Kleinere Ernte, höhere Erlöse - Biolandwirte blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurück

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 13.02.2012
Pressemitteilung vom: 13.02.2012 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin

Kurzfassung: Biolandwirte in Deutschland konnten ihre Verkaufserlöse im Jahr 2010 durchschnittlich um über 19 Prozent steigern, obwohl die Erträge vieler Produkte geringer ausfielen als im Vorjahr. Das ergab die Auswertung aktueller Zahlen durch die ...

[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 13.02.2012] Kleinere Ernte, höhere Erlöse - Biolandwirte blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurück


Biolandwirte in Deutschland konnten ihre Verkaufserlöse im Jahr 2010 durchschnittlich um über 19 Prozent steigern, obwohl die Erträge vieler Produkte geringer ausfielen als im Vorjahr.

Das ergab die Auswertung aktueller Zahlen durch die Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) in Bonn, im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Das deutliche Umsatzplus erklärt sich vor allem durch höhere Preise, die für viele Bioprodukte erlöst wurden. Hinzu kommt, dass das Angebot für tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Eier ausgebaut werden konnte. Die Preise für konventionelle Lebensmittel stiegen im gleichen Zeitraum um 13 Prozent. Der Gesamterlös der Biolandwirtschaft wuchs im Jahr 2010 auf 1,3 Milliarden Euro gegenüber 1,09 Milliarden im Vorjahr. Das entspricht einem Bioanteil von 3,5 Prozent an den Gesamterlösen der deutschen Landwirtschaft.

Pflanzliche Produkte als Haupterlösquelle

Die Umsatzstruktur setzt sich bei Biolandwirten anders zusammen als bei konventionell arbeitenden Kollegen. Pflanzliche Produkte spielen eine wesentlich größere Rolle. So entfallen im Ökolandbau 27 Prozent der Erlöse allein auf Obst, Gemüse und Kartoffeln. In der konventionellen Landwirtschaft machen diese Kulturen nur zehn Prozent am Erlös aus. Für Biofleisch liegt der Erlösanteil bei 19 Prozent, während konventionelle Fleischprodukte fast ein Drittel des Gesamtumsatzes ausmachen. Damit ist Fleisch die mit Abstand wichtigste Produktgruppe im konventionellen Bereich. Der Anstieg beim Angebot von Biomilch setzte sich auch im Jahr 2010 weiter fort. Biolandwirte erzeugten etwa neun Prozent mehr Milch als im Vorjahr, so dass der Anteil an den gesamten Verkaufserlösen auf 19 Prozent stieg. Konventionelle Milch macht im Durchschnitt 24 Prozent der Gesamterlöse aus.

Große Unterschiede bei Umsatz und Gewinn

Auf einzelbetrieblicher Ebene bestehen ebenfalls große Unterschiede. Während der durchschnittliche Jahresumsatz pro Biobetrieb etwa 59.000 Euro beträgt, liegen die Jahresumsätze bei konventionellen Landwirten mit 124.000 Euro mehr als doppelt so hoch. Dieser Unterschied erklärt sich vor allem durch den deutlich höheren Grünlandanteil der Biobetriebe und durch geringere Erträge. Auch bei den Erlösen pro Hektar spiegelt sich die extensive Bewirtschaftungsweise wider. Hier erzielen Biolandwirte mit 1.300 Euro pro Hektar etwas mehr als die Hälfte im Vergleich zu konventionellen Betrieben (2.200 Euro pro Hektar). Rechnet man die Grünlandflächen heraus, bewegen sich beide Bewirtschaftungsformen dagegen etwa auf gleichem Niveau. Beim direkten Vergleich ähnlich ausgerichteter Betriebe liegt der Gewinn pro Hektar beziehungsweise pro Arbeitskraft bei Biobetrieben sogar höher.

Weitere Informationen unter
http://www.oekolandbau.de/service/oekolandbau-in-zahlen/verkaufserloese/


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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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