Jahresabschluss 2011: Hannover Rück übertrifft Eigenkapitalrenditeziel

  • Pressemitteilung der Firma Hannover Rückversicherung, 14.03.2012
Pressemitteilung vom: 14.03.2012 von der Firma Hannover Rückversicherung aus Hannover

Kurzfassung: Erfreuliches Konzernergebnis trotz hoher Großschäden: 606,0 Mio. EUR (748,9 Mio. EUR) Prämienwachstum gesamt + 5,8 % (währungsbereinigt + 7,5 %) Buchwert je Aktie + 10,2 % Eigenkapitalrendite: 12,8 % Starker Cashflow von 2,5 ...

[Hannover Rückversicherung - 14.03.2012] Jahresabschluss 2011: Hannover Rück übertrifft Eigenkapitalrenditeziel


Erfreuliches Konzernergebnis trotz hoher Großschäden: 606,0 Mio. EUR (748,9 Mio. EUR) Prämienwachstum gesamt + 5,8 % (währungsbereinigt + 7,5 %) Buchwert je Aktie + 10,2 % Eigenkapitalrendite: 12,8 % Starker Cashflow von 2,5 Mrd. EUR (1,7 Mrd. EUR) Selbstverwaltete Kapitalanlagen + 2,9 Mrd. EUR auf 28,3 Mrd. EUR Kapitalanlageergebnis verbessert sich auf 1,4 Mrd. EUR (1,3 Mrd. EUR) Netto-Großschadenbelastung: 980,7 Mio. EUR (661,9 Mio. EUR) Operatives Ergebnis (EBIT): 841,4 Mio. EUR (1,2 Mrd. EUR) Dividendenvorschlag für 2011: 2,10 EUR (2,30 EUR) Das Geschäftsjahr 2011 war für die internationalen Rückversicherer von außergewöhnlich hohen Belastungen aus Naturkatastrophen gekennzeichnet. Für die Hannover Rück führten diese mit 980,7 Mio. EUR netto zur zweithöchsten Großschadenlast ihrer Geschichte. "Dass wir dennoch ein erfreuliches Ergebnis erzielen konnten, belegt, dass wir auf unserem Weg, die Volatilität der Ergebnisse zu reduzieren, weiter vorankommen”, erklärte der Vorstands­vorsitzende Ulrich Wallin. Die Eigenkapitalrendite übertraf mit 12,8 % das Ziel von 750 Basispunkten oberhalb des risikofreien Zinses.

Geschäftsjahr 2011

Die gebuchte Bruttoprämie für das Gesamtgeschäft erhöhte sich um 5,8 % auf 12,1 Mrd. EUR (11,4 Mrd. EUR). Bei konstanten Währungskursen – insbesondere gegenüber dem US-Dollar – hätte der Anstieg 7,5 % betragen. Der Selbstbehalt stieg leicht auf 91,2 % (90,1 %). Die verdiente Nettoprämie erhöhte sich um 7,0 % auf 10,8 Mrd. EUR (10,0 Mrd. EUR).

Das operative Ergebnis (EBIT) zum 31. Dezember 2011 blieb mit 841,4 Mio. EUR erwartungsgemäß hinter dem Wert des Vorjahres zurück (1,2 Mrd. EUR). Das Konzernergebnis belief sich auf 606,0 Mio. EUR (748,9 Mio. EUR) und übertraf die Prognose von 500 Mio. EUR deutlich. Dass das Ergebnis so positiv ausgefallen ist, liegt sowohl an der Qualität des unterliegenden Geschäfts als auch an einem sehr guten Kapitalanlageergebnis. Ferner profitierte der Konzerngewinn von der Rückerstattung von zuviel gezahlten Steuern und darauf geleisteter Zinsen in Höhe von 128 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie lag bei 5,02 EUR (6,21 EUR).

Schaden-Rückversicherung mit sehr gutem Ergebnisbeitrag trotz hoher Großschadenbelastung

"In der Schaden-Rückversicherung konnten wir an den Wachstumspfad der vergangenen Jahre anknüpfen”, sagte Wallin. "Unser selektives Wachstum rührte insbesondere aus unserem Geschäft der Spezialbranchen sowie den Emerging Markets; es wurde aber auch durch die infolge der signifikanten Großschäden deutlich verbesserten Rück­versicherungs­konditionen unterstützt.”

Die gebuchte Bruttoprämie für das Geschäfts­feld Schaden-Rückversicherung erhöhte sich um 7,7 % auf 6,8 Mrd. EUR (6,3 Mrd. EUR). Bei konstanten Währungskursen hätte das Wachstum 9,4 % betragen. Der Selbstbehalt stieg auf 91,3 % (88,9 %). Die verdiente Nettoprämie erhöhte sich um 10,5 % auf 6,0 Mrd. EUR (5,4 Mrd. EUR).

Die Großschadensituation im Jahr 2011 war außergewöhnlich: Insgesamt betrug die Netto-Großschadenbelastung für die Hannover Rück 980,7 Mio. EUR (661,9 Mio. EUR), das sind 450,7 Mio. EUR über dem Erwartungswert. Größtes Schadenereignis war für die Versicherungswirtschaft im Berichtsjahr – und auch für die Hannover Rück – das verheerende Erdbeben und der nachfolgende Tsunami in Japan. Allein hieraus resultierte für das Unternehmen eine Nettoschadenbelastung von 228,7 Mio. EUR.

Vor diesem Hintergrund verschlechterte sich die kombinierte Schaden-/Kosten­quote auf 104,3 % (98,2 %). Das versicherungstechnische Ergebnis reduzierte sich auf -268,7 Mio. EUR (82,4 Mio. EUR). Das operative Ergebnis (EBIT) ging angesichts der Großschadenlast auf 599,3 Mio. EUR (879,6 Mio. EUR) zurück. Das Ergebnis wurde durch eine Rückerstattung von Steuern und darauf bezahlter Zinsen in Höhe von 128 Mio. EUR unterstützt. Der Konzernüberschuss für die Schaden-Rückversicherung betrug 455,6 Mio. EUR (581,0 Mio. EUR). Dieses Ergebnis ist angesichts der außergewöhnlichen Groß­schaden­belastung erfreulich. Das Ergebnis je Aktie betrug 3,78 EUR (4,82 EUR).

Weiteres Wachstum in der Personen-Rückversicherung

Auch wenn sich die Personen-Rückversicherung im Jahr 2011 weniger stürmisch entwickelte als in den Vorjahren, so wurde mit 182,3 Mio. EUR doch ein gutes Ergebnis erzielt. Befördert wurde die Ergebnisentwicklung durch erfreuliche Geschäftsbedingungen in Großbritannien – insbesondere im Bereich der Langlebigkeitsrisiken – sowie in Deutschland, Skandinavien, Frankreich und den asiatischen Märkten. Dadurch konnten negative Einflüsse aus der Wertentwicklung der Depots, die bei US-amerikanischen Zedenten im Namen der Hannover Rück gehalten werden (ModCo) sowie Beeinträchtigungen im australischen Invaliditätsgeschäft weitgehend ausgeglichen werden.

Die gebuchte Bruttoprämie für die Personen-Rückversicherung stieg im Berichtsjahr um 3,5 % auf 5,3 Mrd. EUR (5,1 Mrd. EUR). Bei konstanten Wechselkursen hätte das Wachstum 5,2 % betragen. Die verdiente Nettoprämie erhöhte sich um 2,9 % auf 4,8 Mrd. EUR (4,7 Mrd. EUR).

Das operative Ergebnis (EBIT) für das Geschäftsfeld Personen-Rückversicherung ging auf 217,6 Mio. EUR (284,4 Mio. EUR) zurück. Die EBIT-Rendite betrug 4,5 %. Das Konzernergebnis für die Personen-Rückversicherung ging von 219,6 Mio. EUR auf 182,3 Mio. EUR zurück. Im Vorjahr hatte das Ergebnis noch von Währungskurseffekten profitiert. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 1,51 EUR (1,82 EUR).

Kapitalanlageergebnis erreicht höchsten Wert in der Geschichte

Angesichts eines schwierigen Kapitalmarktumfelds ist die Hannover Rück mit der Entwicklung ihrer Kapitalanlagen sehr zufrieden. Die Kapital­anlage­rendite für die selbstverwalteten Kapitalanlagen übertraf mit 3,9 % den Zielwert von 3,5 %. Positive operative Mittelzuflüsse von 2,5 Mrd. EUR und eine gute Marktwertentwicklung erhöhten die selbst­verwalteten Kapitalanlagen um 11,5 % auf 28,3 Mrd. EUR (25,4 Mrd. EUR). Inklusive der Depotforderungen erhöhte sich das Kapitalanlage­volumen auf 41,7 Mrd. EUR (38,0 Mrd. EUR).

Dank des größeren Anlagevolumens konnten die ordentlichen Kapital­anlage­erträge – trotz des niedrigen Zinsniveaus – ausgebaut werden. Sie stiegen um 9,7 % auf 966,2 Mio. EUR (880,5 Mio. EUR). Zudem hat die Hannover Rück im Rahmen erfolgter Portfolio-Reallokationen von Staats- in Unternehmensanleihen Erträge erzielt, die einen wesentlichen Teil der realisierten Nettogewinne insgesamt ausmachen. Die Zuflüsse aus dem operativen Cashflow hat das Unternehmen bevorzugt in Unternehmensanleihen, besicherte Anleihen und Immobilien investiert. Der Saldo aus realisierten Gewinnen und Verlusten verbesserte sich um 10,8 % auf 179,6 Mio. EUR (162,0 Mio. EUR).

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisenden unrealisierten Verluste betrugen 38,8 Mio. EUR (39,9 Mio. EUR). Sie stammen mit 55,4 Mio. EUR im Wesentlichen aus der Wertentwicklung der Depots, die bei US-amerikanischen Lebensversicherern im Namen der Hannover Rück gehalten werden. Aus den zur Absicherung eines Teils der Inflationsrisiken der versicherungstechnischen Schadenreserven abgeschlossenen Inflation Swaps resultierten unrealisierte Gewinne von 11,6 Mio. EUR, denen im Vorjahr noch unrealisierte Verluste in Höhe von 31,2 Mio. EUR gegenüberstanden.

Das Netto-Kapitalanlageergebnis erreichte mit 1.384,0 Mio. EUR (1.258,9 Mio. EUR) den höchsten Wert in der Geschichte der Hannover Rück, auch deshalb, weil keine Abschreibungen auf Staatsanleihen zu verzeichnen waren.

Erfreuliche Entwicklung des Eigenkapitals

Trotz der erheblichen Belastungen aus Großschäden entwickelte sich das Eigenkapital sehr positiv. Es erhöhte sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2010 um 10,2 % auf 5,0 Mrd. EUR (4,5 Mrd. EUR). Das gesamte haftende Kapital (einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter und Hybridkapital) stieg um 5,0 % auf 7,3 Mrd. EUR (7,0 Mrd. EUR).

Dividendenvorschlag: 2,10 EUR je Aktie

"Insbesondere unser weiterhin gestiegenes Eigenkapital ermöglicht es uns, für das Jahr 2011 eine Dividende auszuschütten, die etwas oberhalb unseres strategischen Dividendenziels von 35 % bis 40 % des Konzernergebnisses liegt. Vorstand und Aufsichtsrat werden daher der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende von 2,10 EUR je Aktie zu zahlen”, sagte Wallin.

Ausblick für 2012

Die Hannover Rück ist für das laufende Geschäftsjahr optimistisch. Die Vertragserneuerungsrunde zum 1. Januar 2012 in der Schaden-Rück­versicherung verlief für die Hannover Rück erfreulich. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen – bei unveränderten Währungskursen – ein Brutto­prämien­wachstum von 5 % bis 7 %. Chancen für Wachstums­impulse erwartet das Unternehmen aus Änderungen von Natur­gefahren­modellen für Risiken in den USA und Europa sowie aus den steigenden Risiko­kapital­anforderungen für Versicherungs­unternehmen nach Solvency II, für die der Risikotransfer an Rückversicherer mit guten Ratings eine wirtschaftlich attraktive Alternative bietet. Für Großschäden hat die Hannover Rück 560 Mio. EUR eingeplant.

In der Personen-Rückversicherung sieht das Unternehmen gute Chancen für weiteres profitables Wachstum. Die Hannover Rück rechnet mit einem organischen Zuwachs der Bruttoprämie von 5 % bis 7 %. Für das Unternehmen spielen weiterhin die etablierten Märkte wie die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Skandinavien eine wichtige Rolle. Weitere Wachstumsimpulse sind aus Asien, Osteuropa und Indien zu erwarten.

Für das gesamte Geschäft geht die Hannover Rück von einem Wachstum der Bruttoprämie in Höhe von 5 % bis 7 % aus.

Im Jahr 2012 sollte eine Netto-Kapitalanlagerendite in der Größenordnung von rund 3,5 % erzielt werden können. Die Hannover Rück erwartet ein gutes Geschäftsjahr 2012.

Sie strebt für das laufende Geschäftsjahr eine Ausschüttungsquote von 35 % bis 40 % ihres IFRS-Konzern-Nachsteuerergebnisses an.


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Über Hannover Rückversicherung:
Die Hannover Rück-Gruppe ist mit einem Prämienvolumen von mehr als 6,5 Mrd. EUR der fünftgrößte professionelle Rückversicherer der Welt. Sie betreibt alle Sparten der Schaden-, Personen- und Finanz-Rückversicherung sowie Programmgeschäft und unterhält Rückversicherungsbeziehungen mit rund 2.000 Versicherungsgesellschaften in mehr als 100 Ländern. Ihre weltweite Infrastruktur besteht aus über 100 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie Repräsentanzen in 20 Ländern. Das Deutschland-Geschäft der Gruppe wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben. Die amerikanischen Rating-Agenturen Standard & Poor's und A.M. Best haben sowohl Hannover Rück als auch E+S Rück das jeweils zweithöchste Rating AA+ ("Very Strong") bzw. A+ ("Superior") zuerkannt.

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