Landwirtschaftsministerin Aigner: Bei 'Bio' stehen die Zeichen auf Wachstum

  • Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 13.02.2012
Pressemitteilung vom: 13.02.2012 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin

Kurzfassung: Positive Aussichten begleiten die Eröffnung der Fachmesse "Biofach" Bundesministerin Ilse Aigner sieht die ökologische Landwirtschaft in Deutschland im Aufwind. "Für die Bio-Branche stehen die Zeichen auf Wachstum. Deutschland ist innerhalb der ...

[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 13.02.2012] Landwirtschaftsministerin Aigner: Bei "Bio" stehen die Zeichen auf Wachstum


Positive Aussichten begleiten die Eröffnung der Fachmesse "Biofach"

Bundesministerin Ilse Aigner sieht die ökologische Landwirtschaft in Deutschland im Aufwind. "Für die Bio-Branche stehen die Zeichen auf Wachstum. Deutschland ist innerhalb der EU der größte Absatzmarkt für Bioprodukte geworden.

Die Zeiten des niedrigen Wachstums in den Jahren 2009 und 2010 sind vorbei. Im vergangenen Jahr konnte der Bio-Markt wieder an frühere hohe Wachstumsraten anknüpfen – wegen einer steigenden Nachfrage und einer hohen Qualität und Vielfalt der Produkte", sagte Aigner vor der Eröffnung der Fachmesse "Biofach" in Nürnberg. Bioprodukte "made in Germany" genießen weltweit einen hervorragenden Ruf – nicht zuletzt wegen hoher Standards in der Produktion. "Leider reicht die Produktion nicht aus, um die steigende Inlandsnachfrage zu decken: Die Versorgung des deutschen Marktes basiert nach wie vor auf einem relativ hohen Importanteil. Es muss das Ziel der deutschen Landwirtschaft sein, die Inlandsnachfrage soweit wie möglich selbst bedienen zu können. Hier sehe ich ein großes Potenzial für die deutschen Landwirte - da ist noch viel Luft nach oben", so Aigner.

Über 90 Prozent des weltweiten Umsatzes mit Bioprodukten werden in Europa und den USA erwirtschaftet. Von 2000 bis 2010 verdreifachte sich der Umsatz in Deutschland von 2,05 Milliarden Euro auf rund 5,9 Milliarden Euro. Der Biomarkt ist nicht nur in Deutschland, sondern weltweit auf Wachstumskurs. "In vielen Produktsegmenten ist er inzwischen ein internationaler Markt. Die Landwirte in Deutschland nutzen diese Chancen und sorgen damit für Stabilität und Vitalität in unseren ländlichen Räumen", sagte Aigner und fügte hinzu: "Wir sollten aber nicht vergessen: Bio hat seine Wurzeln traditionell in der Region. Das ist unsere Stärke, die bei aller Weltoffenheit nicht verloren gehen darf. Weite Transporte von Bioprodukten, die auch vor Ort erzeugt werden könnten, werden von den Verbrauchern kritisch hinterfragt."

Aigner betonte, die Bundesregierung stehe zur Förderung des Ökolandbaus. Zentrales Förderinstrument sei im Bereich des Ökolandbaus die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutz" (GAK). Auf Initiative des Bundesagrarministeriums wurden die Beihilfen für die Einführung und Beibehaltung von ökologischen Anbauverfahren deutlich erhöht. Damit hat der Bund erhebliche Anstrengungen unternommen, den Wachstumskurs der Biobranche in Deutschland auch in Zukunft zu unterstützen. Aigner: "Jetzt sind die Länder am Zug: Sie entscheiden in eigener Verantwortung über den Einsatz der Mittel. Sie sind gefordert, die erhöhten Förderungen anzubieten und den Spielraum, den die GAK bietet, auszuschöpfen, um für ein kontinuierliches Förderangebot zu sorgen."

Weltweit werden mittlerweile mehr als 37 Millionen Hektar der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet – 2010 waren es in Deutschland rund 991.000 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, die von 21.942 Betrieben ökologisch bewirtschaftet wurden. Das entspricht einem Anteil an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche von 5,9 Prozent und an der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 7,3 Prozent. Gegenüber 2009 haben sich damit die Ökofläche um 4,6 und die Anzahl der Ökobetriebe um 4,3 Prozent erhöht. Auch die Zahl der verarbeitenden Betriebe und Importeure im Öko-Sektor hat zugenommen: Insgesamt waren 2010 in Deutschland 32.714 Unternehmen (Erzeuger, Verarbeiter, Handel, Importeure) im Öko-Sektor tätig. Das entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent.


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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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