Aigner: 'Forschung ist eine wichtige Basis der Verbraucherpolitik'
- Pressemitteilung der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 24.11.2011
Pressemitteilung vom: 24.11.2011 von der Firma Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus Berlin
Kurzfassung: Bundesministerin gründet das "Netzwerk Verbraucherforschung" Nach Untersuchungen von Wissenschaftlern treffen nur rund zehn Prozent der Verbraucher ihre Entscheidungen so, dass ihre Bedürfnisse dabei optimal gedeckt werden. Fehlentscheidungen ...
[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) - 24.11.2011] Aigner: "Forschung ist eine wichtige Basis der Verbraucherpolitik"
Bundesministerin gründet das "Netzwerk Verbraucherforschung"
Nach Untersuchungen von Wissenschaftlern treffen nur rund zehn Prozent der Verbraucher ihre Entscheidungen so, dass ihre Bedürfnisse dabei optimal gedeckt werden. Fehlentscheidungen können jedoch erhebliche Tragweite haben und Konsumenten teuer zu stehen kommen – zum Beispiel bei Kapitalanlagen, der Alterssicherung oder Immobiliengeschäften.
"Unsere Verbraucherpolitik soll die Menschen in die Lage versetzen, eine aus ihrer Sicht optimale Entscheidung zu treffen. Grundlage dafür ist eine breit angelegte Forschung", sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner am Donnerstag bei der Gründung des "Netzwerks Verbraucherforschung" in Berlin.
Die interdisziplinäre Plattform für Verbraucherforschung soll aktive Wissenschaftler vernetzen, die sich speziell mit den Belangen der Konsumenten und deren Informationsbedürfnissen beschäftigen. Nach wie vor gibt es in Deutschland keine ausgeprägte Forschungslandschaft, die sich interdisziplinär in voller Breite und Tiefe mit den wissenschaftlichen Fragen der Verbraucherpolitik befasst. Dabei geht es nicht um die durchaus etablierte Konsumforschung, also um eine auf den Verbrauch ausgerichtete Forschung, sondern um jene wissenschaftlichen Fragen, die sich an den tatsächlichen Interessen und Bedürfnissen der Verbraucher orientiert: Welche Informationen, welche Beratungen benötigen Verbraucher? Wie treffen sie ihre Entscheidungen? Welchen Beitrag können Politik und Unternehmen leisten?
Das Bundesverbraucherministerium will dem wirtschaftlichen Verbraucherschutz künftig über eine verstärkte Projektförderung noch mehr Gewicht verleihen. "Verbraucherpolitische Themen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Moderne Verbraucherpolitik muss sich auf eine unabhängige Politikberatung stützen können", sagte Aigner. Mit der Gründung des "Netzwerks Verbraucherforschung" am Donnerstag findet auch das erstes Treffen in Berlin statt, bei dem rund 100 Wissenschaftler die Möglichkeiten der verstärkten Zusammenarbeit ausloten. Die Geschäftsstelle des "Netzwerk Verbraucherforschung" wurde beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eingerichtet.
Die Rede der Bundesministerin im Internet:
www.bmelv.de/netzwerk-verbraucherforschung
Kontakt:
Pressestelle
Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner
Dienstsitz Berlin, Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin
Telefon: 0 30 / 1 85 29 - 31 74 / - 32 08
Telefax: 0 30 / 1 85 29 - 31 79
E-Mail: pressestelle@bmelv.bund.de
Bundesministerin gründet das "Netzwerk Verbraucherforschung"
Nach Untersuchungen von Wissenschaftlern treffen nur rund zehn Prozent der Verbraucher ihre Entscheidungen so, dass ihre Bedürfnisse dabei optimal gedeckt werden. Fehlentscheidungen können jedoch erhebliche Tragweite haben und Konsumenten teuer zu stehen kommen – zum Beispiel bei Kapitalanlagen, der Alterssicherung oder Immobiliengeschäften.
"Unsere Verbraucherpolitik soll die Menschen in die Lage versetzen, eine aus ihrer Sicht optimale Entscheidung zu treffen. Grundlage dafür ist eine breit angelegte Forschung", sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner am Donnerstag bei der Gründung des "Netzwerks Verbraucherforschung" in Berlin.
Die interdisziplinäre Plattform für Verbraucherforschung soll aktive Wissenschaftler vernetzen, die sich speziell mit den Belangen der Konsumenten und deren Informationsbedürfnissen beschäftigen. Nach wie vor gibt es in Deutschland keine ausgeprägte Forschungslandschaft, die sich interdisziplinär in voller Breite und Tiefe mit den wissenschaftlichen Fragen der Verbraucherpolitik befasst. Dabei geht es nicht um die durchaus etablierte Konsumforschung, also um eine auf den Verbrauch ausgerichtete Forschung, sondern um jene wissenschaftlichen Fragen, die sich an den tatsächlichen Interessen und Bedürfnissen der Verbraucher orientiert: Welche Informationen, welche Beratungen benötigen Verbraucher? Wie treffen sie ihre Entscheidungen? Welchen Beitrag können Politik und Unternehmen leisten?
Das Bundesverbraucherministerium will dem wirtschaftlichen Verbraucherschutz künftig über eine verstärkte Projektförderung noch mehr Gewicht verleihen. "Verbraucherpolitische Themen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Moderne Verbraucherpolitik muss sich auf eine unabhängige Politikberatung stützen können", sagte Aigner. Mit der Gründung des "Netzwerks Verbraucherforschung" am Donnerstag findet auch das erstes Treffen in Berlin statt, bei dem rund 100 Wissenschaftler die Möglichkeiten der verstärkten Zusammenarbeit ausloten. Die Geschäftsstelle des "Netzwerk Verbraucherforschung" wurde beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eingerichtet.
Die Rede der Bundesministerin im Internet:
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Über Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
Mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) zu einem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) umgebildet. Dem neuen Ministerium wurden aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit die Zuständigkeiten für den Verbraucherschutz sowie aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuständigkeit für die Verbraucherpolitik übertragen.
Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.
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Darüber hinaus erfolgte die Verlagerung des Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen (BgVV) in den Geschäftsbereich des BMVEL. Mit der Umorganisation erhält der vorsorgende Verbraucherschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Dies soll unter anderem auch durch eine neue Landwirtschaftspolitik zum Ausdruck kommen, die den Erwartungen und Bedürfnissen der Verbraucher Rechnung trägt, ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern fördert, den Tierschutz weiterentwickelt und den Grundsatz der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verankert.
Da ein großer Teil der Politikbereiche des Ministeriums gemeinschaftsrechtlichen Regelungen unterliegt, besteht die wichtigste Aufgabe des Ministeriums darin, die vielschichtigen Interessen innerhalb Deutschlands zu kanalisieren und als deutsche Interessenlage in den Meinungsbildungs- und Rechtssetzungsprozess der Europäischen Union einzubringen. Darüber hinaus trägt das Ministerium dafür Sorge, dass Gemeinschaftsrecht in Deutschland ordnungsgemäß angewandt werden kann.
Zum Geschäftsbereich des Ministeriums zählen - neben dem neu hinzugekommenen BgVV - unter anderem das Bundessortenamt, zehn Bundesforschungsanstalten sowie die Zentralstelle für Agrardokumentation und -information. Darüber hinaus hat das Ministerium die Aufsicht über vier Anstalten des öffentlichen Rechts, darunter die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.
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