Aigner trifft heute die Landräte der vier Modellregionen in Berlin, um ihnen die Zuweisungsbescheide zu überreichen und mehr über die Projekte zu erfahren. "Mit dem Modellvorhaben gehen wir einen neuen Weg, der auf regionale Partnerschaften und das Engagement der Bürger vor Ort setzt", sagte Aigner. Die Ziele für die einzelnen Regionen werden vertraglich festgehalten, die konkrete Umsetzung liegt jedoch in der Verantwortung der Bürger und Kommunen.
Bei den Beratungen über die Demografiestrategie betonte Bundesministerin Aigner außerdem die Bedeutung der Breitbandversorgung. "Für attraktive ländliche Räume müssen wir den Ausbau der Breitbandnetze schnellstmöglich und flächendeckend voranbringen. Die ländlichen Räume dürfen nicht abgehängt werden. Ohne leistungsfähige Breitbandnetze gibt es in den ländlichen Gebieten keine positive wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung", sagte die Ministerin am Rande des Kabinetts. Bei der Beseitigung weißer Flecken werden bereits gute Erfolge erzielt. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz habe dazu insbesondere durch die Förderung des Breitbandausbaus durch die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) einen wichtigen Beitrag geleistet, so Aigner. Da über die Faktoren Markt und Wettbewerb allein kein schneller Netzausbau gewährleistet werden könne, seien im Rahmen der GAK bisher rund 60 Millionen Euro Fördermittel für den Ausbau des Breitbandnetzes bereitgestellt worden. "Damit wir bis 2018 unser gesetztes Ziel erreichen – 50 Megabit pro Sekunde für alle Haushalte – brauchen wir neben dem neuen Telekommunikationsgesetz weitere Unterstützung bei den Ausbauaktivitäten in ländlichen Gebieten. Ich werde mich deshalb für eine Fortsetzung der bis zum Jahre 2013 befristeten speziellen GAK-Förderung für den Breitbandausbau einsetzen", sagte die Ministerin.
Hintergrundinformationen zum Modellvorhaben LandZukunft
Mit dem Modellvorhaben LandZukunft leistet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) einen wichtigen Beitrag zur Demografiestrategie der Bundesregierung. Die vier Förderregionen sind von der Jury des Modellvorhabens als bundesweite Modellregionen ausgewählt worden, um unternehmerische Ideen für die regionale Wertschöpfung und zur Sicherung von Arbeitsplätzen in ländlichen Räumen umzusetzen. Im Zeitraum von 2012 bis 2014 wird jede der vier Regionen vom BMELV mit 1,8 Millionen Euro unterstützt, um Ihre Vorhaben umzusetzen und so dem demografischen Wandel im ländlichen Raum entgegenzutreten.
Die Verträge mit den thematischen Schwerpunkten der Region, den Zielen und den Projektideen wurden heute von BMELV, Region und Land unterzeichnet. Die vier Regionen haben folgende Schwerpunkte und Projektideen vorgesehen:
Holzminden plant mit dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger im Bereich Tourismus Aktivitäten zum Strukturaufbau, zur Qualifizierung und zur Finanzierung. Dithmarschen hat sich zum Ziel gesetzt, das Potenzial der Kinder und Jungendlichen zu nutzen und langfristig für die Region zu gewinnen und zu wahren. Uckermark will die Chance der Nähe zu Polen aufgreifen und die Region mit engagierten Deutschen und Polen gemeinsam für alle attraktiv gestalten. Birkenfeld baut darauf, unternehmerische Akteure und Betriebe aus der Region einzubeziehen und mit Projekten und regionalen Partnerschaften eine auch in Zukunft lebenswerte Region zu schaffen. Weitere Informationen zum Modellvorhaben LandZukunft finden Sie im Internet unter www.land-zukunft.de.
Kontakt:
Pressestelle
Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner
Dienstsitz Berlin, Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin
Telefon: 0 30 / 1 85 29 - 31 74 / - 32 08
Telefax: 0 30 / 1 85 29 - 31 79
E-Mail: pressestelle@bmelv.bund.de
Bundesministerin überreicht Zuweisungsbescheide an vier Förderregionen des Projekts LandZukunft
Das Bundeskabinett hat heute die Demografiestrategie der Bundesregierung beschlossen. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner betonte dabei die Stärkung der ländlichen Räume: "Der demografische Wandel stellt uns vor große Herausforderungen. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, die Lebensqualität ländlicher Räume zu erhalten. Die Unterstützung von Regionen, die besonders von Bevölkerungsrückgang oder einem Mangel an Fachkräften betroffen sind, ist deshalb ein zentraler Bestandteil unserer Demografiestrategie", sagte die Ministerin am Mittwoch in Berlin.
Mit dem Modellvorhaben LandZukunft setzt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) einen wichtigen Aspekt der Demografiestrategie um. Im Rahmen des Modellvorhabens werden die strukturschwachen ländlichen Regionen Birkenfeld, Dithmarschen, Holzminden und Uckermark mit je 1,8 Millionen Euro gefördert. "Unser Ziel ist es, die Akteure vor Ort zu stärken und ihnen mehr Eigenverantwortung für die regionale Entwicklung zu übertragen. Die Bewerbungsphase dieses Projekts hat gezeigt, wie viele Ideen die Menschen haben, um ihre Heimatregionen zu stärken und den Problemen des demografischen Wandels zu begegnen", sagte die Ministerin. Aigner trifft heute die Landräte der vier Modellregionen in Berlin, um ihnen die Zuweisungsbescheide zu überreichen und mehr über die Projekte zu erfahren. "Mit dem Modellvorhaben gehen wir einen neuen Weg, der auf regionale Partnerschaften und das Engagement der Bürger vor Ort setzt", sagte Aigner. Die Ziele für die einzelnen Regionen werden vertraglich festgehalten, die konkrete Umsetzung liegt jedoch in der Verantwortung der Bürger und Kommunen.
Bei den Beratungen über die Demografiestrategie betonte Bundesministerin Aigner außerdem die Bedeutung der Breitbandversorgung. "Für attraktive ländliche Räume müssen wir den Ausbau der Breitbandnetze schnellstmöglich und flächendeckend voranbringen. Die ländlichen Räume dürfen nicht abgehängt werden. Ohne leistungsfähige Breitbandnetze gibt es in den ländlichen Gebieten keine positive wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung", sagte die Ministerin am Rande des Kabinetts. Bei der Beseitigung weißer Flecken werden bereits gute Erfolge erzielt. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz habe dazu insbesondere durch die Förderung des Breitbandausbaus durch die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) einen wichtigen Beitrag geleistet, so Aigner. Da über die Faktoren Markt und Wettbewerb allein kein schneller Netzausbau gewährleistet werden könne, seien im Rahmen der GAK bisher rund 60 Millionen Euro Fördermittel für den Ausbau des Breitbandnetzes bereitgestellt worden. "Damit wir bis 2018 unser gesetztes Ziel erreichen – 50 Megabit pro Sekunde für alle Haushalte – brauchen wir neben dem neuen Telekommunikationsgesetz weitere Unterstützung bei den Ausbauaktivitäten in ländlichen Gebieten. Ich werde mich deshalb für eine Fortsetzung der bis zum Jahre 2013 befristeten speziellen GAK-Förderung für den Breitbandausbau einsetzen", sagte die Ministerin.
Hintergrundinformationen zum Modellvorhaben LandZukunft
Mit dem Modellvorhaben LandZukunft leistet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) einen wichtigen Beitrag zur Demografiestrategie der Bundesregierung. Die vier Förderregionen sind von der Jury des Modellvorhabens als bundesweite Modellregionen ausgewählt worden, um unternehmerische Ideen für die regionale Wertschöpfung und zur Sicherung von Arbeitsplätzen in ländlichen Räumen umzusetzen. Im Zeitraum von 2012 bis 2014 wird jede der vier Regionen vom BMELV mit 1,8 Millionen Euro unterstützt, um Ihre Vorhaben umzusetzen und so dem demografischen Wandel im ländlichen Raum entgegenzutreten.
Die Verträge mit den thematischen Schwerpunkten der Region, den Zielen und den Projektideen wurden heute von BMELV, Region und Land unterzeichnet. Die vier Regionen haben folgende Schwerpunkte und Projektideen vorgesehen:
Holzminden plant mit dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger im Bereich Tourismus Aktivitäten zum Strukturaufbau, zur Qualifizierung und zur Finanzierung. Dithmarschen hat sich zum Ziel gesetzt, das Potenzial der Kinder und Jungendlichen zu nutzen und langfristig für die Region zu gewinnen und zu wahren. Uckermark will die Chance der Nähe zu Polen aufgreifen und die Region mit engagierten Deutschen und Polen gemeinsam für alle attraktiv gestalten. Birkenfeld baut darauf, unternehmerische Akteure und Betriebe aus der Region einzubeziehen und mit Projekten und regionalen Partnerschaften eine auch in Zukunft lebenswerte Region zu schaffen. Weitere Informationen zum Modellvorhaben LandZukunft finden Sie im Internet unter www.land-zukunft.de.
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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.
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Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
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