Biolandwirte setzen auf Gemüse, Obst, Wein, Milch und Geflügel

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 13.02.2012
Pressemitteilung vom: 13.02.2012 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin

Kurzfassung: Wie sich im Jahr 2010 Anbauflächen und Tiernutzung im Ökolandbau in Deutschland veränderten Die deutschen Biolandwirte haben im Jahr 2010 ihre Anbauflächen für Gemüse, Obst und Wein erweitert. Zudem erzeugten sie deutlich mehr Milch und ...

[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 13.02.2012] Biolandwirte setzen auf Gemüse, Obst, Wein, Milch und Geflügel


Wie sich im Jahr 2010 Anbauflächen und Tiernutzung im Ökolandbau in Deutschland veränderten

Die deutschen Biolandwirte haben im Jahr 2010 ihre Anbauflächen für Gemüse, Obst und Wein erweitert. Zudem erzeugten sie deutlich mehr Milch und Geflügelfleisch als im Vorjahr. Die Flächen für Kartoffeln und Getreide fielen dagegen geringfügig kleiner aus.

Das zeigen aktuelle Zahlen der Strukturdatenerhebung zum Ökolandbau in Deutschland, die von der Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) in Bonn im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) durchgeführt wurde.

Danach dehnten die Biogemüsebauern ihre Flächen um knapp zwei Prozent aus, wichtigste Kultur waren mit Abstand Möhren. Damit werden knapp elf Prozent der Gemüseflächen in Deutschland biologisch bewirtschaftet. Besonders deutlich fiel das Wachstum im ökologischen Weinbau aus. Nach einer deutlichen Flächenausdehnung in den Vorjahren wurden die Biorebflächen im Jahr 2010 nochmals um mehr als zehn Prozent erweitert, auf insgesamt 5.200 Hektar. Auch die Apfelbauern vergrößerten ihre Anbauflächen um über drei Prozent auf 3.100 Hektar. Das entspricht fast zehn Prozent der deutschen Apfelanbaufläche.

Ein deutliches Plus verzeichneten auch die Biomilcherzeuger. Sie lieferten 2010 neun Prozent mehr Milch an. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Milchkühe um zehn Prozent. Der Anteil von Biomilch an der gesamten Milchproduktion in Deutschland liegt damit bei zwei Prozent. Auch die Zahl der gehaltenen Legehennen wurde deutlich, um über zehn Prozent ausgebaut. Ähnlich hoch fiel der Anstieg bei Biomasthähnchen und Biogänsen aus.

Leicht rückläufig waren dagegen die Anbauflächen für Biogetreide und Biokartoffeln. Bei Getreide wird auf mehr als einem Viertel der Getreideflächen Roggen angebaut, gefolgt von Weizen. Hier setzten die Biolandwirte fast ausschließlich auf Brotweizensorten, die allerdings häufiger nicht die geforderten Qualitäten erreichen. Bei Kartoffeln fielen die Erträge 2010 geringer aus als in den Vorjahren. Für 2011 geht man dagegen trotz leicht rückläufiger Anbaufläche von einer etwa zehn Prozent höheren Produktionsmenge aus.

Weitere Informationen unter
http://www.oekolandbau.de/service/oekolandbau-in-zahlen/landnutzung-und-tierhaltung/


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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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